Konzerthaus Dortmund Philharmonie für Westfalen

Abonnements 2009|2010

Orchesterzyklus I – MeisterkonzerteOrchesterzyklus II – Meisterkonzerte

Der Orchesterzyklus I glänzt auch in der Saison 2009|10 wieder mit meisterhaften Ensembles: Eröffnet wird die Reihe durch das älteste Orchester der Schweiz, das in Dortmund sein Mahler-Expertise präsentieren wird. Auch die Sächsische Staatskapelle Dresden ist ein Traditionsorchester und konnte sich zudem wieder einen der vorderen Plätze im »Gramophone«-Ranking der 20 weltbesten Sinfonieorchester sichern. Das Budapest Festival Orchestra hingegen ist ein vergleichsweise junges Ensemble, das nichtsdestoweniger ebenfalls in diesem Ranking zu finden ist. Das Mahler Chamber Orchestra wird in Dortmund erstmals unter der Leitung von Dirigenten-Altmeister Seiji Ozawa zu erleben sein, der sich schon lange wünscht, dieses hervorragende Orchester einmal leiten zu dürfen. Schließlich gibt sich Anne-Sophie Mutter wieder die Ehre und kommt in dieser Saison mit dem London Philharmonic Orchestra unter dem jungen Dirigenten Ludovic Morlot nach Dortmund. Den Abschluss macht der im Konzerthaus stets willkommene Valery Gergiev – in diesem Jahr in seiner Funktion als Chefdirigent des London Symphony Orchestra.

Der Orchesterzyklus II ist auch in der Saison 2009|10 wieder hochkarätig besetzt: Bereits die Saisoneröffnung mit dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons verspricht musikalische Höhenflüge. Mit dem Philharmonia Orchestra findet ein weiteres Londoner Spitzenensemble den Weg nach Dortmund; am Pult: Lorin Maazel. Endlich wird auch das New York Philharmonic, das traditionell zu den »Big Five« zählt, in Dortmund Station machen. Im März folgt dann die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, eines der besten Kammerorchester weltweit, das mit einer Gesamtaufnahme der Beethoven-Sinfonien begeisterte. Kurz darauf ist auch das City of Birmingham Symphony Orchestra wieder einmal zu Gast. Dirigent und Solistin sind zwei »junge« Bekannte: Andris Nelsons und Baiba Skride. Den Abschluss macht im Mai die Academy of St Martin in the Fields unter der Leitung von Pianist Murray Perahia.

Orchesterzyklus III – Symphonie um VierSolisten I – Meisterpianisten

Auch im vierten Jahr ihres Bestehens verspricht das innovative Prinzip der »Symphonie um Vier« Konzertgenuss für Groß und Klein. Den Auftakt macht eines der Stammorchester im KONZERTHAUS DORTMUND – das WDR Sinfonieorchester Köln spielt unter der Leitung von Herbert Blomstedt ein reines Brahms-Programm. Rein russisch geht es zu, wenn das St. Petersburg Philharmonic Werke von Prokofiew und Tschaikowsky interpretiert. Nach einem fulminanten »Feuerwerk« in der Saison 2008|09 kommt auch das Rotterdam Philharmonic Orchestra mit seinem jungen Chefdirigenten Yannick Nézet-Séguin erneut ins KONZERTHAUS DORTMUND und bringen mit dem Pianisten Jean-Yves Thibaudet Kompositionen von Ravel und Strauss auf die Konzerthausbühne. Zum Abschluss der Reihe weht ein skandinavisches Lüftchen durch die Philharmonie für Westfalen: das Stavanger Symphony Orchestra und Sopranistin Solveig Kringelborn widmen sich unter der Leitung von Steven Sloane Werken von Grieg, Sibelius und Schumann.

