Sol Gabetta

Wo die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung, Sol Gabetta, auftritt, hinterlässt sie den Eindruck von fesselnden Interpretationen, passioniertem, körperlichem und beseeltem Spiel und einer charismatischen vereinnahmenden Persönlichkeit. Eine grosse Stil- und Repertoireflexibilität zeichnet ihr künstlerisches Profil aus: mit Schostakowitschs herausforderndem 2. Cellokonzert aus dem Jahre 1969 kann sie ebenso ihre musikalische Sprache packend vermitteln wie mit Vivaldi-Cellokonzerten aus dem frühen 18. Jahrhundert, gespielt auf Barockcello. Sie ist sowohl in Konzerten mit grossen Sinfonieorchestern, Kammerorchestern oder Barockensembles zu erleben, als auch als Gestalterin spannender Rezital-Abende mit hochkarätigen Pianisten-Partnern und Kammermusikern. Das traditionelle Solo-Repertoire mit Werken von Dvořák, Tschaikowsky, Schostakowitsch, Elgar und Haydn ergänzt sie kontinuierlich mit Werken aus dem 20. Jahrhundert, sei dies das Cellokonzert von Bohuslav Martinů oder jenes von Samuel Barber, Werke, die sie im Jahre 2009 und 2010 neu einstudierte und auf Tourneen aufgeführt hat. Ein großes Anliegen ist Sol Gabetta die Zusammenarbeit mit Komponisten, die für sie Werke schreiben oder deren Werke sie einstudiert und aufführt. Eine enge Zusammenarbeit pflegt sie mit dem lettischen Komponisten Peteris Vasks, dessen Werk »Das Buch« sie regelmäßig aufführt und auf CD aufgenommen hat. Ihre internationale Karriere begann im Jahre 2004, als sie den renommierten »Crédit Suisse Young Artists Award« gewann, eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musikerinnen und Musiker. Seit 2006 ist sie Exklusiv-Künstlerin bei Sony Music und hat für das Label RCA mehrere sehr erfolgreiche CDs aufgenommen. Ihre im Herbst 2006 erschienene Debut-CD mit Werken von Tschaikowski, Saint-Saëns und Ginastera wurde im Herbst 2007 mit einem »ECHO Klassik« ausgezeichnet. Einen weiteren »ECHO« erhielt die Cellistin für ihre Live-Aufnahme mit den Münchner Philharmonikern und Schostakowitschs 2. Cellokonzert im Herbst 2009. Weitere Aufnahmen bei Sony Music erschienen mit Vivaldis Cellokonzerten mit den Sonatori della Gioioso Marca auf Barockcello (2007), mit Arienbearbeitungen für Orchester (Cantabile, 2008) und mit klassischen Cellokonzerten von Haydn, Leopold Hofmann und einem Arrangement eines Mozart-Flötenkonzertes (2009). Sämtliche bisher erschienenen Aufnahmen landeten auf Anhieb auf Top-Positionen in den deutschen Klassik-Charts, letztere sogar zeitgleich in den Pop-Charts und auf Nr. 1 in den Monaten September und Oktober 2009. Zahlreiche namhafte Orchester wie etwa die Wiener Philharmoniker, The Russian National Orchestra, Rotterdam Philharmonic, die Münchner Philharmoniker, Royal Philharmonic Orchestra London, Detroit Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker oder das Sinfonieorchester St. Petersburg arbeiten regelmäßig mit Sol Gabetta zusammen. Ebenso tun dies Dirigenten wie Leonard Slatkin, Andris Nelsons, Neeme Järvi, Mikhail Pletnev, Christoph Eschenbach, Charles Dutoit, Paul McCreesh oder Valery Gergiev. Neben ihrer zunehmenden Konzertpräsenz in ganz Europa und in Japan haben im Jahre 2009 bedeutende Debüts in den USA oder Großbritannien stattgefunden, u. a. mit dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit oder mit Royal Philharmonic unter demselben Dirigenten. Eine enge Zusammenarbeit pflegt sie mit dem Kammerorchester Basel. Im Juni 2008 debütierte Sol erfolgreich zusammen mit dem Starcellisten Yo Yo Ma in den USA unter der Leitung von Leonard Slatkin in dessen Doppelkonzert für zwei Celli sowie dem 2. Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch. Seit Herbst 2005 hat Sol Gabetta eine Assistenz-Professur an der Musikhochschule Basel inne. Eine grosse Leidenschaft stellen ihre eigenen Projekte dar: seit Juni 2006 veranstaltet sie das »Solsberg-Festival« in ihrer Schweizer Wahlheimat. Zu diesem Kammermusikfestival lädt sie ihr nahestehende Musiker ein und zelebriert in acht bis zehn Konzerten die Kammermusik in allen Farben. Ein weiteres neues Projekt von Sol Gabetta ist das Ensemble »Cappella Gabetta«. Dieses Barockorchester geht mit der Cellistin im Dezember 2010 das erste Mal auf eine Tournee mit Musik von Vivaldi und Zeitgenossen und wird von Sol Gabettas Bruder, dem Violinisten Andrés Gabetta vom Konzertmeisterpult geleitet. Dank eines großzügigen privaten Stipendiums des Rahn-Kulturfonds spielt die Künstlerin eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von Giovanni Battista Guadagnini von 1759. Weitere Informationen unter [a title="Sol Gabetta" href="http://www.solgabetta.com/">www.solgabetta.com[/a]