Konzertinfos
Fr. 26.03.2010, 20:00 Uhr
Veranstalter:
Die Veranstaltung fand bereits statt.
London Philharmonic Orchestra – Anne-Sophie Mutter – AUSVERKAUFT
Ludovic Morlot
Bemerkenswerte Auftritte hatte Ludovic Morlot in jüngerer Zeit mit dem Toronto Symphony, dem Budapest Festival Orchestra, dem Dallas Symphony, dem Seoul Philharmonic wie auch mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France. Er hat mit vielen herausragenden Solisten wie Christian Tetzlaff, Gil Shaham, Renaud Capuçon, Lynn Harrell, Frank Peter Zimmermann, Emanuel Ax und Jessye Norman zusammengearbeitet.
Seit 2001 pflegt Ludovic Morlot eine enge Verbindung zum Boston Symphony Orchestra. Er war Stipendiat der Seiji Ozawa Fellowship im Tanglewood Music Center und wirkte danach als Assistant Conductor des Orchesters unter Music Director James Levine. Seither hat er das Ensemble bei vielen öffentlichen Konzerten in Boston und Tanglewood dirigiert und ist auch in der Saison 2009/2010 wieder dort tätig. Unter David Robertson war Ludovic Morlot Conductor in residence beim Orchestre National de Lyon.
Ludovic Morlot studierte Violine an der Londoner Royal Academy of Music und im Rahmen eines Stipendiums der Norman del Mar Conducting Fellowship am Royal College of Music. Im Jahre 2007 wurde er für seine bedeutenden musikalischen Verdienste zum Mitglied der Royal Academy of Music ernannt.
Anne-Sophie Mutter
Anne-Sophie Mutter gehört seit über drei Jahrzehnten zu den großen Geigenvirtuosen unserer Zeit. Die im badischen Rheinfelden geborene Violinistin begann ihre internationale Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern. Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den »Pfingstkonzerten Salzburg« unter der Leitung von Herbert von Karajan auf. Seitdem konzertiert Anne-Sophie Mutter weltweit in allen bedeutenden Musikzentren. Neben der Aufführung großer traditioneller Werke stellt sie ihrem Publikum immer wieder Repertoire-Neuland vor. Kammermusik und orchestrale Werke stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Anne-Sophie Mutter nutzt ihre Popularität für Benefizprojekte und die Förderung musikalischen Spitzennachwuchses.
2010 konzertiert Anne-Sophie Mutter in Asien, Europa und Nordamerika – mit vielfältigen musikalischen Schwerpunkten: Gubaidulinas »In tempus praesens« führt sie erstmals in Japan, Kanada und Russland auf; Brahms’ Violinkonzert spielt sie auf Tourneen durch die USA und Europa mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck sowie mit dem London Philharmonic Orchestra unter Ludovic Morlot; die Violinsonaten von Johannes Brahms bringt Anne-Sophie Mutter gemeinsam mit Lambert Orkis in Japan und Taiwan auf die Konzertbühne. Auf einer Tournee durch Europa spielen die beiden Werke von Brahms, Debussy, Mendelssohn und Sarasate. Bei einer weiteren USA-Tournee führt die Geigerin in einer kammermusikalischen Besetzung der Extraklasse gemeinsam mit Yuri Bashmet und Lynn Harrell Beethoven-Streichtrios auf.
Beim »Rheingau Musik Festival« ist Anne-Sophie Mutter Artist in Residence und spielt zwei Konzerte mit dem hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Paavo Järvi. Auf dem Programm stehen die Violinkonzerte von Beethoven und Mendelssohn. Auch bei der New Yorker Konzertsaison 2010/11 genießt Anne-Sophie Mutter den Status des Artist in Residence und präsentiert ihrem Publikum drei verschiedene Konzertprogramme, darunter zwei Weltpremieren: Im November verbindet sie die Mozart-Violinkonzerte KV 207, 216 und 219 mit der Uraufführung von Wolfgang Rihms »Lichtes Spiel«, begleitet vom New York Philharmonic unter der Leitung von Michael Francis. Im April 2011 wird dann in New York erstmals Gubaidulinas »In tempus praesens« zu hören sein und im Juni 2011 folgt eine Beethoven-Romanze, verbunden mit der Weltpremiere von Sebastian Curriers »Time Machines«. Neben diesen großen thematischen Schwerpunkten stehen u. a. die Violinkonzerte von Beethoven, Dvořák und Mendelssohn, »Sur le même accord« von Henri Dutilleux sowie »Gesungene Zeit« von Wolfgang Rihm 2010 auf dem Programm der Geigerin, das sie mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, dem Orquesta de Cámara Andrés Segovia, dem Shanghai Symphony Orchestra, dem Taiwan Symphony Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern gestaltet. Ihre Partner am Dirigentenpult sind Pablo Gonzáles, Valery Gergiev, Riccardo Chailly, Riccardo Muti und Kent Nagano.
Für ihre zahlreichen Plattenaufnahmen erhielt Anne-Sophie Mutter unter anderem den »Deutschen Schallplattenpreis«, den »Record Academy Prize«, den »Grand Prix du Disque«, den »Internationalen Schallplattenpreis« sowie mehrere »Grammys«. Zum Mendelssohn-Gedenkjahr 2009 würdigte Anne-Sophie Mutter den Komponisten mit einer sehr persönlichen Hommage, bei der sich Solo-Konzertrepertoire und Kammermusik auf CD und DVD vereinen: die Violinsonate in F-Dur von 1838, das ein Jahr später vollendete Klaviertrio in d-moll und das Violinkonzert e-moll von 1845. Anfang März 2010 erschien bei der Deutschen Grammophon ihre Einspielung von Brahms’ Violinsonaten mit Lambert Orkis.
Ein besonderes Interesse der Künstlerin gilt der zeitgenössischen Violinliteratur. Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn und Wolfgang Rihm haben ihr Werke gewidmet. Mit Kammermusikwerken von Penderecki und Rihm sind weitere Uraufführungen geplant.
2008 errichtete die Künstlerin die Anne-Sophie Mutter Stiftung: Ziel der Stiftungsarbeit ist eine weitere Stärkung der weltweiten Förderung musikalischen Spitzennachwuchses, die sich die Geigerin seit 1997 mit der Gründung des Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung e. V. zur Aufgabe gemacht hat. Wichtig ist für Anne-Sophie Mutter auch das Engagement im medizinischen und sozialen Bereich. Sie unterstützt diese Arbeit durch regelmäßige Benefizkonzerte. So spielt sie im Jahr 2010 beispielsweise für die Stiftung Maison de Solenn, Save the Children, die Fondation Dr Henri Dubois-Ferrière Dinu Lipatti sowie für die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe.
Anne-Sophie Mutter erhielt 2008 den internationalen »Ernst von Siemens Musikpreis« sowie den »Leipziger Mendelssohn-Preis«. 2009 wurde sie mit dem »Europäischen St.-Ulrichs-Preis« sowie dem »Cristóbal Gabarrón Award« ausgezeichnet. Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.
Richard Wagner
Vorspiel zu »Lohengrin« WWV 75
Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Béla Bartók
Konzert für Orchester Sz 116