Die Meisterpianisten haben in der Saison 2009|10 nicht nur brilliante Musikalität und Virtuosität gemein, sondern widmen ihre Kunst dem Gedächtnis eines Komponisten, der das Klavierrepertoire wie kaum ein zweiter geprägt hat: Frédéric Chopin würde im Jahr 2010 seinen 200. Geburtstag feiern. Die fünf Meisterpianisten präsentieren Ausschnitte aus dem umfassenden Klavier-Œuvre des mit nur 39 Jahren verstorbenen Polen. Mit von der Partie sind in diesem Jahr Nikolai Lugansky, Pierre-Laurent Aimard, der in der vergangenen Saison bei der Messiaen-Zeitinsel begeisterte, Kit Armstrong – der neue Stern am Pianistenhimmel, Evgeni Koroliov sowie Yundi Li.

Solisten II – Höhepunkte der KammermusikSolisten III – »Junge Wilde«

Das KONZERTHAUS DORTMUND bietet nicht nur Raum für große Orchester- und Chorkonzerte, sondern eignet sich auch hervorragend für intime Kammerkonzerte. Gerne pflegen daher auch große Solisten ihre musikalischen Freundschaften in der Reihe Höhepunkte der Kammermusik. Den Anfang machen die Geschwister Christian und Tanja Tetzlaff (Violine und Cello) in Begleitung des Pianisten Leif-Ove Andsnes. Im Oktober folgen die ehemaligen »Jungen Wilden« Janine Jansen und Martin Fröst. Obwohl beide längst zu den weltweit gefragtesten Solisten zählen, nehmen sie sich gerne Zeit für das Musizieren im kleinen Kreis. Albrecht Mayer ist es gelungen, der Oboe zu neuer Aufmerksamkeit zu verhelfen, nun stellt er wenig bekannte Werke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert vor. Schließlich sind auch unsere Exklusivkünstler in dieser Reihe vertreten: Fazil Say mit einem Abend innerhalb der ihm gewidmeten Zeitinsel, bei dem auch die Uraufführung eines von ihm komponierten Kammermusikwerk auf dem Programm steht; und Renaud Capuçon im Duo mit seiner Landsmännin, der Pianistin Hélène Grimaud.

Seit drei Jahren präsentiert das KONZERTHAUS DORTMUND seine höchst erfolgreiche Reihe mit den acht »Jungen Wilden«. Mit Beginn der Saison 2009|10 steht eine neue Riege junger und wilder Musiker in den Startlöchern, die über die kommenden drei Jahre die ganze Vielfalt ihres Könnens präsentieren wird: Measha Brueggergosman (Sopran), Veronika Eberle (Violine), Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello), Pekka Kuusisto (Violine), Lise de la Salle (Klavier), Antoine Tamestit (Viola), Anna Vinnitskaya (Klavier) und Yuja Wang (Klavier). Diese acht jungen Musiker werden sich in den kommenden drei Spielzeiten im KONZERTHAUS DORTMUND in all ihrer Vielseitigkeit präsentieren – mit verschiedenen musikalischen Partnern und spannenden Konzertprogrammen.

Solisten IV – Zyklus StreichquartettGroße Stimmen I

Der Zyklus Streichquartett ist in der nunmehr dritten Saison seines Bestehens zu einer festen Institution geworden. Die Königsdisziplin der Kammermusik wird auch in der Saison 2009|10 von erstklassigen Ensembles vertreten. Die Reihe beginnt mit dem jungen spanischen Cuarteto Casals, das vor Musikalität nur so sprüht. Das Quartett gestaltet den Auftakt mit Werken von Mozart, Schostakowitsch und Beethoven. Das Auryn Quartett konzertiert bereits seit über 25 Jahren in unveränderter Besetzung und glänzt daher durch klangliche Ausgewogenheit und blindes musikalisches Verständnis. Das dritte Ensemble der Reihe, das Belcea Quartet, möchte das Dortmunder Publikum mit Beethoven und Szymanowski erobern. Exklusivkünstler Renaud Capuçon ist auch im Zyklus Streichquartett vertreten: mit seinem eigenen Quartett gestaltet er sein zweites Konzert in der Saison 2009|10. Den Abschluss macht das Tokyo String Quartet, das in seinem spannenden Programm Mozart und Schubert mit Samuel Barber kontrastiert.

