Renaud Capuçon

Renaud Capuçon begann mit 14 Jahren sein Studium am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique bei Gérard Poulet und Veda Reynolds. 1992 gewann er einen Ersten Preis für Kammermusik und im Jahr darauf einen Ersten Preis mit Auszeichnung im Fach Violine. 1995 wurde er von der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet. Danach studierte er u. a. bei Thomas Brandis und Isaac Stern. 1997 folgte Renaud Capuçon der Einladung von Claudio Abbado zum Gustav Mahler Jugendorchester, wo er drei Jahre lang bedeutende musikalische Erfahrungen als Konzertmeister sammelte. Dort arbeitete er u. a. mit Pierre Boulez, Seiji Ozawa, Daniel Barenboim und Franz Welser-Moest zusammen. Seine Nominierung durch die »Victoires de la Musique« zum »Neuen Talent des Jahres 2000« und seine Ernennung zum »Rising Star 2000« bestätigten dann auch offiziell den Rang Renaud Capuçons als einer der führenden Geiger seiner Generation. 2005 wurde Renaud Capuçon erneut von den »Victoires de la Musique« ausgezeichnet, dieses Mal als »Solist des Jahres«. 2006 wurde ihm der »Prix Georges Enesco« (Sacem) verliehen.2002 debütierte er bei den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink und 2004 beim Boston Symphony Orchestra unter Christoph von Dohnanyi. Im November 2004 unternahm Renaud Capuçon zusammen mit dem Orchestre de Paris und Christoph Eschenbach eine Tournee durch China, die sich im Februar 2005 in Deutschland fortsetzte. Darüber hinaus hat Renaud Capuçon bereits als Solist folgender namhafter Orchester konzertiert: Orchester des Bayerischen Rundfunks München, Deutsches Symphonie Orchester Berlin, Bamberger Symphoniker, Orchester des Hessischen Rundfunks, des NDR Hamburg und des WDR Köln, Montreal Symphony und Washington National Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau, Danish Royal Orchestra, Swedish Radio Orchestra, Academy of St. Martin in the Fields, Chamber Orchestra of Europe, Firenze Maggio Musicale, Santa Cecilia Rom, Orchestre de la Suisse Romande sowie die Kammerorchester von Lausanne und Zürich. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Marc Albrecht, Christian Arming, Myung-Whun Chung, Thomas Dausgaard, Charles Dutoit, Frans Brüggen, Semyon Bychkov, Vladimir Fedosseyev, Ivan Fischer, Daniel Harding, Philippe Jordan, Emmanuel Krivine, Kurt Masur, Marc Minkowski, Leonard Slatkin, Wolfgang Sawallisch, Hugh Wolff u. a.Seine besondere Vorliebe für Kammermusik führte ihn u. a. schon mit Martha Argerich, Daniel Barenboim, Elena Bashkirova, Hélène Grimaud, Yefim Bronfman, Myung-Whun Chung, Stephen Kovacevich, Katia und Marielle Labèque, Mikhail Pletnev, Jean-Yves Thibaudet, Vadim Repin, Yuri Bashmet, Truls Mork sowie mit Paul Meyer zusammen. Außerdem sind der Pianist Frank Braley und sein Bruder, der Cellist Gautier Capuçon häufige Kammermusikpartner.Auch bei internationalen Musikfestivals ist Renaud Capuçon regelmäßig zu Gast, so etwa bei denen von Edinburgh, Berlin, Lockenhaus, Ludwigsburg, des Rheingau, von Schwarzenberg, Jerusalem, Stavanger, Luzern, Verbier, Canarias, San Sebastian, Stresa, Aix-en-Provence, La Roque d’Anthéron, Menton, Saint-Denis, Strasbourg, Tanglewood, Brescia-Bergamo u. a.Aus seiner umfangreichen Diskographie als Exklusivkünstler für Virgin Classics sind als vielfach ausgezeichnete Einspielungen besonders zu nennen: Kammermusikwerke von Ravel mit seinem Bruder und Frank Braley, Dutilleux’ Violinkonzert mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, Brahms’ Klaviertrios mit Nicholas Angelich und seinem Bruder, die Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit dem Mahler Chamber Orchestra. 2004 wurde Schuberts berühmtes Forellenquintett in Starbesetzung mit Gautier Capuçon, dem Bratschisten Gérard Caussé, dem Pianisten Frank Braley und dem Kontrabassisten Alois Posch veröffentlicht. Die bisher letzte Aufnahme bilden Brahms Sonaten für Violine und Klavier mit Nicholas Angelich.Renaud Capuçon spielt die Guarneri del Gesù »Panette« von 1721, die zuvor Isaac Stern gehörte und von der Banca Svizzera Italiana für ihn gekauft wurde.Renaud Capuçon ist seit der Saison 2006/07 4 Jahre lang einer der beiden Exklusivkünstler des KONZERTHAUS DORTMUND.