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Junge-Wilde-Blog

Im Rahmen der Reihe »Junge Wilde« kooperiert das KONZERTHAUS DORTMUND in der Saison 2011|12 mit der TU Dortmund: Junge wilde Musiker treffen auf junge wilde Studenten. Die angehenden Musik- oder Kulturwissenschaftler, Musikpädagogen und Musikjournalisten begleiten die morgendlichen Schulbesuche der »Jungen Wilden«, beteiligen sich am »meet the artist!« nach dem Konzert und berichten an dieser Stelle über Ihre Erfahrungen.

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Dr. Jan Boecker

Leiter Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
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24.03.2014

Eiertanz

Wieviel der Pianist beim Liederabend zu tun hat, wird wohl leicht übersehen. Das konnten auch die Kinder bei der Jekiz-Einführung zum Liederabend mit Measha Brueggergosman und Justus Zeyen vom Pianisten persönlich erfahren: von zwei Händen voller Töne, die der Pianist manchmal gleichzeitig spielen muss, bis hin zur blitzschnellen Reaktion, wenn der Sänger sich einmal vertut, muss der Liedbegleiter alles im Griff haben.

 

Für die Veranschaulichung dessen, was im Klavier selbst passiert, wenn der Pianist voll in die Tasten greift, landeten gestern einige Blanko-Plastikostereier im Flügel. Was passiert, wenn man dann die Tasten drückt, zeigt das Video, in dem der Spezialist für präpariertes Klavier, Hauschka, zu Tischtennisbällen griff.

Präpariertes Klavier
Was passiert, wenn man am Klavier die Tasten drückt?

17.02.2014

Serielle Komposition leichtgemacht

Erwachsene könnten vielleicht meinen, komplexe Stücke wie Messiaens »Chronochromie« sind nichts für Kinder. Doch dass auch Kinder durchaus die Prinzipien einer seriellen Komposition verstehen und anwenden können, zeigten sie bei der Jekiz-Einführung zum MCO-Konzert mit Martin Grubinger: Passend zum Schlagwerk-Konzert des Abends trommelten sie auf Plastikkisten, die uns unser Sponsor Hellweg freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, und schufen durch unterschiedliche Laute eine eigene serielle Komposition. 

27.05.2013

Kino zum Selbermachen

Filmmusik war das Thema der letzten Jekiz-Einführung der Saison 2012|13 zum Konzert des Philharmonia Orchestra. Wie gut man sich auch ohne Film auf der Leinwand eine Stimmung oder Handlung zur Musik vorstellen kann, konnten die Kinder mit einem spontanen Impro-Schattentheater in der Einführung selbst ausprobieren. Während unser Jekiz-Scout Anne Kussmaul mit der Geige verschiedene Filmmusik-Passagen anspielte, überlegten sich die Kinder dazu selbst ein Geschehen.

 

Später im Konzertsaal waren sie schon geübt darin, sich einfach einen eigenen Film im Kopf zusammen zu fantasieren und selbst Filme wie »Psycho« oder »Star Wars« waren auf die Weise jugendfrei.

24.05.2013

Flöte statt Laserschwert

Bei der letzten Jekiz-Konzerteinführung dieser Saison geht es um jede Menge Filmmusik. Sicher kennt ihr einige der Melodien – vielleicht auch ohne die Filme dazu zu kennen.

 

Und wenn ihr jetzt selbst auch einmal Lust habt, diese Filmmusik nachzuspielen, ist das gar nicht so schwer. Ihr könntet beispielsweise mit euren Freunden ein kleines »Star Wars«-Orchester gründen.

Die Noten gibt es für verschiedene Instrumente im Internet, zum Beispiel für:

 

Violine

Flöte

Klarinette

Saxofon

Trompete

Posaune

17.05.2013

Berufsbild Geräuschemacher

Welche Bedeutung Musik und Geräusche in einem Film haben, merkt man erst, wenn man einen Film einmal ohne Hintergrundmusik sieht. Das klingt dann plötzlich nackt und unvollständig. 

 

Während der Film ohne die Musik nicht so richtig funktioniert, kann man die Musik ganz wunderbar auch ohne Film hören und sich dabei vorstellen, wie die Handlung im Film gerade ist – lustig, dramatisch, gruselig, ... Welche Instrumente Komponisten für welche Stimmungen bevorzugen und wieso die Musik diese Wirkung auf uns hat, wird in der Jekiz-Einführung zum Konzert des Philharmonia Orchestra am kommenden Freitag zu erfahren sein. 

 

Aber wie ist das mit den Geräuschen im Film? Werden die auch vom Orchester gemacht? Nein. Dafür gibt es eigens Geräuschemacher. Wie und womit so ein Geräuschemacher arbeitet, erklärt die »Sendung mit der Maus« in diesem Beitrag.

20.04.2013

Ragas für Anfänger

Wie klingt eigentlich Indien? Diese Frage beantworteten nicht nur die vier Zeitinsel-Konzerte von Anoushka Shankar dem Publikum, sondern ihr ging auch ein Workshop für JeKi-Kinder auf den Grund, der Teil der Kooperation zwischen dem KONZERTHAUS DORTMUND und der Stiftung Jedem Kind ein Instrument war. 

 

Da sind zunächst natürlich eine Menge unbekannter Instrumente vorzustellen – Tabla, Tenpura, Shehnai und natürlich die Sitar, bevor man sich mit dem Aufbau indischer Kompositionen beschäftigen kann. Wie eine indische Tonleiter klingen kann, konnten die Kinder im Workshop dann unter Anleitung der Flötistin Stephanie Bosch anhand des Ragas Bhupali selbst lernen. 

