
Freilaufende »Junge Wilde«
Die »Jungen Wilden« sind nicht nur auf der Bühne Ausnahmetalente, sie verstehen sich auch als Botschafter klassischer Musik und besuchen darum vor jedem Konzert eine Dortmunder Schulklasse und öffnen den Jugendlichen Augen und Ohren für die Klassik.
Klassik ist wieder in. Die junge Klassik passt in das Lebensgefühl einer Generation, für die die Vergangenheit eine Spielart der Gegenwart ist, in der Robbie Williams völlig selbstverständlich neben Mozart und Madonna neben Schostakowitsch steht. Eine junge, moderne Generation von Künstlern steht für dieses Lebensgefühl. Sie sind groß geworden mit der Pluralität der Stile und nah an der Realität und damit am Publikum. Das KONZERTHAUS DORTMUND hat mit der Reihe »Junge Wilde« acht bereits international gefragte Repräsentanten einer jungen Musikergeneration für die Dauer von drei Spielzeiten engagiert, die im Rahmen ihres Engagements Dortmunder Schulen besuchen, um Jugendliche für die Welt der Klassik zu begeistern. Die Auswahl der Schulen beinhaltet dabei Schulen aller Sekundarschulformen und Einzugsgebiete. In der Spielzeit 2010|11 sind zwei Realschulen, ein Gymnasium und ein Berufskolleg vertreten.

Schulprojekte
Mit ihrer frischen, modernen Art eignen sich die »Jungen Wilden« besonders gut, den Funken überspringen zu lassen und Schülern nahe zu bringen, wie zeitgemäß und spannend die Klassik auch heute noch sein kann. Neben der Musik stellen die Künstler auch sich selbst vor und erzählen von ihrem Leben als »Klassik-Star«, von Tourneen, Konzerten und CD-Einspielungen.
Da plaudert Yuja Wang genauso selbstverständlich von ihrer Facebook-Sucht wie Lise de la Salle von einem peinlichen Malheur während eines Konzerts; Pekka Kuusisto fasziniert die Schüler mit seiner E-Geige und Marie-Elisabeth Hecker erzählt vom musikalischen Familienleben mit sieben Geschwistern.
So unterschiedlich die »Jungen Wilden« auch sein mögen, immer wieder sind die Schülerinnen und Schüler erstaunt, wie natürlich, offen und bodenständig die Musiker trotz des Rummels um ihre Person geblieben sind. Von zwischenmenschlichen Verständigungsproblemen und Berührungsängsten keine Spur!
Dem morgendlichen Schulbesuch der »Jungen Wilden« folgt abends dann der Konzertbesuch der Schüler, bei dem sie sich regelmäßig als lautstarke Fangemeinde zu erkennen geben.
meet the artist!
Neben dem Schulprojekt gehört zum Konzept der »Jungen Wilden« auch noch ein begleitendes Rahmenprogramm für die Konzertbesucher. Das »meet the artist!« nach den Konzerten der »Jungen Wilden« ist aus der Reihe kaum mehr wegzudenken. Unmittelbar nach Konzertende kommen Musiker und Publikum im Backstage-Bereich bei einem Bier (oder Wasser) zusammen und der »Junge Wilde« stellt sich den neugierigen Fragen des Interviewers und des Publikums.
So war in der Saison 2009|10 von der Pianistin Anna Vinnitskaya beispielsweise die brandheiße Neuigkeit zu erfahren, dass sie wenige Wochen zuvor auf eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen worden war – im Alter von 26 Jahren! Und Pekka Kuusisto entwickelte mal eben ein Programmkonzept für sein »Junge Wilde«-Konzert 2010|11.
In ihrer jugendlich charmanten Art präsentieren sich die »Jungen Wilden« als Stars ohne Berührungsängste und Starallüren.