Bernarda Fink

Als Kind slowenischer Eltern in Buenos Aires geboren, erhielt Bernarda Fink ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón, an dem sie auch regelmäßig auftrat.Bernarda Finks Repertoire reicht vom Barock bis ins 20. Jahrhundert, und sie konzertierte mit so berühmten Orchestern wie dem London Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chamber Orchestra of Europe sowie mit führenden Barockorchestern unter so namhaften Dirigenten wie Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Mariss Jansons, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Franz Welser-Möst u.a.

Die Künstlerin feierte seit dem Beginn ihrer Karriere schöne Erfolge an wichtigen Opernhäusern Europas und in ihrer argentinischen Heimat. Im Frühjahr 2005 war sie als Cecilio in einer Neuproduktion von Mozarts »Lucio Silla« unter Nikolaus Harnoncourt im Rahmen der »Wiener Festwochen« im Theater an der Wien zu erleben; unter ihrer Mitwirkung wurde diese Produktion im Mozart-Jahr 2006 wieder aufgenommen.In einer Produktion von »Idomeneo« unter Luc Bondy in der Regie von Jésus Lobos Cobos in Madrid war sie in der Partie des Idamante zu erleben. Im November 2005 wirkte sie in der Partie des Sesto bei einigen umjubelten konzertanten Aufführungen von Mozarts »La Clemenza di Tito« unter der Künstlerischen Leitung von René Jacobs mit. Die daraus entstandene CD-Aufnahme wurde vielfach ausgezeichnet und mit zwei »Grammys« nominiert. Wiederum mit René Jacobs folgte im Frühjahr 2007 eine Tournee durch viele Orte Europas mit Bernarda Fink in der Titelrolle von »Tancredi«.

Als Liedsängerin ist Bernarda Fink wiederholt in den großen Musikzentren Europas wie im Musikverein und Konzerthaus Wien, bei der »Schubertiade Schwarzenberg«, im Amsterdamer Concertgebouw und der Londoner Wigmore Hall zu Gast. Sie war außerdem im Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, im Théâtre des Champs-Elysées in Paris und in der New Yorker Carnegie Hall zu hören, um nur einige zu nennen. Die Saison 2009/10 führte sie neben ihren »Stammhäusern« auch nach Edinburgh, Wroclaw, Santiago de Compostela, Aarhus, Madrid, Frankfurt, Luxemburg, Düsseldorf, Paris sowie in die USA. Projekte der Saison 2009/10 beinhalteten außerdem Purcells »Dido and Aeneas« unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein, Mendelssohns »Elias« in Hamburg, die Aufnahme der Liebeslieder-Walzer auf CD, Mahlers 2. Sinfonie unter Mariss Jansons im Amsterdamer Concertgebouw und auf Tournee, Konzerte mit den Berliner Barock Solisten in Paris und Berlin, Bruckners f-moll-Messe mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und Luzern, eine Europa-Tournee mit konzertanten Aufführungen von Strauss’ »Rosenkavalier« mit der Staatskapelle Dresden unter Fabio Luisi, Mahlers »Kindertotenlieder« in Brüssel sowie eine Tournee mit Mendelssohns »Elias« unter Daniel Harding.

Das umfangreiche Bühnen- und Konzertrepertoire der Künstlerin ist durch eine Diskografie dokumentiert, die sich von Monteverdi, Händel, Bach über Rameau, Hasse, Haydn bis hin zu Schubert, Rossini, Bruckner und Schumann erstreckt. Die Aufnahme von »Giolio Cesare« wurde mit einem »Grammy« ausgezeichnet. Zwei weitere Aufnahmen erhielten den »Diapason d’Or«, und die Einspielung von Caldaras »Maddalena ai piedi die cristo« erhielt einen »Gramophone Award«. Zu weiteren Einspielungen zählen Bachs »Matthäuspassion« unter Nikolaus Harnoncourt (Teldec), die 2002 mit einem »Grammy« ausgezeichnet wurde, Glucks »Orfeo« mit René Jacobs (Harmonia Mundi), eine Solo-Platte mit Spanischen Liedern (Hyperion), ihre erste Lied-Platte mit Liedern von Robert Schumann (Harmonia Mundi), Scarlattis »Griselda« unter der Künstlerischen Leitung von René Jacobs (Harmonia Mundi) sowie Mozarts »Requiem« und Verdis »Requiem«unter der Künstlerischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt (Sony BMG), Berlioz’ »Les nuits d’été« und Ravels »Shéhérazade« sowie eine Reihe an Soloaufnahmen. Bernarda Fink verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi. Die daraus jüngst hervorgegangenen Aufnahmen beinhalten eine Schubert-Platte mit Gerold Huber am Klavier sowie Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester. Zuletzt erschien eine Einspielung slowenischer Lieder und Duette mir ihrem Bruder Marcos Fink.

Im Februar 2006 wurde die Künstlerin durch den österreichischen Bundeskanzler mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.