Kresimir Spicer

Kresimir Spicer wurde in Slavonski Brod, Kroatien, geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums nahm er Gesangsunterricht an der Musikakademie in Zagreb. 1994 setzte er sein Studium am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam bei der holländischen Mezzosopranistin Cora Canne Meijer fort. 1997 erhielt er den ersten Preis beim niederländischen Nationalen Wettbewerb für junge Sänger und 1999 vier von fünf Preisen bei Vriendenkrans, dem vom Concertgebouw Amsterdam veranstalteten Wettbewerb für junge Musiker.In den Niederlanden war er in den letzten Jahren als Solist in verschiedenen Konzerten und Opernproduktionenzu hören. Beim Barock-Festival in Beaune (Frankreich) trat Kresimir Spicer in Händels Oper »Alcina« mit Les Arts Florissants und William Christie auf sowie in Mahlers »Das klagende Lied« mit dem Holländischen Philharmonieorchester unter der Leitung von Hartmut Haenchen in Amsterdam. Es folgten Konzerte unter Wolfgang Gönnenwein in Schwäbisch Hall und Salzburg.Im Oktober 2001 sang er mit dem Nederlandse Philharmonic Orchestra Haydns Requiem, dann im Februar 2002 in Monteverdis »Il Combatimento di Tancredi e Clorinda« mit Kent Nagano in Berlin mit einer Wiederholung an der Los Angeles Opera 2003. Ebenfalls mit Kent Nagano sang er Mozarts »Requiem« bei der »RuhrTriennale«, dann mit Yuri Terminkanov in Rom und mit M° Chung in Paris. Mit Fabio Luisi sang er in Salzburg 2003 in »Ägyptische Helena«.Im Juli 2000 präsentierte Kresimir Spicer einen hervorragenden Ulysses in Monteverdis Oper »Il ritorno d’Ulisse in patria« beim Festival in Aix-en-Provence mit William Christieund Les Arts Florissants, der Einladungen nach sich zog, 2002 Ulisse wieder mit William Christie in Lausanne, Caen, Bordeaux, Aix-en-Provence, London, New York und Wien zu singen. Im April 2001 stand er unter Marc Minkowski in Händels »Ariodante« auf der Bühne der Paris Opera National und im August 2001 in »Dal male il bene« von Abbattini bei den »Innsbrucker Festwochen«. An der Nederlands Opera sang der Künstler den ersten Geharnischten (»Die Zauberflöte«), dann war er als Tito in »La Clemenza di Tito«, Arturo in »Lucia di Lammermoor« an der Los Angeles Opera, mit Thomas Hengelbrock in Baden-Baden als Aeneas in Purcells »Dido and Aeneas« zu hören. Im Februar 2004 debütierte er an der Zürcher Oper in Händels »Il trionfo del tempo e del disinganno«, Leitung Marc Minkowski, dann trat er in Klagenfurt als Egeo in Cavallis »Giasone« auf. Beim Festival in Aix-en-Provence 2005 sang er mit Paul Daniel die Titelrolle in Mozarts »La Clemenza di Tito«, anschließend die selbe Rolle in Baden-Baden und Luxemburg sowie bei den »Schwetzinger Festspielen« und Düsseldorf mit Thomas Hengelbrock in Scarlattis »Telemaco«, an der Berliner Staatsoper »Ulisse« von Monteverdi mit René Jacobs, mit Attilio Cremonesi »Ulisse« in Genf und wieder mit Thomas Hengelbrock Alessandro in »Re Pastore« bei dem »Salzburger Festspielen« 2006.Zu seinen nächsten Engagements gehören: Alessandro in »Il Re Pastore« in Bremen, Bonn und Budapest, »Ulisse« von Monteverdi in Frankfurt, »Il trionfo del tempo« von Händel mit Marc Minkowski in Zurich, »Oedipus Rex« von Strawinski in Strasburg, Mozarts »Requiem« in Moskau, ein Konzert in Utrecht und »Orfeo« in Zagreb.