Daniel Harding

Der in Oxford geborene Daniel Harding begann seine Laufbahn als Assistent von Sir Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra, mit dem er 1994 sein professionelles Debüt gab. Er wurde Assistent von Claudio Abbado bei den Berliner Philharmonikern und debütierte mit diesem Orchester 1996 beim »Berlin Festival«. Harding ist heute Musikdirektor des Swedish Radio Symphony Orchestra und des Orchestre de Paris. Das Mahler Chamber Orchestra ehrte ihn mit dem Titel Conductor Laureate auf Lebenszeit. 2018 wurde er zudem Artistic Director des »Anima Mundi Festival«.

Daniel Harding steht regelmäßig als Gastdirigent bei den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala am Pult. 2005 eröffnete er die Saison an der Mailänder Scala mit einer Neuproduktion von Mozarts »Idomeneo«. Er kehrte in den folgenden Jahren zurück und leitete »Salome«, »Herzog Blaubarts Burg«, »Il prigioniero«, »Cavalleria rusticana« und »I pagliacci« (ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis »Franco Abbiati«), »Falstaff« und zuletzt »Fierrabras«. Seine Opernerfahrung umfasst zudem »Ariadne auf Naxos«, »Don Giovanni« und »Le nozze di Figaro« mit den Wiener Philharmonikern bei den »Salzburger Festspielen«, »The Turn of the Screw« und »Wozzeck« am Royal Opera House Covent Garden, »Die Entführung aus dem Serail« an der Bayerischen Staatsoper, »Die Zauberflöte« bei den »Wiener Festwochen« sowie »Wozzeck« am Theater an der Wien. Dem »Festival d’Aix-en-Provence« eng verbunden hat Harding dort Neuproduktionen von »Così fan tutte«, »Don Giovanni«, »The Turn of the Screw«, »La traviata«, »Eugen Onegin« und »Le nozze di Figaro« dirigiert.

Hardings Aufnahmen für die Deutsche Grammophon, Mahlers Sinfonie Nr. 10 mit den Wiener Philharmonikern und Orffs »Carmina Burana« mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, erhielten beide höchste Anerkennung. Bei Virgin/EMI erschienen Mahlers Sinfonie Nr. 4 mit dem Mahler Chamber Orchestra, die Sinfonien Nr. 3 und 4 von Brahms mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, »Billy Budd« mit dem London Symphony Orchestra (ausgezeichnet mit dem »Grammy Award« für die »Beste Opernaufnahme«), »Don Giovanni« und »The Turn of the Screw« mit dem Mahler Chamber Orchestra (ausgezeichnet mit dem »Choc de l’Année« 2002, dem »Grand Prix de l’Academie Charles Cros« und einem »Gramophone Award«), Werke von Lutosławski mit Solveig Kringelborn und dem Norwegian Chamber Orchestra sowie Werke von Britten mit Ian Bostridge und der Britten Sinfonia (ausgezeichnet mit dem »Choc de l’Année« 1998). Auch mit Harmonia Mundi arbeitet er regelmäßig zusammen: Seine letzten Veröffentlichungen, »The Wagner Project« mit Matthias Goerne und Mahlers Sinfonie Nr. 9 mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra, wurden von der Kritik hochgelobt.

In der Saison 2018/19 geht er auf Tourneen mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra durch Europa, mit dem Orchestre de Paris durch Japan, mit dem Mahler Chamber Orchestra durch Australien, Japan und China sowie mit dem Royal Concergebouw Orchestra durch die USA. Zwei Projekte führen ihn zu den Berliner Philharmonikern, darunter das prestigeträchtige Europakonzert im Musee d’Orsay in Paris. Harding kehrt außerdem zum Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony und zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurück.

2002 verlieh die französische Regierung Daniel Harding den Ehrentitel eines »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« und erhob ihn 2017 in den Stand des »Officier«. 2012 wurde er zum Mitglied der Royal Swedish Academy of Music ernannt. Harding ist ausgebildeter Flugzeugpilot.