Konzertinfos
Fr. 12.03.2010, 20:00 Uhr
Veranstalter:
Die Veranstaltung fand bereits statt.
Fazil Say & Friends – AUSVERKAUFT
Fazil Say
Geboren in Ankara, Türkei, studierte Fazil Say Klavier und Komposition am dortigen Staatlichen Konservatorium. Ein Stipendium ermöglichte es dem damals 17-Jährigen für fünf Jahre in Düsseldorf mit David Levine am Robert-Schumann-Institut zu arbeiten. Von 1992 bis 1995 setzte er seine Studien am Berliner Konservatorium fort. Fazil Say ist regelmäßig Gast beim New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Concertgebouw Orchestra, BBC Philharmonic, dem Orchestre National de France und anderen führenden Orchestern weltweit. Er spielte u. a. beim »Lucerne Festival«, beim »Klavierfestival Ruhr«, beim »Verbier Festival«, beim »Montpellier Festival«, bei den »Salzburger Festspielen«, sowie in allen führenden Konzerthallen der Welt wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein Wien, der Suntory Hall Tokyo, der Carnegie Hall u. v. a.. Mit Maxim Vengerov ging er 2004 auf Tournee in Europa und den USA und 2006 gründete er zusammen mit der außergewöhnlichen Geigerin Patricia Kopatchinskaja ein Duo. Außerdem ist er als versierter Jazz-Interpret bekannt und regelmäßig z. B. beim »Montreux Jazz Festival« zu Gast.
Fazil Say ist gleichermaßen Komponist wie Pianist. 1991 hob er sein Konzert für Klavier und Violine aus der Taufe, gefolgt von seinem zweiten Klavierkonzert »Silk Road« 1996. Sein Oratorium »Nazim« wurde 2001 in Ankara uraufgeführt. Zahlreiche Kompositionen folgten: 2002 das Klavierkonzert Nr. 3, 2003 das Oratorium »Requiem für Metin Altiok« und 2005 das Klavierkonzert Nr. 4. Im selben Jahr komponierte Fazil Say außerdem seine erste Filmmusik, gefolgt von weiteren Soundtracks für türkische und japanische Filme. Das von der Stadt Wien in Auftrag gegebene Ballett »Patara« hatte seine Uraufführung 2006. Im Februar 2008 fand die Uraufführung seines Violinkonzertes »1001 Nacht im Harem« mit Patricia Kopatchinskaja in Luzern statt.
Fazil Says Diskographie umfasst Gershwin’s »Rhapsody in Blue« mit dem New York Philharmonic und Kurt Masur, ein Bach-Recital, and Strawinskys Arrangement von »Le Sacre du Printemps« für vier Hände (eine Aufnahme in der Say beide Parts spielt). Neben zahlreichen internationalen Auszeichnungen wurde diese Einspielung 2001 mit dem »ECHO Klassik« und dem »Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik« ausgezeichnet. Seine erste Aufnahme bei dem französischen Label Naïve ist ausschließlich eigenen Werken gewidmet. Die Zweite enthält drei Mozart-Konzerte mit dem Zürcher Kammerorchester unter Howard Griffiths. 2005 wurde eine CD mit Sonaten von Ludwig van Beethoven veröffentlicht, gefolgt von einer CD mit Haydn-Sonaten 2007. Im Herbst 2008 erschien das neue Violinkonzert »1001 Nacht im Harem« in der Luzerner Uraufführung sowie eine Recital-CD mit Patricia Kopatchinskaja, für die beide Künstler 2009 mit dem renommierten deutschen Schallplattenpreis »ECHO Klassik« 2009 ausgezeichnet wurden.Im Herbst 2006 unterschrieb Fazil Say einen zeitlich unbegrenzten Exklusivvertrag mit Schott Music Publishers in Mainz.
»Arte« drehte im Sommer 2005 ein großes Porträt in Istanbul, Aspendos und anderen Orten, das 2006 ausgestrahlt wurde. Die DVD-Veröffentlichung des Porträts erschien im April 2008 bei Arthaus. In Aspendos entstand 2005 eine DVD-Produktion seines Chor-/Orchesterwerks »Nazim«, die im Herbst 2006 veröffentlicht wurde.
2008 wurde Fazil Say von der EU zum Botschafter des interkulturellen Dialogs ernannt.
