Alina Ibragimova

Mit Musik vom Barock bis hin zu Kompositionsaufträgen sowohl auf historischen als auch modernen Instrumenten hat sich Alina Ibragimova als eine der faszinierendsten Geigerinnen ihrer Generation einen Namen gemacht. Das spiegeln auch ihre Auftritte bei den »BBC Proms« seit 2015 wider: Große Konzerte mit dem klassischen Repertoire stehen neben Auftritten mit Barockensemble, Late-night-Konzerte in der Royal Albert Hall neben Recitals mit den gesamten Bach-Partiten und -Sonaten und der Uraufführung von Rolf Wallins Violinkonzert mit dem Bergen Philharmonic Orchestra unter Edward Gardner.

Im Laufe der Saison legt Ibragimova den Fokus auf Schostakowitschs Violinkonzerte Nr. 1 und 2, die sie mit Vladimir Jurowski für Hyperion Records aufnimmt. Sie gibt Debüts beim Royal Concertgebouw Orchestra, Toronto Symphony Orchestra und Minnesota Orchestra und kehrt zurück zum London Symphony Orchestra, Chamber Orchestra of Europe, Swedish Radio Symphony, Seattle Symphony und Orchestra of the Age of Enlightenment. Höhepunkte vergangener Auftritte waren ihre Debüts beim Boston Symphony Orchestra, Orchestre symphonique de Montréal, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Royal Stockholm Philharmonic Orchestra sowie Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra und Chamber Orchestra of Europe. Ausgedehnte Konzertreisen durch Australien unternahm sie mit den Sinfonieorchestern aus Sydney, Melbourne und Adelaide sowie mit dem Australian Chamber Orchestra.

Die langjährige Partnerschaft im Duo mit dem Pianisten Cédric Tiberghien hat sich u. a. in einem erfolgreichen Zyklus der Beethoven- und Mozartsonaten in der Wigmore Hall niedergeschlagen. Alina Ibragimova ist zudem Gründungsmitglied des Chiaroscuro Quartet, mit dem sie seit 2005 häufig auftritt und das sich zu einem der gefragtesten Ensembles für historische Aufführungspraxis entwickelt hat.

Alina Ibragimovas Diskografie bei Hyperion Records umfasst 16 Alben mit Werken von Bach bis Szymanowski und Ysaӱe. Zuletzt erschien im Herbst 2018 eine CD mit Sonaten von César Franck und Louis Vierne.

Geboren 1985 in Russland, begann die Geigerin ihre Ausbildung in Moskau, bevor sie mit ihrer Familie 1995 nach England zog und an der Yehudi Menuhin School sowie am Royal College of Music studierte. Zu ihren Lehrern gehörten Natasha Boyarsky, Gordan Nikolitch und Christian Tetzlaff. Sie wurde mit Auszeichnungen wie dem »Royal Philharmonic Society Young Artist Award«, »Borletti-Buitoni Trust Award« und »Classical BRIT Young Performer of the Year Award« geehrt und war »BBC New Generation Artist«. Alina Ibragimova spielt eine Geige von Anselmo Bellosio aus dem Jahr 1775, die ihr freundlicherweise von Georg von Opel zur Verfügung gestellt wird.