
Junge-Wilde-Blog
Im Rahmen der Reihe »Junge Wilde« kooperiert das KONZERTHAUS DORTMUND in der Saison 2011|12 mit der TU Dortmund: Junge wilde Musiker treffen auf junge wilde Studenten. Die angehenden Musik- oder Kulturwissenschaftler, Musikpädagogen und Musikjournalisten begleiten die morgendlichen Schulbesuche der »Jungen Wilden«, beteiligen sich am »meet the artist!« nach dem Konzert und berichten an dieser Stelle über Ihre Erfahrungen.
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17.05.2013
Berufsbild Geräuschemacher
Welche Bedeutung Musik und Geräusche in einem Film haben, merkt man erst, wenn man einen Film einmal ohne Hintergrundmusik sieht. Das klingt dann plötzlich nackt und unvollständig.
Während der Film ohne die Musik nicht so richtig funktioniert, kann man die Musik ganz wunderbar auch ohne Film hören und sich dabei vorstellen, wie die Handlung im Film gerade ist – lustig, dramatisch, gruselig, ... Welche Instrumente Komponisten für welche Stimmungen bevorzugen und wieso die Musik diese Wirkung auf uns hat, wird in der Jekiz-Einführung zum Konzert des Philharmonia Orchestra am kommenden Freitag zu erfahren sein.
Aber wie ist das mit den Geräuschen im Film? Werden die auch vom Orchester gemacht? Nein. Dafür gibt es eigens Geräuschemacher. Wie und womit so ein Geräuschemacher arbeitet, erklärt die »Sendung mit der Maus« in diesem Beitrag.
20.04.2013
Ragas für Anfänger
Wie klingt eigentlich Indien? Diese Frage beantworteten nicht nur die vier Zeitinsel-Konzerte von Anoushka Shankar dem Publikum, sondern ihr ging auch ein Workshop für JeKi-Kinder auf den Grund, der Teil der Kooperation zwischen dem KONZERTHAUS DORTMUND und der Stiftung Jedem Kind ein Instrument war.
Da sind zunächst natürlich eine Menge unbekannter Instrumente vorzustellen – Tabla, Tenpura, Shehnai und natürlich die Sitar, bevor man sich mit dem Aufbau indischer Kompositionen beschäftigen kann. Wie eine indische Tonleiter klingen kann, konnten die Kinder im Workshop dann unter Anleitung der Flötistin Stephanie Bosch anhand des Ragas Bhupali selbst lernen.
Pünktlich zum Eintreffen von Anoushka Shankar und ihren Musikern, die als Special Guests dem Workshop einen Besuch abstatteten, hatten die Kinder den Raga präsentationsreif eingeübt und sangen ihn den Profis vor. Die wiederum beeindruckten anschließend mit einer kurzen Kostprobe ihrer Virtuosität, beantworteten Fragen und führten die JeKi-Kids in die indische Überlieferungstradition von Rhythmen anhand von Textsilben ein.
Gestärkt durch einen indischen Imbiss konnten die 25 Kinder schließlich als Experten mit ihren Eltern das Abschlusskonzert der Zeitinsel Anoushka Shankar Project besuchen.
17.04.2013
Einsaitige Holzkiste
Beim vierten Jekiz-Konzert der Saison mit Anoushka Shankar dreht sich alles um für uns exotische Instrumente aus Indien, besonders natürlich um die Sitar. Wie eine Sitar funktioniert und welche Instrumente bei dem dritten Zeitinsel-Abend mit dem Titel »A Raga-Flamenco Journey« noch eine Rolle spielen werden, erklärt wieder unser Jekiz-Scout Anne Kussmaul vierzig neugierigen Konzertbesuchern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren.
Das Prinzip einer Sitar kann man aber auch daheim noch einmal nachvollziehen, indem man sich ein Monochord bastelt. Monochord ist griechisch und heißt »Einsaiter«. Dieser Einsaiter ist also im Grunde eine Holzkiste mit einer Saite. Was ihr braucht, um euch ein Monochord zu basteln, seht ihr in dieser Anleitung.
04.02.2013
Aufs Horn gekommen
Bei der dritten Jekiz-Konzerteinführung zum Konzert des RSO Wien spielten die Hörner eine wichtige Rolle: Nicht nur, weil sie in Bruckners 4. Sinfonie so prominent zum Einsatz kommen, sondern auch weil sich die gesamte Horngruppe des Orchesters bereit erklärt hatte, direkt von der Anspielprobe zur Einführung im Orchesterprobenraum hinzuzustoßen und dort einige zentrale Passagen der Sinfonie mit ihren Instrumenten vorzustellen.
Dabei erfuhren die Kinder nicht nur, wie das Horn klingt, sondern auch, dass es im aufgerollten Zustand über 3 Meter lang ist. Um sich ein Horn ganz einfach selbst zu basteln braucht man allerdings nicht drei Meter Metallrohr, sondern nur ca. einen Meter Gartenschlauch, einen kleinen Joghurtbecher und Klebeband. Wie daraus ein Horn wird, ist auf der JeKi-Seite erklärt: Zur Bastelanleitung.
30.01.2013
Jede Menge Musik
Am kommenden Sonntag erwartet die 40 Kinder, die als »Jekiz« das Konzert des Radio-Symphonieorchester Wien besuchen, ein volles Programm: Beethovens »Leonoren«-Ouvertüre, Webers 1. Klarinettenkonzert und Bruckners 4. Sinfonie.
