Midori

Midori ist eine visionäre Künstlerin, Aktivistin und Pädagogin. Seit über 30 Jahren gerühmt für ihre atemberaubende, intensive musikalische Zwiesprache mit ihrem Publikum, ist sie unermüdlich rund um den Erdball unterwegs zu den großen Orchestern. So spielte sie u.a. mit dem London Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, New York Philharmonic oder Los Angeles Philharmonic. Sie arbeitete mit bedeutenden Musikern wie Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Christoph Eschenbach, Mariss Jansons, Paavo Järvi, Yo-Yo Ma und Susanna Mälkki.

Ihre vielseitige Diskographie umfasst neben Sonaten von Bloch, Janáček und Schostakowitsch und sämtlichen Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach die 2013 mit dem »Grammy Award« ausgezeichnete Aufnahme von Hindemiths Violinkonzert mit dem NDR Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach und das von ihr inspirierte Violinkonzert DoReMi des Komponisten Peter Eötvös.

Für ihren internationalen Aktivismus wurde Midori 2007 vom damaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zur UN-Friedensbotschafterin ernannt und 2012 mit dem »Crystal Award« des World Economic Forum in Davos ausgezeichnet. Zwei ihrer Non-Profit-Organisationen feierten 2017 ihr 25. Jubiläum: Midori & Friends und MUSIC SHARING. Außerdem steht sie der Organisation Partners in Performances in den USA vor und dem Orchestra Residencies Program.

Zum akademischen Jahr 2018-19 übernahm sie einen Lehrstuhl am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia. Zuvor war sie Inhaberin des Jascha Heifetz Chairs der Thornton School of Music der University of Southern California (USC).

Midori wurde 1971 in Osaka geboren und begann bereits im frühesten Alter, Geige zu spielen. 1982, als Zubin Mehta sie das erste Mal spielen hörte, lud er sie als Überraschungssolistin für das traditionelle Silvesterkonzert des New York Philharmonic ein, bei welchem sie Standing Ovations erhielt und das den Grundstein für eine großartige Karriere legte.

Sie spielt eine Guarnerius del Gesù »ex-Huberman« von 1734. Ihre vier Bögen stammen aus den Häusern Dominique Peccatte, François Peccatte und Paul Siefried.