Konzertinfos
Sa. 13.03.2010, 20:00 Uhr
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND in Zusammenarbeit mit dem WDR
Die Veranstaltung fand bereits statt.
Istanbul-Sinfonie – AUSVERKAUFT
WDR Sinfonieorchester Köln
Das 1947 entstandene WDR Sinfonieorchester Köln zählt zu den international renommierten Sinfonieorchestern. Seinen hervorragenden Ruf erwarb es sich in Zusammenarbeit mit den Chefdirigenten Christoph von Dohnányi, Zdeněk Mácal, Hiroshi Wakasugi, Gary Bertini, Hans Vonk und Semyon Bychkov. Daneben standen so namhafte Gastdirigenten wie Claudio Abbado, Karl Böhm, Fritz Busch, Herbert von Karajan, Erich Kleiber, Otto Klemperer, Lorin Maazel, Sir André Previn, Zubin Mehta, Sir Georg Solti und Günter Wand am Pult des Orchesters. Eindrucksvolle Belege für den außerordentlichen Rang des WDR Sinfonieorchesters Köln und seine stilistische Vielseitigkeit sind die erfolgreichen Konzertreisen durch Europa, Russland, Japan, China, die USA und Südamerika sowie die regelmäßigen Radio- und Fernsehübertragungen und die zahlreichen Schallplatteneinspielungen, die musikalische Maßstäbe setzten.
Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires machte sich das WDR Sinfonieorchester Köln vor allem durch seine Interpretationen der Musik des 20. Jahrhunderts einen Namen. Luciano Berio, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, Krzysztof Penderecki, Igor Strawinsky, Karlheinz Stockhausen und Bernd Alois Zimmermann gehören zu den zeitgenössischen Komponisten, die ihre Werke mit dem WDR Sinfonieorchester Köln aufführten.
Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln ist seit der Saison 1997/98 Semyon Bychkov. Unter seiner Leitung hat sich das Profil des Orchesters weiter geschärft. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen mit Werken von Richard Strauss, Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch, Gustav Mahler, Sergej Rachmaninow und Richard Wagner zeugen von der besonderen Qualität der 12-jährigen musikalischen Partnerschaft. Die unter Semyon Bychkovs Leitung entstandene Aufnahme von Richard Strauss’ Einakter »Daphne« mit dem WDR Sinfonieorchester Köln erhielt den »ECHO Klassik« 2006 als »Operneinspielung des Jahres«. Anfang 2008 wurde die Produktion der Dvořák-Oper »Der König und der Köhler« mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Gerd Albrecht mit dem »MIDEM Classical Award« ausgezeichnet. Die CD-Produktion »Canto di speranza« mit Werken von Bernd Alois Zimmermann unter der Leitung von Heinz Holliger erhielt Anfang 2009 den renommierten Preis »Diapason d’Or«.
Der Finne Jukka-Pekka Saraste wird mit Beginn der Spielzeit 2010/11 neuer Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln und folgt damit Semyon Bychkov nach 13-jähriger Amtszeit.
Howard Griffiths
Howard Griffiths wurde in England geboren und studierte am Royal College of Music in London. Seit 1981 lebt er in der Schweiz. Howard Griffiths ist seit der Saison 2007/08 neuer Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters. Vorher war er zehn Jahre lang Künstlerischer Leiter des Zürcher Kammerorchesters (ZKO), dessen lange und ausgezeichnete Tradition er in jeder Beziehung erfolgreich weiter geführt hat. Howard Griffiths tritt weltweit als Gastdirigent mit vielen führenden Orchestern auf: dazu gehören das Royal Philharmonic Orchestra London, das Orchestre National de France, das Tschaikowsky Sinfonieorchester des Moskauer Radios, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die London Mozart Players, die Northern Sinfonia, das Orquesta Nacional de España sowie verschiedene Rundfunkorchester in Deutschland wie die NDR-Radiophilarmonie und das WDR Sinfonieorchester. Howard Griffiths musiziert mit zahlreichen renommierten Künstlerinnen und Künstlern, wie unter anderem mit Maurice André, Kathleen Battle, Joshua Bell, Rudolf Buchbinder, Sir James Galway, Bruno Leonardo Gelber, Evelyn Glennie, Edita Gruberova, Mischa Maisky, Olli Mustonen, Güher und Süher Pekinel, Mikhail Pletnev, Julian Rachlin, Vadim Repin, Maria João Pires, Fazil Say, Gil Shaham und Thomas Zehetmair. Abgesehen von der Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und Orchestern ist Howard Griffiths äusserst engagiert in der Unterstützung und Förderung junger Musikerinnen und Musiker, z. B. als Künstlerischer Leiter der Orpheum Stiftung.