Im März 2010 endet die fünfjährige Exklusivkünstlerschaft beim KONZERTHAUS DORTMUND mit der Uraufführung der ersten Sinfonie »Istanbul-Sinfonie«, einem Auftragswerk des KONZERTHAUS DORTMUND und des WDR Köln im Zusammenhang mit RUHR.2010. Im Mai 2010 startet Fazil Say als Artist-in-Residence der Elbphilharmonie Hamburg mit einem einwöchigen Say-Festival. Zuvor ist er Artist-in-Residence am Chatelet in Paris, ebenfalls mit einem eigenen Festival. Eine weitere Residency über fünf Tage ist im Herbst in Meran bei den dortigen Festwochen, ehe im September die große Residency des Konzerthauses Berlin beginnt, die zwölf Konzerte in der Saison 2010/11 vorsieht. Hinzu kommt 2010 ein Fazil-Say-Porträt des Festivals Mecklenburg-Vorpommern mit mehreren Konzerten und dem Höhepunkt der Weltpremiere seines neuen Trompetenkonzerts. 2010 wird Say erneut mit drei Konzerten bei den »Salzburger Festspielen« vertreten sein, sowie beim »Rheingau Musik Festival«, beim Festival in Baden-Baden, beim »Benedetti-Michelangeli-Festival« in Italien, beim »Menuhin Festival Gstaad«, bei »Corégies d’Orange«, »Festival International Echternach«, bei den »Festspielen Mecklenburg-Vorpommern«, beim »Athen-Festival«, den »Abu Dhabi Classics« u. v. a. Tourneen führen ihn u. a. für drei Wochen nach Japan und China sowie Frankreich, Spanien und andere Länder. Beim Festival in Baden-Baden wird er in einer Fazil-Say-Night im Februar 2010 vier Klavierkonzerte von Ravel, Mozart, Gershwin und Say mit dem Mahler Chamber Orchestra spielen.
Weitere Informationen unter http://www.fazilsay.net
Patricia Kopatchinskaja
Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldawien geboren. Beide Eltern sind Musiker. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern.
Im Jahr 2000 gewann sie den »Internationalen Henryk-Szeryng-Wettbewerb« in Mexico, 2002 den hochdotierten »International Credit Suisse Group Young Artist Award«. 2002/03 vertrat sie Österreich in der Konzertreihe »Rising Stars« mit Auftritten in vielen Weltmetropolen. 2004 wurde ihr der »New Talent – SPP Foundation Award« der European Broadcasting Union (EBU) verliehen und 2006 der »Förderpreis Deutschlandfunk«. Ihre Tournée als Gastdirigentin und Solistin mit dem Australian Chamber Orchestra wurde von den Lesern des australischen »Limelight Magazine« zur besten Kammermusikproduktion 2007 gewählt.
Patricia Kopatchinskaja war Solistin bei vielen führenden Orchestern, darunter die Wiener Philharmoniker, das Philharmonia Orchestra London, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Mahler Chamber Orchestra, das Orchestre des Champs-Ếlysées und das NHK Symphony Orchestra Tokyo, und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Vladimir Fedoseyev, Philippe Herreweghe, Mariss Jansons, Neeme und Paavo Järvi, Andris Nelsons, Roger Norrington und Sakari Oramo. Sie hat in bedeutenden Konzertsälen gespielt (unter anderen Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Musikverein und Konzerthaus Wien, Mozarteum Salzburg, Berliner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall und Royal Festival Hall London) und trat bei den »Salzburger Festspielen«, dem »Menuhinfestival Gstaad«, beim »Lissabon-Festival«, den »Bregenzer Festspielen«, dem »Musikfest Bremen« und vielen anderen auf.
Im Rahmen eines langfristigen Vertrags mit dem französischen Label naïve erschienen bereits CDs mit Duo-Partner Fazil Say und der Mitschnitt der Uraufführung von Says Violinkonzert. Frühere CDs dokumentieren Werke der Zeitgenossen Johanna Doderer, Nikolai Korndorf, Dmitri Smirnov und Boris Yoffe. Eine weitere CD ist drei zeitgenössischen österreichischen Violinkonzerten gewidmet (Zykan, Kühr, Resch).
Patricia Kopatchinskaja spielt eine Violine von Pressenda 1834. Sie ist Goodwill-Botschafterin der Stiftung »Terre des Hommes« und unterstützt damit speziell Hilfsprojekte für Not leidende Kinder in Moldawien.