Angesichts dieses Programms wird Freunden großer Oper das Herz aufgehen: Zum Auftakt der Reihe präsentieren wir Ihnen das Vorspiel und den 2. Akt der Oper »Tristan und Isolde« von Richard Wagner in einer konzertanten Aufführung. Waltraud Meier und Lance Ryan übernehmen die Titelpartien; damit konnten zwei der renommiertesten Wagner-Sänger unserer Zeit gewonnen werden. Nach diesem großformatigen Auftakt darf man in intimerer Atmosphäre Schuberts Wanderer auf seiner »Winterreise« folgen. Christine Schäfer hat mit einer von der Kritik bejubelten Aufnahme dieses Zyklus’ den Beweis angetreten, dass er keine ausschließliche Domäne tiefer Stimmen ist. Zur Krönung der Saison erwartet das Publikum schließlich Cecilia Bartoli mit ihrem Rollendebüt der »Norma« in Bellinis gleichnamiger Oper.

Große Stimmen IIChorklang

Auch im Zyklus Große Stimmen II präsentieren wir vokale Höhepunkte. Den Anfang macht die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova, die das Publikum im KONZERTHAUS DORTMUND bereits mehrfach zu Begeisterungsstürmen hinriss. Bei ihrem Arienabend im Dezember wird sie Arien aus Händel-Opern präsentieren, die einst für berühmte Kastraten wie Senesino und Carestini komponiert wurden. Eine Kapazität auf dem Gebiet der Liedinterpretation ist der Bariton Christian Gerhaher. Mit seiner nuancenreichen Stimme versteht er es, den Liedtext aufs Plastischste auszudeuten. Mit seinem langjährigen Partner am Klavier, Gerold Huber, hat er bereits alle maßgeblichen Liederzyklen auf CD eingespielt und dafür stets hymnische Kritiken geerntet. Auch diese Abo-Reihe beschließt die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli: Neben ihren herausragenden stimmlichen Fähigkeiten, ist die gebürtige Römerin bekannt für ihren historischen Spürsinn, der sie diesmal zu vergessenen Arien aus dem Italien des 18. Jahrhunderts führte.

Freunde des Chorgesangs kommen in den vier Konzerten des Abos Chorklang auch in der Saison 2009|10 auf ihre Kosten. Vier Vokalensembles der Spitzenklasse präsentieren ein vielseitiges Programm. Der Balthasar-Neumann-Chor und das gleichnamige Ensemble macht unter seinem Gründer Thomas Hengelbrock den Anfang. Unter dem Titel »Europa um 1730« stellt Hengelbrock mit seinen Musikern einen Querschnitt durch die europäische Chormusik dieser Zeit vor. Im Dezember folgt ein Kernstück der romantischen Chormusik, wenn Brahms’ Deutsches Requiem erklingt. In der Saison 2008|09 waren sie in der Zeitinsel zu Gast, als das Mariinsky-Theater St. Petersburg Puccinis »Turandot« zur Aufführung brachte. Nun kommt der hervorragende Chor dieses renommierten russischen Theaters erneut nach Dortmund. Den Abschluss des Chorklangs macht am Palmsonntag die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach.

Orgel im KonzerthausCabaret + Chanson

Als »Königin der Instrumente« gilt die Orgel – und mit Recht: Mit ihren zahlreichen Registern kann sie vom leisesten Pianissimo bis zum brausenden, erhabenen »organo pleno« einen Klangfarbenreichtum entfalten, der dem eines ganzen Sinfonieorchesters gleichkommt. »Sinfonisch« ist auch die Klais-Orgel des KONZERTHAUS DORTMUND. Ihre 53 Register und insgesamt 3565 Pfeifen – von der Viola da Gamba über das Gemshorn bis zum Bordun oder der Flaute dolce – eignen sich besonders gut für die Interpretation der romantisch-sinfonischen Orgelliteratur. In der Saison 2009|10 stellen vier hervorragende Organisten alle diese Vorzüge des Instrumentes heraus: Iveta Apkalna, Naji Hakim, Klaus Müller und Leo van Doeselaar.

