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Neues aus dem Konzerthaus Dortmund

»Das wäre doch etwas für die hörbar.« Diesen Satz hören wir in Besprechungen regelmäßig. Weil nunmal nicht alles in unserem Konzerthaus-Magazin Platz findet, wir Interessantes und Informatives ebenso wie Unterhaltsames und Kurioses rund um das Konzertleben aber dennoch nicht für uns behalten möchten, üben die Kollegen jetzt schon einmal den Satz »Das wäre doch etwas für die Webseite.« Denn hier werden wir in Zukunft kleinere und größere Geschichten rund um das Konzerthaus erzählen.

 

pressekontakt

Dr. Jan Boecker

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Ein Mitglied der Dortmunder Konzerthaus-Familie feiert seinen ersten runden Geburtstag: Die »Jungen Wilden« gehen ins zehnte Jahr. Bereits die vierte Staffel junger Musiker wird 2015|16 in die Reihe »einziehen«. Wie immer stehen sie für stehen für eine neue Generation klassischer Musiker, die für die Musik brennen und Lust haben, das Bekannte zu hinterfragen und mit der Klassik neue Wege zu gehen. Welche sieben Musiker es sind, haben wir heute verraten.

Den Neuanfang macht mit dem usbekischen Pianisten Behzod Abduraimov ein in Dortmund nicht ganz unbekannter Tastenvirtuose: Der 24-Jährige beeindruckte im Rahmen der Prokofiew-Zeitinsel im Oktober 2014 mit seiner Darbietung des dritten Klavierkonzerts von Sergej Prokofiew.

Ebenfalls auf den 88 schwarzen und weißen Tasten zu Hause ist Benjamin Grosvenor. Der 23-jährige Brite sorgte bereits als 11-Jähriger für Aufsehen, als er den Wettbewerb »BBC Young Musician of the Year« gewann. 

Wie Grosvenor studierte auch Ksenija Sidorova an der Royal Academy of Music in London. Und auch ihr Instrument verfügt über schwarze und weiße Tasten, darüber hinaus aber auch über 120 Knöpfe, die sie blind bedient: Die junge Lettin ist Akkordeonistin. Dabei ist sie sich ihrer Pionierrolle sehr bewusst und lässt keine Gelegenheit aus, die Vielseitigkeit, aber auch Ernsthaftigkeit ihres Instruments zu demonstrieren.

Die Geigerin Nicola Benedetti hat sich ebenfalls bereits in der vergangenen Saison in Dortmund bewiesen, als sie bei der Happy Hour mit Vivaldis »Vier Jahreszeiten« glänzte. Die Schottin mit dem italienischen Namen pflegt aber auch einen engen Bezug zur Folklore ihrer Heimat.

Auch für Bariton Andrè Schuen (gesprochen Schu-en) ist die Heimat ein wichtiger musikalischer Bezugspunkt. Im südtiroler La Val aufgewachsen, bestreitet er regelmäßig Liederabende mit seiner musikalischen Familie, die Kunstmusik und Folklore miteinander vereinen.

In der Klassikszene längst kein unbekannter mehr ist der Name Andreas Ottensamer: Der erst 24-jährige Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker stammt aus einer wahren Klarinettendynastie (Vater und Bruder sind Solo-Klarinettisten bei den Wiener Philharmonikern).

Den Reigen der neuen »Jungen Wilden« komplettiert schließlich der erst 21-jährige Cellist Edgar Moreau. Der Franzose spielte sich in die erste Reihe junger Solisten, als er 2009 beim »Rostropowitsch-Wettbewerb« im Alter von nur 15 Jahren den Preis als bester junger Solist erhielt.

Sieben junge Musiker, zwei Stimmbänder, acht Saiten, 18 Klappen, 120 Knöpfe und 210 Tasten sorgen drei Jahre lang für Dortmunder Begeisterung. Das ganze Abo im Überblick gibt es hier.

Antonia, Jakob, Jasmin, Julia, Karla, Luana, Maximilian, Sina und Zazie sind einerseits schon alte Hasen. Andererseits kamen sie letzten Donnerstag doch als blutige Anfänger zu uns: Auf der Konzerthaus-Bühne kennen die neun sich nämlich durch ihre Chorakademie-Auftritte bereits gut aus, nun standen sie allerdings erstmals auch als Moderatoren darauf.

