Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott ist es in wenigen Jahren gelungen, sich auf den bedeutenden Konzertpodien weltweit zu etablieren. Technische Brillanz und Souveränität gepaart mit großem intellektuellem und emotionalem Esprit faszinieren sein Publikum. Die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires – etwa durch eigene Bearbeitungen – sowie die Zusammenarbeit mit Komponisten und die Aufführung der Musik des 20./21. Jahrhunderts sind Daniel Müller-Schott ein besonderes Anliegen.Daniel Müller-Schott studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis. Als Stipendiat genoss er die persönliche Förderung und Unterstützung von Anne-Sophie Mutter innerhalb ihrer Stiftung. Bereits im Alter fünfzehn Jahren machte Daniel Müller-Schott erstmals international Furore durch den Gewinn des Ersten Preises beim »Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb« für junge Musiker in Moskau 1992.Mittlerweile konzertiert er weltweit unter renommierten Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Andrew Davis, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Miguel Harth-Bedoya, Dmitrij Kitajenko, Gianandrea Noseda, Yakov Kreizberg, Kurt Masur, Sakari Oramo sowie André Previn. Der Cellist arbeitet mit international bedeutenden Orchestern zusammen wie dem New York Philharmonic, dem Baltimore, Boston und Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra, den Rundfunkorchestern von Berlin und Hamburg, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonic de Monte Carlo, dem Netherland Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem London Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra sowie mit dem New Japan Philharmonic und dem Spanish National Orchestra.Im Sommer 2009 wird Daniel Müller-Schott erneut beim »Schleswig-Holstein Musik Festival« mit gleichnamigem Orchester unter Lawrence Foster auftreten. Besonders verbunden ist der Cellist den »Festspielen Mecklenburg-Vorpommern« – im vergangenen Sommer als »Preisträger in Residence« mit zwölf verschiedenen Programmen vom Barock bis zur Gegenwart – in diesem Sommer nun als Dozent des Sommercampus, wo er nicht nur eine Meisterklasse mit hoffnungsvollen Nachwuchscellisten unterrichtet, sondern auch als Solist an drei Abenden zu erleben sein wird mit Haydns Cellokonzert in C-Dur, einem Duoprogramm mit Werken von Britten und Brahms, sowie in einem Nachtkonzert mit Bachs 3. Solosuite.In der Saison 2009/10 war Daniel Müller-Schott unter Sir Neville Marriner und der Academy of St Martin in the Fields mit Saint Saëns‘ Cellokonzert in Deutschland, Österreich und in der Türkei zu hören. Eine zweite Tournee mit dem Euskadi Symphony Orchestra unter Mikhail Agrest führte den Cellisten durch Spanien, wo er das Cellokonzert von Edward Elgar spielte. Zusammen mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad startete Daniel Müller-Schott im Mai 2010 eine erste Trio-Tour mit Konzerten in Hamburg und München sowie in St. Gallen und bei der »Schubertiade« in Hohenems. Bereits für die folgende Saison ist eine zweite Trio-Tour mit Konzerten in Deutschland und Brüssel geplant. Weitere Höhepunkte sind sein Debüt beim National Symphony Orchestra in Washington unter Jakub Hrusa und Konzerte mit dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl mit dem Dvořák-Cellokonzert u. a. in Prag. Mit Elgars Cellokonzert wird Daniel Müller-Schott in Mexiko gastieren beim Orquesta Sinfónica Nacional de México unter Carlos Miguel Prieto und mit gleichem Werk beim Luzerner Sinfonieorchester unter Yakov Kreizberg. Zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Yakov Kreizberg, dann mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, kommt es beim »Kissinger Sommer« und beim »Rheingau Musik Festival«. Das Brahms-Doppelkonzert führt Daniel Müller-Schott sowohl mit Arabella Steinbacher unter Stefan Blunier mit dem Beethoven-Orchester Bonn auf als auch mit Henning Kraggerud und dem Seattle Symphony Orchestra unter Vassily