Im Abo Cabaret + Chanson sind fünf Programme vereint, die nicht nur künstlerisch anspruchsvoll, sondern auch höchst unterhaltsam sind. Musiker, Kabarettisten und Musikkabarettisten unterhalten das Publikum auf vielfältigste Weise. Tim Fischer ist mit seinem neuen Programm »Gnadenlose Abrechnung« zu erleben, das ihm der großartige Georg Kreisler auf den Leib geschrieben hat. Hagen Rether spricht ernste Themen zu beiläufigen Klavierakkorden auf höchst zynische Weise an. Michael Quast und Sabine Fischmann nehmen sich Mozarts »Don Giovanni« vor und machen daraus eine moderne und höchst amüsante Tragikomödie. The Ukulele Orchestra of Great Britain lädt zu einer Zeit- und Genrereise durch die Welt der Musik ein, die sie sich mit ihren Bonsai-Gitarren zu Eigen machen. Schließlich machen Igudesman & Joo »Eine kleine Alptraummusik«, die die Lachmuskeln von Klassikfans wie Konzertverweigerern gleichermaßen strapaziert.

World MusicJAZZnights

In der Reihe World Music präsentiert das KONZERTHAUS DORTMUND fünf Künstler, die ihre Wurzeln auch musikalisch zum Ausdruck bringen. Dabei verschließen sie sich jedoch nicht vor den Entwicklungen in anderen Winkeln der Erde und verbinden verschiedene Stile auf ganz individuelle Weise: Musik ist der einzige Haupt-Exportartikel der Kapverdischen Inseln und keine vertritt die Melange aus afrikanischen Rhythmen, karibischer Lebensfreude und portugiesischer Schwermut wie Lura. Die Musik der mexikanisch-kanadischen Sängerin Lhasa aus Québec ist gleichzeitig vertraut und exotisch und in der Musik von Dhafer Youssef treffen jahrhundertealte arabische Musiktraditionen auf zeitgenössischen Jazz, Rock und Elektronika. Raul Paz verbindet kubanische Elemente mit Einflüssen verschiedener Stilrichtungen wie Reggae, Hip Hop, Funk und Pop. Souad Massi schließlich versteht es, in ihren Liedern typisch arabische Klänge mit Einflüssen wie Flamenco oder amerikanischem Folk Rock zu verschmelzen.

In den JAZZnights präsentiert das KONZERTHAUS DORTMUND erneut in Zusammenarbeit mit der Karsten Jahnke Konzertdirektion drei ausgewählte Top-Künstler der internationalen Jazzszene. Der legendäre Saxofonist Wayne Shorter, der schon mit Größen wie Carlos Santana und den Rolling Stones arbeitete, kommt mit seinem Quartett ins Konzerthaus. Es folgen Silje Nergaard und Wolfgang Haffner mit einem Doppelabend. Die norwegische Jazz-Ikone Nergaard wurde einst von Pat Metheny entdeckt, der nun den dritten Act der Reihe bildet. Der amerikanische Gitarrist und Komponist ist einer der innovativsten Jazz‑Musiker und seit 35 Jahren weltweit auf Tour.

Pop-Abo – Akustik-Pop im KONZERTHAUS DORTMUNDJazzToday

Das erste deutsche Pop-Abo hat sich etabliert und die Qualität der beteiligten Künstler herumgesprochen. Das KONZERTHAUS DORTMUND beweist damit, dass die ausgezeichnete Akustik des Saals nicht nur klassischen Konzerten dienlich ist, sondern dass auch Akustik-Pop darin wunderbar zur Geltung kommt. In der Saison 2008|09 gab es Akustik-Pop vom Feinsten: Nationale und internationale Künstler wie Tomte, Lambchop, Nouvelle Vague und José González haben den großen Konzerthaus-Saal zum Beben gebracht. In der vierten Spielzeit ist wieder Pop im Haus, und das auf höchstem Niveau. In fünf Konzerten geben sich Künstler aus u. a. Deutschland, Norwegen und Island die Klinke in die Hand. Wer mit seinen akustischen Instrumenten Halt in Dortmund macht, erfahren Sie auf dieser Seite und auf http://www.popabo.de/.Abonnenten, die ihr Abo nicht verlängern möchten, haben bis 30. August 2009 Zeit, ihr Abonnement zu kündigen. 