Howard Griffiths ist immer wieder für neue, aussergewöhnliche Projekt zu begeistern: so führte er mit dem Sinfonieorchester Basel Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die »Sinfonie der Tausend« mit über tausend Mitwirkenden auf; mit verschiedenen Orchestern zusammen entstanden erfolgreiche Crossover-Projekte und er führte mit dem ZKO die Original-Musik zu Filmen von Charles Chaplin live zur Film-Projektion auf Grossleinwand auf.
Über siebzig CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels zeugen von Howard Griffiths' breitem künstlerischen Spektrum. Sie enthalten zum Beispiel Werke von zeitgenössischen schweizerischen und türkischen Komponisten sowie Ersteinspielungen von wieder entdeckter Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Viele seiner CDs wurden mit international renommierten Preisen ausgezeichnet. Seine Aufnahmen aller acht Sinfonien des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries haben von der Kritik weltweit grosses Lob erhalten. In der jährlichen »New Year's Honours List«, die Queen Elizabeth II jeweils zum Neujahrstag bekannt gibt, wurde Howard Griffiths 2006 wegen seiner Verdienste um das Musikleben in der Schweiz zum »Member of the British Empire« (MBE) ernannt.
Fazil Say
Geboren in Ankara, Türkei, studierte Fazil Say Klavier und Komposition am dortigen Staatlichen Konservatorium. Ein Stipendium ermöglichte es dem damals 17-Jährigen für fünf Jahre in Düsseldorf mit David Levine am Robert-Schumann-Institut zu arbeiten. Von 1992 bis 1995 setzte er seine Studien am Berliner Konservatorium fort. Fazil Say ist regelmäßig Gast beim New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Concertgebouw Orchestra, BBC Philharmonic, dem Orchestre National de France und anderen führenden Orchestern weltweit. Er spielte u. a. beim »Lucerne Festival«, beim »Klavierfestival Ruhr«, beim »Verbier Festival«, beim »Montpellier Festival«, bei den »Salzburger Festspielen«, sowie in allen führenden Konzerthallen der Welt wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein Wien, der Suntory Hall Tokyo, der Carnegie Hall u. v. a.. Mit Maxim Vengerov ging er 2004 auf Tournee in Europa und den USA und 2006 gründete er zusammen mit der außergewöhnlichen Geigerin Patricia Kopatchinskaja ein Duo. Außerdem ist er als versierter Jazz-Interpret bekannt und regelmäßig z. B. beim »Montreux Jazz Festival« zu Gast.
Fazil Say ist gleichermaßen Komponist wie Pianist. 1991 hob er sein Konzert für Klavier und Violine aus der Taufe, gefolgt von seinem zweiten Klavierkonzert »Silk Road« 1996. Sein Oratorium »Nazim« wurde 2001 in Ankara uraufgeführt. Zahlreiche Kompositionen folgten: 2002 das Klavierkonzert Nr. 3, 2003 das Oratorium »Requiem für Metin Altiok« und 2005 das Klavierkonzert Nr. 4. Im selben Jahr komponierte Fazil Say außerdem seine erste Filmmusik, gefolgt von weiteren Soundtracks für türkische und japanische Filme. Das von der Stadt Wien in Auftrag gegebene Ballett »Patara« hatte seine Uraufführung 2006. Im Februar 2008 fand die Uraufführung seines Violinkonzertes »1001 Nacht im Harem« mit Patricia Kopatchinskaja in Luzern statt.
