Leif Ove Andsnes

Mit eindrucksvoller Technik und tiefgründigen Interpretationen hat der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes Weltruhm erlangt. Er spielt Konzerte und Klavierabende in den führenden Konzerthäusern und mit den renommiertesten Orchestern, während er an seiner umfassenden Diskografie arbeitet. Der begeisterte Kammermusiker ist Gründungsdirektor des »Rosendal Chamber Music Festival«, war fast zwei Jahrzehnte Co-artistic Director des »Risør Festival of Chamber Music« und 2012 Music Director des kalifornischen »Ojai Music Festival«. Im Juli 2013 wurde er in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen und erhielt 2016 bzw. 2017 Ehrendoktorwürden der New Yorker Juilliard School und Universität Bergen.

Die Saison 2018/19 begann mit der Veröffentlichung der CD »Chopin: Ballades & Nocturnes« bei Sony Classics. Andsnes arbeitet erneut mit Vladimir Jurowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlinan einem Mozart-Programm, dessen Konzerte auch mit den Münchner Philharmonikern, dem Budapest Festival Orchestra und Mahler Chamber Orchestra auf einer Tournee durch Deutschland, Frankreich und Portugal im Fokus stehen. Kammermusikalisch sind Schubert-Lieder mit dem Bariton Matthias Goerne in Paris, Essen und Barcelona sowie Klavierabende mit Werken von Schumann, Bartók und Janáček geplant. Dieses Solo-Programm spielt Andsnes in Paris, Brüssel, Frankfurt, Florenz, Moskau, St. Petersburg und auf einer Tournee durch Nordamerika. Schließlich kehrt er nach Norwegen zurück, um zum vierten Mal das »Rosendal Chamber Music Festival« zu leiten.

Leif Ove Andsnes nimmt inzwischen exklusiv für Sony Classical auf. Zuvor entstanden über 30 CDs für EMI Classics – Solo, Kammermusik und Konzertveröffentlichungen mit einem Repertoire von der Bach-Zeit bis zur Gegenwart, viele von ihnen Bestseller. Andsnes war für acht »Grammy Awards« nominiert und gewann viele internationale Preise, darunter sechs »Gramophone Awards«. Neben seinem Solo-Album »Sibelius« erschien in der Saison 2017/18 eine Aufnahme von Strawinskys »Sacre« und weiteren Werken für zwei Klaviere zu vier Händen, aufgenommen mit Marc-André Hamelin für Hyperion.

Andsnes wurde in Norwegen als Commander of the Royal Norwegian Order of St. Olav geehrt und 2007 mit dem renommierten »Peer Gynt Prize« ausgezeichnet, den Parlamentsmitglieder zu Ehren prominenter Norweger für Verdienste in Politik, Sport und Kultur vergeben. Er erhielt den »Royal Philharmonic Society’s Instrumentalist Award« und »Gilmore Artist Award« und wurde von »Vanity Fair« in Anerkennung seiner Leistungen 2005 als »Best of the Best« gekürt.

Leif Ove Andsnes wurde 1970 im norwegischen Karmøy geboren und studierte am Konservatorium in Bergen Musik bei Jirí Hlinka. Ein wertvoller Ratgeber war ihm auch Jacques de Tiège, der wie Hlinka seinen Stil und die Philosophie seines Spiels beeinflusst hat. Er ist Künstlerischer Berater an der Prof. Jirí Hlinka Piano Academy in Bergen, wo er jährlich Meisterkurse gibt. Andsnes lebt in Bergen mit seiner Partnerin und drei Kindern.