 

Pünktlich zum Eintreffen von Anoushka Shankar und ihren Musikern, die als Special Guests dem Workshop einen Besuch abstatteten, hatten die Kinder den Raga präsentationsreif eingeübt und sangen ihn den Profis vor. Die wiederum beeindruckten anschließend mit einer kurzen Kostprobe ihrer Virtuosität, beantworteten Fragen und führten die JeKi-Kids in die indische Überlieferungstradition von Rhythmen anhand von Textsilben ein.

 

Gestärkt durch einen indischen Imbiss konnten die 25 Kinder schließlich als Experten mit ihren Eltern das Abschlusskonzert der Zeitinsel Anoushka Shankar Project besuchen.

JeKi-Workshop mit Anoushka Shankar
»Fremde Klänge aus Indien« war der Titel des Workshops.

17.04.2013

Einsaitige Holzkiste

Beim vierten Jekiz-Konzert der Saison mit Anoushka Shankar dreht sich alles um für uns exotische Instrumente aus Indien, besonders natürlich um die Sitar. Wie eine Sitar funktioniert und welche Instrumente bei dem dritten Zeitinsel-Abend mit dem Titel »A Raga-Flamenco Journey« noch eine Rolle spielen werden, erklärt wieder unser Jekiz-Scout Anne Kussmaul vierzig neugierigen Konzertbesuchern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. 

 

Das Prinzip einer Sitar kann man aber auch daheim noch einmal nachvollziehen, indem man sich ein Monochord bastelt. Monochord ist griechisch und heißt »Einsaiter«. Dieser Einsaiter ist also im Grunde eine Holzkiste mit einer Saite. Was ihr braucht, um euch ein Monochord zu basteln, seht ihr in dieser Anleitung

04.02.2013

Aufs Horn gekommen

Bei der dritten Jekiz-Konzerteinführung zum Konzert des RSO Wien spielten die Hörner eine wichtige Rolle: Nicht nur, weil sie in Bruckners 4. Sinfonie so prominent zum Einsatz kommen, sondern auch weil sich die gesamte Horngruppe des Orchesters bereit erklärt hatte, direkt von der Anspielprobe zur Einführung im Orchesterprobenraum hinzuzustoßen und dort einige zentrale Passagen der Sinfonie mit ihren Instrumenten vorzustellen.

 

Dabei erfuhren die Kinder nicht nur, wie das Horn klingt, sondern auch, dass es im aufgerollten Zustand über 3 Meter lang ist. Um sich ein Horn ganz einfach selbst zu basteln braucht man allerdings nicht drei Meter Metallrohr, sondern nur ca. einen Meter Gartenschlauch, einen kleinen Joghurtbecher und Klebeband. Wie daraus ein Horn wird, ist auf der JeKi-Seite erklärt: Zur Bastelanleitung.

30.01.2013

Jede Menge Musik

Am kommenden Sonntag erwartet die 40 Kinder, die als »Jekiz« das Konzert des Radio-Symphonieorchester Wien besuchen, ein volles Programm: Beethovens »Leonoren«-Ouvertüre, Webers 1. Klarinettenkonzert und Bruckners 4. Sinfonie. 

 

Wir wollen natürlich noch nichtso ganz verraten, was unser Jekiz-Scout Anne Kussmaul diesmal für die Kinder in petto hat und welche Überraschungsgäste vielleicht in der Einführung vorbei schauen, aber unbestritten ist, dass es eine Menge Musik geben wird. Wieviele Noten in Bruckners 4. Sinfonie gespielt werden, konnten wir leider nicht nachzählen. (Wenn ihr viel Zeit habt, zählt gerne selbst...) Aber wir haben mal verglichen, welches Instrument im ersten Satz der Sinfonie wieviele Takte zu spielen hat: Von 630 Takten hat die erste Violine nur 42 Takte Pause. Verglichen mit der Klarinette ganz schön wenig, wie man in dem Diagramm oben sehen kann...

26.10.2012

Von der Tarantel gestochen

Wie erklärt man Sonaten für Kinder? Jedenfalls nicht über die Sonatenhauptsatzform. 

In der zweiten Jekiz-Konzerteinführung der Saison, zu dem Konzert der »Jungen Wilden« Vilde Frang, spielten Sonaten trotzdem eine wichtige Rolle – und zwar als »Klangstücke«, was Sonate im wörtlichsten Sinne bedeutet. Wie unterschiedlich kann der gleiche Ton auf einem Instrument klingen, wie unterschiedlich können zwei gleiche Instrumente (in diesem Fall Geigen) klingen und wie klingt eigentlich ein Spinnenbiss. Anlass zu dieser Frage gab Karol Szymanowskis Notturno und Tarantella op. 28, denn der bekannte Tanz Tarantella geht der Legende nach auf den Biss einer Tarantel zurück, deren Gift sich nur durch wildes Tanzen im Körper neutralisieren lässt. Den vehementen Tarantella-Rhythmus mit einem kleinen Merktext sieht man auch auf obiger Notenabbildung.

 

Nach diesen eher geigenbezogenen Fragen hatten die Jekiz-Kinder auch noch vor Konzertbeginn die Möglichkeit, selbst auf die Bühne zu gehen – zwar nicht, um dort aufzutreten, aber um dem Klavierstimmer bei seinen letzten Arbeitsschritten über die Schulter zu schauen und sich von ihm seine Aufgabe erklären zu lassen. Und im hellen Scheinwerferlicht konnten die kleinen Nachwuchsmusiker auch gleich erfahren, wie sich wenige Minuten später Vilde Frang und ihr Klavierpartner Michail Lifits vor dem Konzerthaus-Publikum fühlen würden.