Fazil Says Diskographie umfasst Gershwin’s »Rhapsody in Blue« mit dem New York Philharmonic und Kurt Masur, ein Bach-Recital, and Strawinskys Arrangement von »Le Sacre du Printemps« für vier Hände (eine Aufnahme in der Say beide Parts spielt). Neben zahlreichen internationalen Auszeichnungen wurde diese Einspielung 2001 mit dem »ECHO Klassik« und dem »Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik« ausgezeichnet. Seine erste Aufnahme bei dem französischen Label Naïve ist ausschließlich eigenen Werken gewidmet. Die Zweite enthält drei Mozart-Konzerte mit dem Zürcher Kammerorchester unter Howard Griffiths. 2005 wurde eine CD mit Sonaten von Ludwig van Beethoven veröffentlicht, gefolgt von einer CD mit Haydn-Sonaten 2007. Im Herbst 2008 erschien das neue Violinkonzert »1001 Nacht im Harem« in der Luzerner Uraufführung sowie eine Recital-CD mit Patricia Kopatchinskaja, für die beide Künstler 2009 mit dem renommierten deutschen Schallplattenpreis »ECHO Klassik« 2009 ausgezeichnet wurden.Im Herbst 2006 unterschrieb Fazil Say einen zeitlich unbegrenzten Exklusivvertrag mit Schott Music Publishers in Mainz.
»Arte« drehte im Sommer 2005 ein großes Porträt in Istanbul, Aspendos und anderen Orten, das 2006 ausgestrahlt wurde. Die DVD-Veröffentlichung des Porträts erschien im April 2008 bei Arthaus. In Aspendos entstand 2005 eine DVD-Produktion seines Chor-/Orchesterwerks »Nazim«, die im Herbst 2006 veröffentlicht wurde.
2008 wurde Fazil Say von der EU zum Botschafter des interkulturellen Dialogs ernannt.
Im März 2010 endet die fünfjährige Exklusivkünstlerschaft beim KONZERTHAUS DORTMUND mit der Uraufführung der ersten Sinfonie »Istanbul-Sinfonie«, einem Auftragswerk des KONZERTHAUS DORTMUND und des WDR Köln im Zusammenhang mit RUHR.2010. Im Mai 2010 startet Fazil Say als Artist-in-Residence der Elbphilharmonie Hamburg mit einem einwöchigen Say-Festival. Zuvor ist er Artist-in-Residence am Chatelet in Paris, ebenfalls mit einem eigenen Festival. Eine weitere Residency über fünf Tage ist im Herbst in Meran bei den dortigen Festwochen, ehe im September die große Residency des Konzerthauses Berlin beginnt, die zwölf Konzerte in der Saison 2010/11 vorsieht. Hinzu kommt 2010 ein Fazil-Say-Porträt des Festivals Mecklenburg-Vorpommern mit mehreren Konzerten und dem Höhepunkt der Weltpremiere seines neuen Trompetenkonzerts. 2010 wird Say erneut mit drei Konzerten bei den »Salzburger Festspielen« vertreten sein, sowie beim »Rheingau Musik Festival«, beim Festival in Baden-Baden, beim »Benedetti-Michelangeli-Festival« in Italien, beim »Menuhin Festival Gstaad«, bei »Corégies d’Orange«, »Festival International Echternach«, bei den »Festspielen Mecklenburg-Vorpommern«, beim »Athen-Festival«, den »Abu Dhabi Classics« u. v. a. Tourneen führen ihn u. a. für drei Wochen nach Japan und China sowie Frankreich, Spanien und andere Länder. Beim Festival in Baden-Baden wird er in einer Fazil-Say-Night im Februar 2010 vier Klavierkonzerte von Ravel, Mozart, Gershwin und Say mit dem Mahler Chamber Orchestra spielen.
Weitere Informationen unter http://www.fazilsay.net
Leonard Bernstein
Ouvertüre zu »Candide«
George Gershwin
Variationen über »I Got Rhythm«
für Klavier und Orchester
George Gershwin
»Rhapsody in Blue«
Fazil Say
»Istanbul-Sinfonie« (Uraufführung)
Auftragskomposition des KONZERTHAUS DORTMUND und des WDR
Einführungsgespräch mit Intendant Benedikt Stampa und Bernhard Pfau (Schott-Verlag) um 19.00 Uhr im Komponistenfoyer – Eintritt frei
Konzert mit dem Exklusivkünstler des KONZERTHAUS DORTMUND, Fazil Say im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.