In der Reihe JazzToday können Sie an drei Abenden Jazz vom Feinsten erleben. Dabei ist der Name der Reihe Programm: Two Artists Present Today's Jazz. JazzToday zeigt Jazz im Doppelpack bestehend aus einem nationalen und einem internationalen Jazz-Act, die jeweils eine Hälfte des Programms bestreiten, aber auch gemeinsam spielen werden.

Festivals 2009|10

Zeitinsel I – Mahler Chamber OrchestraZeitinsel II – Fazil Say »Istanbul-Sinfonie«

Ein musikalisches Riesenprojekt, mit einem der interessantesten, experimentierfreudigsten und schlichtweg besten Orchester weltweit, nicht nur für ein Konzert, sondern über ganze drei Jahre hinweg – das ist es, wenn das Mahler Chamber Orchestra von nun an und für die kommenden drei Jahre seine einzige mitteleuropäische Residenz nach Nordrhein-Westfalen verlegt und seine Zelte im KONZERTHAUS DORTMUND sowie in den Philharmonien in Essen und Köln aufschlägt. Eine Kooperation dreier großer nordrhein-westfälischer Musik-Institutionen für das Land und seine musikliebende Bevölkerung. In der Saison 2009|10 präsentiert das KONZERTHAUS DORTMUND das Mahler Chamber Orchestra im Rahmen einer Zeitinsel mit drei Konzerten.

In der letzten Saison wurde das Feuer entfacht – jetzt lässt das Konzerthaus den Vulkan ausbrechen. Mal sieht er ganz friedlich aus, mal brodelt er, schließlich lässt er sich nicht mehr zurückhalten: Fazil Say tobt sich aus, als Pianist, Ideengeber, Grenzgänger, Komponist, Interpret in Klassik und Jazz. Die viertägige Zeitinsel Fazil Say – »Istanbul-Sinfonie« bietet den Platz dafür. In seiner Zeit als Exklusivkünstler ist auch Dortmund ein Stück Heimat für Fazil Say geworden. Die Zeitinsel ist gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss der Residenz am Konzerthaus.Als fester Bestandteil im Programm der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 dienen die vier Konzerte dem musikalischen und außermusikalischen Brückenbau: nicht nur Genre- und Stilgrenzen werden aufgehoben, auch Landesgrenzen werden überschritten, wenn das Zeitinsel-Programm im Herbst 2010 nach Istanbul, ebenfalls Kulturhauptstadt Europas 2010, reist.

Zeitinsel III – Porträt Cecilia Bartoli

Halbe Sachen kennt Cecilia Bartoli nicht. Entweder alles oder gar nichts; ihre Projekte sucht sie immer sehr sorgfältig aus. In der letzten Saison wurde sie im KONZERTHAUS DORTMUND schmerzhaft vermisst. Nun gibt es Cecilia Bartoli wieder, gleich an drei Abenden, und dieses Mal in einer spektakulären Partie: Cecilia Bartoli hat sich das KONZERTHAUS DORTMUND für ihr internationales Rollendebüt in Vincenzo Bellinis Oper »Norma« ausgesucht, in der sie am 29. Juni und 01. Juli 2010 zu hören und zu erleben sein wird. Denn pure Erlebnisse sind die Auftritte »der Bartoli«, die sich in ihre Rollen hineinlebt und hineinversetzt, allemal. Doch Cecilia Bartoli bedient sich in ihren Programmen nicht nur des üblichen Opern-Repertoires, sondern geht mit Vorliebe auf musikalische Spurensuche und konzertiert am liebsten mit kleinerbesetzten, authentischen, hochmusikalischen Ensembles. Mit diesen Experten widmet sich die berühmte Mezzosopranistin bislang weitgehend unbekannten italienischen Arien des 18. Jahrhunderts, die sie aufgespürt hat. Hier nun erst recht: So klingt nur Dortmund