Burhan Öçal
So arbeitete er bereits früh mit den Schweizer Jazzmusikern Pierre Favre und George Gruntz zusammen, mit der portugiesischen Pianistin Maria João Pires oder mit dem legendären Gründer von Weather Report, Joe Zawinul. Rund zehn Jahre nahm er Teil an Zawinuls sinfonischem Jazzprojekt, Jahre, die Öçal nachhaltig prägten.
In diese Zeit fiel die Gründung von Öçals erster funkiger Jazzband, der sich erste Plattenaufnahmen anschlossen. Nie hat er jedoch seine Wurzeln vergessen. In den über 16 Jahren seit seiner Gründung hat das Istanbul Oriental Ensemble in zahlreichen Ländern gastiert und wurde mehrfach mit Schallplattenpreisen, u. a. dem »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, ausgezeichnet. In diese Zeit fielen auch zahlreiche Auftritte mit Sting und Konzerttourneen durch die USA, u. a. mit dem Kronos-Quartett oder mit dem Gitarristen Eliot Fisk, mit dem Burhan über viele Jahre hinweg als Duo in Europa und Amerika gastierte. Mit dem amerikanischen Baßgitarristen und Freund Jamaaladeen Tacuma veröffentlichte er ein wichtiges Album »Alla turca«, beim »Festival International de Jazz de Montréal« verstand er es, 150 000 Menschen in den Bann zu ziehen. Er ist darüber hinaus regelmäßiger Gast beim »Montreux Jazz Festival« und hat dort kürzlich im neu gebildeten Trio mit Fazil Say und Patricia Kopatchinskaja mit größtem Erfolg gespielt. Michel Comte, Paco de Lucia oder Andreas Vollenweider sind nur einige weitere Partner, mit denen er auf der Bühne stand.
Vielfache Auftritte bei den Jazzfestivals von Montreux, Montreal, Rom, Paris, Chicago, Berlin, Istanbul, Wien, Moskau oder beim Womad World Music Festival sind weitere Stationen einer singulären Musikerkarriere. Als reiche dies alles nicht, ist Öçal auch in seiner Heimat ein bekannter und anerkannter Filmschauspieler, Hauptdarsteller in Spielfilmen und TV-Filmen.
Mit seiner Gruppe Trakya All Stars Band arbeitet er noch über die kommenden zehn Jahre an einem »Sultan«-Projekt von 36 CDs, das je eine CD einem Sultan widmet. Mit Howard Griffiths und dem Zürcher Kammerorchester hat er eine Reihe seiner Kompositionen für »Oriental Ensemble« und Orchester eingespielt. Er war Gast zahlreicher internationaler Orchester und konzertierte in Europa, Asien, Nordafrika, im Mittleren Osten, in Süd- und Nordamerika. 2009/10 gastiert er u. a. mit Fazil Say und Patricia Kopatchinskaja in Tokyo, Paris, Dortmund, Bremen, Köln und vielen anderen Städten.
Wolfgang Amadeus Mozart
Zwölf Variationen für Klavier über »Ah, vous dirai-je, Maman« C-Dur KV 265
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Klavier A-Dur KV 331
»Alla Turca«
Fazil Say
»Black Earth« für Klavier solo
Fazil Say
Sonate für Violine und Klavier op. 7
Maurice Ravel
Blues aus der Sonate für Violine und Klavier G-Dur
Jorge Sánchez-Chiong
Crin für Violine solo
Ulvi Cemal Erkin
»Duyuşlar« (»Eindrücke«) für Klavier solo
Fazil Say
»Summertime« (nach George Gershwin)
Fantasie für Klavier solo
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze Sz 56
Transkription für Violine und Klavier von Zoltán Székely
Improvisation für Darbuka solo
Dave Brubeck
10/8 (»Take 5«)
für Klavier und Perkussion
Dave Brubeck
»Blue Rondo a la Turk«
für Klavier und Perkussion
Fazil Say
Drei Jazz-Fantasien für Klavier, Violine und Perkussion
»Paganini Jazz« • »Alla Turca Jazz« • »Für Elise Jazz«
Konzert mit dem Exklusivkünstler des KONZERTHAUS DORTMUND, Fazil Say im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.