Doch dem großen Auftritt im Rising Stars-Konzert am Samstag gingen noch zwei intensive Vorbereitungstage voraus, in denen die Kids von Moderator und Fernseh-Star Malte Arkona das Handwerk eines Reporters und Moderators lernten: Wie stelle ich gute Fragen, was sollte ich vermeiden, wie gehe ich mit der Kamera um und wie bekomme ich schöne Bilder? Diese und viele andere Fragen standen auf dem Programm, das einen Workshop und einen gemeinsamen Schulbesuch und Sprachaufnahmen für den Film umfasste und schließlich in der Ko-Moderation des großen Rising-Stars-Konzerts mündete, bei dem die Kinder Malte Arkona im ersten und zweiten Teil des Marathon-Abends bei der Präsentation der Künstler unterstützten.

Bild zu Pressestimmen zum Gewandhausorchester

Zwei Konzerte des Gewandhausorchester Leipzig mit Chefdirigent Riccardo Chailly und Solist Julian Rachlin in zwei Tagen interessierten auch die Presse aus Dortmund und Umgebung. Und so waren anschließend in verschiedenen Medien hervorragende Kritiken der beiden Konzerte zu lesen.

Über das Konzert am Samstag mit Tschaikowskys Violinkonzert war im Westfälischen Anzeiger zu lesen:

  • »Im Finalsatz führte Rachlin eine Art Action-Painting vor, brachte das Tanzthema wie wütende Pinselstriche auf Leinwand.«

Das Internetportal ioco.de hob hingegen die Leistung des Orchesters in Rachmaninows opulenter 2. Sinfonie hervor:

  • »Insbesondere konnte Chailly im Adagio durch größtmögliche Differenzierung jegliche Süße vermeiden.«

Im zweiten Konzert standen Mendelssohns Violinkonzert und Mahlers 1. Sinfonie auf dem Programm und gerade die Mahler-Interpretation der Leipziger bewog die Kritiker zu Superlativen:

  • »Spannender hat eine Mahler-Einleitung nie geklungen, und so aufbrausend wie seine jungen wilden Kollegen ist Chailly allemal.«

So schrieben die Ruhr Nachrichten und der Rezensent der Recklinghäuser Zeitung schloss sich an:

  • »Ordentliche Aufführungen sind die Regel. Aber eine solch aufwühlende Deutung, wie sie das Konzerthaus Dortmund unter großem Jubel erlebte, bleibt ein Ausnahme-Ereignis.«

Bild zu Riesen und Miniaturen

Vom großen Kontrabass bis zur Zweiunddreißigstel-Geige reichte das Instrumentenarsenal, das Geigenbauer Volker Bley den Kindern zu unserer Jekiz-Einführung vor dem Konzert des Gewandhausorchester mitgebracht hatte. Dazu berichtete er vom ersten Kinderkontrabass, den er baute, als ein Sechsjähriger unbedingt das größte und tiefste der Streichinstrumente erlernen wollte und ermöglichte den Kindern einen Blick ins Innere einer Geige, indem er ein Exemplar mitbrachte, dessen Decke gelöst war.

Wie sich die Resonanzkörper der verschieden großen Instrumente auf ihren Klang auswirken erläuterte er anhand der mitgebrachten Modelle – und Musikpädagogin Anne Kussmaul tat ihr bestes, um Mendelssohns Violinkonzert auf der »Minigeige« anzuspielen.

Anschließend konnten die Kinder im Konzert Julian Rachlin bei der Intepretation eben jenes Konzerts bewundern und waren im zweiten Teil auf Mahlers Verarbeitung des bekannten Kanons »Bruder Jakob« in seiner 1. Sinfonie gefasst und konnten ihn in den Kontrabässen wiederentdecken.

Die nächste Jekiz-Einführung findet zum Konzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Geigerin Hilary Hahn am 10. Mai 2015 statt.

Bild zu Geigenbau zum Anfassen

Wenn am 22. Februar Julian Rachlin und das Gewandhausorchester Leipzig Mendelssohns Violinkonzert spielen, werden dabei auch 40 Jekiz-Kinder im Saal sitzen, die dann bestens Bescheid wissen über die Familie der Streichinstrumente, wie eine Geige gebaut wird, wie sie von innen aussieht und welche Werkzeuge man dafür benutzt. Denn zur beliebten Kinder-Einführung wird diesmal mit dem Dortmunder Geigenbauer Volker Bley ein »Special Guest« dabei sein, der den Kindern einen kurzen Einblick in sein Handwerk ermöglicht. 