Sinaisky. Zu einer erstmaligen Zusammenarbeit mit Thomas Dausgaard wird es beim Danish National Symphony Orchestra kommen und mit Dennis Russell-Davis beim Sinfonieorchester Basel. In England wird der Cellist beim Royal Liverpool Philharmonic unter Lothar Zagrosek, beim Royal Scottish National Orchestra unter Alexander Lazarev und auch beim Bournemouth Symphony Orchestra unter Kirill Karabits gastieren.Recitals, Solo-Abende und Trio Konzerte führen ihn u. a. in das Festspielhaus Baden-Baden, in die Musikhalle Hamburg, in die Philharmonie München, ins Salzburger Mozarteum, in die Wigmore Hall London, in die Carnegie Hall New York, ins Concertgebouw Amsterdam, zur Vancouver Recital Society und in die Tonhalle Zürich. Seine Kammermusikpartner sind u. a. Nicholas Angelich, Jonathan Biss, Renaud Capuçon, Julia Fischer, Jonathan Gilad, Viviane Hagner, Angela Hewitt, Daniel Hope, Steven Isserlis, Robert Kulek, Olli Mustonen, Anne-Sophie Mutter, André Previn und Jean-Yves Thibaudet sowie das Fauré Quartett, das Quatuor Ebène und das Vogler Quartett.Bei internationalen Musikfestivals ist Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Gast u. a. in Salzburg, Luzern, Schleswig-Holstein, Rheingau, Schwetzingen, Mecklenburg-Vorpommern, dem »City of London Festival«, dem »Kammermusikfestival Vancouver« und in den USA bei Festivals in Ravinia, Saratoga, Tanglewood und dem »Aspen Music Festival«.Daniel Müller-Schott ist es ein wichtiges Anliegen, junge Menschen für die Musik zu begeistern und ihnen die magischen Momente der Musik zu vermitteln. Deshalb engagiert er sich ehrenamtlich für das Projekt »Rhapsody in School«, wo er in diesem Jahr erstmalig eine deutsche Schule in Madrid besucht hat. Aber auch in seinen Meisterkursen, zu denen er in Deutschland und insbesondere in den USA eingeladen wird, setzt sich Daniel Müller-Schott nachhaltig für die Musik ein. Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Œuvre Johann Sebastian Bachs ist für Daniel Müller-Schott immer wieder Zentrum und Ausgangspunkt seiner Arbeit. Deshalb überraschte es kaum, dass er für seine erste CD im Bach Jubiläumsjahr 2000 die Sechs Suiten für Cello Solo wählte (Glissando Records).Mittlerweile hat Daniel Müller-Schott eine umfangreiche Diskographie bei Orfeo, Deutsche Grammophon, Pentatone und EMI Classics vorgelegt. Mit dem Label Orfeo verbindet ihn eine enge Kooperation. Seine Einspielungen wurden von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen und mit Auszeichnungen bedacht, wie den »Gramophone Editor’s Choice«, »Strad Selection«, sowie »CD of the month« beim »BBC Music Magazine«. Für seine Einspielungen der Cellokonzerte von Elgar & Walton, sowie für die jüngste CD mit Schostakowitschs Cello-Konzerten, aufgenommen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Yakov Kreizberg, erhielt er den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.Im September 2009 wird eine weitere Neuerscheinung bei Orfeo veröffentlicht mit den Cellokonzerten von Schumann und Volkmann, produziert mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach. Der zweite Teil des Beethoven-Zyklus zusammen mit Angela Hewitt wird im November 2009 bei Hyperion herauskommen und für das Frühjahr 2010 sind die Mendelssohn Sonaten mit Jonathan Gilad bei Orfeo geplant.Daniel Müller-Schott lebt in seiner Heimatstadt München. Er ist begeisterter Freizeitjogger und Fußballspieler. Für die Bildende Kunst, insbesondere für die französische Malerei des 19. Jahrhunderts, hat der Künstler eine große Affinität entwickelt. Der Umgang mit Farbe und Licht fasziniert und inspiriert ihn immer wieder neu. Anlässlich eines Porträtauftrages der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern an den Dresdner Künstler Ekkehard Tischendorf zu Daniel Müller-Schotts Residency 2008 ist der Cellist selbst auf einem Gemälde zu sehen.Daniel Müller-Schott spielt das »Ex Shapiro« Matteo-Goffriller-Cello, gefertigt in Venedig 1727.Weitere Informationen finden Sie unter www.thecellist.com