Wir wollen natürlich noch nichtso ganz verraten, was unser Jekiz-Scout Anne Kussmaul diesmal für die Kinder in petto hat und welche Überraschungsgäste vielleicht in der Einführung vorbei schauen, aber unbestritten ist, dass es eine Menge Musik geben wird. Wieviele Noten in Bruckners 4. Sinfonie gespielt werden, konnten wir leider nicht nachzählen. (Wenn ihr viel Zeit habt, zählt gerne selbst...) Aber wir haben mal verglichen, welches Instrument im ersten Satz der Sinfonie wieviele Takte zu spielen hat: Von 630 Takten hat die erste Violine nur 42 Takte Pause. Verglichen mit der Klarinette ganz schön wenig, wie man in dem Diagramm oben sehen kann...
26.10.2012
Von der Tarantel gestochen
Wie erklärt man Sonaten für Kinder? Jedenfalls nicht über die Sonatenhauptsatzform.
In der zweiten Jekiz-Konzerteinführung der Saison, zu dem Konzert der »Jungen Wilden« Vilde Frang, spielten Sonaten trotzdem eine wichtige Rolle – und zwar als »Klangstücke«, was Sonate im wörtlichsten Sinne bedeutet. Wie unterschiedlich kann der gleiche Ton auf einem Instrument klingen, wie unterschiedlich können zwei gleiche Instrumente (in diesem Fall Geigen) klingen und wie klingt eigentlich ein Spinnenbiss. Anlass zu dieser Frage gab Karol Szymanowskis Notturno und Tarantella op. 28, denn der bekannte Tanz Tarantella geht der Legende nach auf den Biss einer Tarantel zurück, deren Gift sich nur durch wildes Tanzen im Körper neutralisieren lässt. Den vehementen Tarantella-Rhythmus mit einem kleinen Merktext sieht man auch auf obiger Notenabbildung.
Nach diesen eher geigenbezogenen Fragen hatten die Jekiz-Kinder auch noch vor Konzertbeginn die Möglichkeit, selbst auf die Bühne zu gehen – zwar nicht, um dort aufzutreten, aber um dem Klavierstimmer bei seinen letzten Arbeitsschritten über die Schulter zu schauen und sich von ihm seine Aufgabe erklären zu lassen. Und im hellen Scheinwerferlicht konnten die kleinen Nachwuchsmusiker auch gleich erfahren, wie sich wenige Minuten später Vilde Frang und ihr Klavierpartner Michail Lifits vor dem Konzerthaus-Publikum fühlen würden.
09.10.2012
Trollsammlung
Heute waren die ersten Trolle in unserem Briefkasten!
Im Jekiz-Programmheft hatten wir den Kindern Platz gegeben, einen eigenen Troll zu malen und ihn uns anschließend als Postkarte zuzusenden. Nun freuen wir uns auf die Einsendung vieler unterschiedlicher Trollbilder, die wir hier zeigen möchten.
08.10.2012
Solveigs Lied
Ibsens Solveig wartet ihr Leben lang auf ihren Peer Gynt. Und während sie wartet singt sie. Das lernten gestern auch die Kinder in der Jekiz-Einführung und sangen selbst wie Solveig.
Wer Solveigs Lied zu Hause noch einmal nachsingen möchte, findet hier die Noten zum Download.
08.10.2012
Trolltänze und Oboentöne
Wie war sie denn nun, die erste Jekiz-Konzerteinführung? Was erwartete die Kinder?
Natürlich gab es eine kurze Zusammenfassung der Handlung von »Peer Gynt« – seinen Lügengeschichten, seiner Freundin Solveig, der Mutter Åse, dem Bergkönig und seiner Tochter, der schönen Anitra und Peers Heimkehr als alter Mann. Und weil diese Handlung in der Musik gut wiedererkennbar ist, gab es die passenden musikalischen Motive gleich dazu. Bei der Gelegenheit konnten die Kinder auch mit Hilfe von Bodypercussion gleich ausprobieren, wie sich wohl ein Troll bewegt und wie die zarte Solveig.
Kurz vor dem Konzert bekamen die »Jekize« außerdem Besuch von Chiara und Mitsuho. Die beiden MCO-Musikerinnen stellten mit ihrer Flöte und Oboe das Thema der ›Morgenstimmung‹ vor, erklärten, warum die Oboe in jedem Orchesterkonzert – egal, wo auf der Welt – vor Konzertbeginn einen bestimmten Ton spielt und wo die Kinder nachher im Orchester nach den beiden Ausschau halten sollten.
Zu guter Letzt erhielten auch die Kinder ein Programmheft. Natürlich kein Gewöhnliches, sondern ein spezielles Kinderprogramm – mit vielen Bildern und wenig Text, einem Memory zum Sammeln und Platz für eigene Bilder, auf die wir natürlich auch neugierig sind! Wenn uns also Trollzeichnungen oder andere Reaktionen auf das Konzert erreichen, werden sie hier zu bewundern sein.
05.10.2012
Gespannte Vorfreude
Die erste Jekiz-Einführung steht bevor und wir freuen uns über das große Interesse! Wir hätten über die 40 verfügbaren Plätze hinaus wohl locker 20 bis 30 weitere Kinder aufnehmen können, wenn die Kapazität das zuließe.
Nun sind wir gespannt, wie den »Jekizen« am Sonntag die Geschichte von Peer Gynt gefällt und welchen Eindruck die Musik macht, in der ja böse Trolle genauso ihr Unwesen treiben wie nette, hübsche Mädchen…