Geigenbauer Bley

Draußen ist es kalt und ungemütlich, da hält sich auch BVB-Maskottchen Emma lieber an beheizten Orten als im Stadion auf. Letzte Woche hat die Biene die Dortmunder Kulturlandschaft erkundet und auch das Konzerthaus besucht.

Mal gucken, wie die Sicht von der Südtribüne im Konzerthaus so ist, auch hier mal die Position des »Anheizers« übernehmen und am Ende vor lauter Spaß Luftsprünge machen – wir hatten den Eindruck, Emma würde sich auch bei einem Konzert bestens amüsieren.

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Emma gibt den Auftakt

Bild zu Wohngemeinschaft aufgelöst

Zwölf Jahre lang war die Chorakademie unser Mitbewohner hier im Konzerthaus-Verwaltungsgebäude an der Reinoldistraße. Während sonst bei WG-Castings potentielle Mitbewohner kritisch nach ihren musikalischen Vorlieben und Übeplänen befragt werden, gab es zwischen Konzerthaus und Chorakademie darüber ebenso wenig Streit wie über Putzpläne oder verschimmeltes Essen im Kühlschrank. Doch irgendwann ist man ja bekanntlich dem WG-Alter entwachsen und will sein eigenes Reich. Nachdem beide Institutionen in den vergangenen Jahren gewachsen sind, suchte die Chorakademie schon seit längerer Zeit eine geeignete Bleibe in der Innenstadt, um Chorproben-, Stimmbildungs- und Büroräume zentral zusammen zu führen. Mit dem Umzug der Handelskammer wurden dann passende Räumlichkeiten frei, sodass unsere bisherigen Mitbewohner Anfang November schräg gegenüber in der Reinoldistraße ihr neues Domizil beziehen konnten. Natürlich wird man sich weiter regelmäßig sehen – beispielsweise zu den gemeinsamen »Carmina Burana« mit Exklusivkünstler Yannick Nézet-Séguin im Juni.

Nun wird in der 4. Etage der Konzerthaus-Verwaltung fleißig gehandwerkert, um dort neue Büros einzurichten, während auch die Chorakademie noch mit Umbauarbeiten beschäftigt ist (s. Foto oben aus dem November). 

Bild zu Fanbags zur »Rocky Horror Show«

Ab dem 25. Dezember gehört das Konzerthaus wieder Dr. Frank N. Furter & Co. Alle Essentials, die das Publikum für eine gelungene Rocky Horror Show benötigt, gibt es ab sofort wieder in unserem Ticketing als Fanbag zu kaufen. Darin enthalten sind u. a. Gummihandschuh und Ratsche, Spielkarte und weißes (!) Konfetti, Toilettenpapier und Miniwasserpistole. 

Wir empfehlen allen »Rocky Horror«-Besuchern, sich an die Inhalte des Fanbags zu halten, da wir leider einige Auflagen machen müssen, was das Mitbringen eigener Fanartikel betrifft:

Rocky Horror Show

Bild zu BESETZUNGSÄNDERUNG BEIM NEUJAHRSKONZERT

Das Festliche Neujahrskonzert eröffnet das Jahr 2015 mit den schönsten Melodien der opéra comique. Die Tenor-Partie übernimt dabei nun der amerikanische Tenor Leonardo Capalbo. In seiner noch jungen Laufbahn arbeitete Capalbo bereits an renommierten Häusern wie der Staatsoper Berlin, der Semperoper Dresden, der Lyric Opera of Chicago oder Festivals wie dem »Glyndebourne Festival«. Im Neujahrskonzert ist er an der Seite von Sopranistin Lenneke Ruiten und Dirigent Jérémie Rhorer sowie dessen Orchester Le Cercle de l'Harmonie zu erleben. Zur Veranstaltung

Zwei Tage dauert es, den Weihnachtsbaum im Konzerthaus aufzurichten, mit Lichterketten und Kugeln zu schmücken und dem Foyer damit vorweihnachtlichen Glanz zu verleihen. Nun ist es wieder so weit und der Weihnachtsbaum steht und strahlt.

Nach der verschneiten Dekoration des vergangenen Jahres ist rot in dieser Saison die bestimmende Farbe – am Baum allemal, aber auch in den Foyers.

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Die Anfänge eines Baumes
Im Konzerthaus wachsen die Bäume ja von oben nach unten...