Bamberger Symphoniker

Seit jeher genießen die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie eine Ausnahmestellung in der Musikwelt. Über 6500 Konzerte in mehr als 60 Ländern und über 500 Städten – dies ist die Bilanz der Bamberger Symphoniker, die damit als DAS deutsche Reiseorchester gelten können. Stete Einladungen zu den bedeutenden Festivals und zu Tourneen im In- und Ausland, aber auch Auszeichnungen für die Einspielungen des Orchesters, darunter der »MIDEM Classical Award«, der internationale Schallplattenpreis »Toblacher Komponierhäuschen« oder der »ECHO Klassik«, belegen die Wertschätzung, die die Bamberger Symphoniker allerorten erfahren.

Diese Wertschätzung ist auch und gerade das Verdienst der Chef- und Gastdirigenten, die in den vergangenen Jahrzehnten am Pult der Bamberger Symphoniker standen und das Orchester geprägt haben. Seit Januar 2000 trägt Jonathan Nott als Chefdirigent die künstlerische Verantwortung für das Orchester. Neben ihm hat seit März 2006 auch Herbert Blomstedt als Ehrendirigent eine herausgehobene Position in Bamberg inne. Von 2010 bis 2013 bekleidete überdies Robin Ticciati den Posten des Ersten Gastdirigenten.

Mit riesigem Erfolg trat Jonathan Nott das Erbe seiner Vorgänger am Pult des traditionsreichen Klangkörpers an und führt dieses Erbe weiter ins 21. Jahrhundert. Im Oktober 2011 stand er in einem Sonderkonzert zum 500. Mal am Pult »seines« Orchesters. Mit den Bamberger Symphonikern ist er regelmäßig bei allen wichtigen Festivals zu Gast. So waren sie im Wagner-Jahr 2013 Orchestra in Residence beim »Lucerne Festival«, wo sie Wagners »Ring des Nibelungen« aufführten. 2007 waren die Bamberger Symphoniker schon einmal Orchestra in Residence beim »Lucerne Festival« mit Jonathan Nott als »artiste étoile«. In jenem Jahr spielten sie auch vor Papst Benedikt XVI. in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo anlässlich des Jubiläums »1000 Jahre Bistum Bamberg«.

Im Jahr 2003 haben Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker ihr gemeinsames Debüt beim »Edinburgh International Festival« gegeben, bei dem sie erneut 2005 und 2011 als Orchestra in Residence auftraten. Mit Jonathan Nott gab die Bayerische Staatsphilharmonie Konzerte bei den »Salzburger Festspielen« (2004), dem »Beijing Music Festival« (2008), den Londoner »Proms« (2009 und 2013) sowie viermal im New Yorker Lincoln Center und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa mit Konzerten in Paris, Madrid, Brüssel, Wien, Luxemburg, London, Wien und Berlin sowie drei Tourneen nach Japan.

In den letzten Jahren führten Gastspielreisen das Orchester nach China, Südamerika sowie im Sommer 2012 zum renommierten Festival in San Sebastián. Im Herbst 2012 unternahmen die Bamberger Symphoniker ihre 13. Tournee nach Japan, erstmals unter der Leitung ihres Ehrendirigenten Herbert Blomstedt. Silvester 2013 gastierten sie in Peking und spielten unter der Leitung von Jonathan Nott das offizielle Neujahrskonzert, das im chinesischen Fernsehen live übertragen wurde.

Darüber hinaus sind die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent regelmäßig zu Gast bei den wichtigen Festivals und in den bedeutenden Konzerthäusern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wie dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Konzerthaus Dortmund, der Philharmonie Essen, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Konzerthaus, dem Herkulessaal München, dem »Beethovenfest Bonn«, dem »Rheingau Musik Festival« oder dem »Kissinger Sommer«.

Zahlreiche CD-Produktionen, allesamt in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Label Tudor, haben die Bamberger Symphoniker unter der Leitung Jonathan Notts vorgelegt. Mit ihm spielte das Orchester sämtliche Sinfonien Schuberts ein – ergänzt um zeitgenössische Werke zum Thema Schubert, darunter Kompositionen von Henze, Rihm, Widmann und Mantovani. Ebenso aufgenommen wurde die Erstfassung von Bruckners 3. Sinfonie sowie Werke von Janáček und Strawinsky.

Ein weiteres künstlerisches Großprojekt, das die Bamberger Symphoniker und Chefdirigent Jonathan Nott in den vergangenen fast zehn Jahren intensiv beschäftigt hat, ist nun abgeschlossen: die Einspielung sämtlicher vollendeter Sinfonien von Gustav Mahler – ein Zyklus, dessen einzelne Aufnahmen über die Jahre hinweg von der internationalen Presse immer wieder mit Lobeshymnen bedacht und mit renommierten Preisen gekrönt wurden, so mit dem internationalen Schallplattenpreis »Toblacher Komponierhäuschen« 2009 und dem »MIDEM Classical Award« 2010.

Nicht allein als Konzertorchester genießen die Bamberger Symphoniker weltweites Ansehen. Im Frühjahr 2004 richtete das Orchester zum ersten Mal den Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb aus, der international als hochkarätiges Forum der künstlerischen Nachwuchsförderung wahrgenommen wird. Für den Gewinner der ersten Auflage des Wettbewerbs, Gustavo Dudamel, wurde der Erfolg in Bamberg zum Auftakt einer atemberaubenden Karriere, die den Venezolaner inzwischen zu den weltweit bedeutendsten Orchestern führt.

Seit 2010 verfügt das Orchester zudem über eine eigene Orchesterakademie, in der junge hochbegabte Musikerinnen und Musiker zwei Jahre lang den Alltag in einem Spitzenorchester kennenlernen – ein Sprungbrett für die professionelle Laufbahn in internationalen Orchestern und für die Bamberger Symphoniker ein Garant, dass der legendäre »Bamberger Klang« an künftige Musiker weitergegeben wird.