Kuss Quartett

Von der Carnegie Hall in New York bis zum Concertgebouw Amsterdam, von der Londoner Wigmore Hall bis zur Berliner Philharmonie, sind die vier Musiker nicht nur auf den großen Podien zu Gast, sie sind auch bei wichtigen Festivals zu hören, so etwa bei der »Schubertiade Schwarzenberg« oder den Edinburgh und Salzburger Festspielen.Experimentierfreude in viele Richtungen könnte man dem seit 2001 in dieser Besetzung spielenden Ensemble auf dem Weg zur Weltkarriere ebenfalls attestieren: Die so genannte »klassische« Streichquartettliteratur musiziert das Kuss Quartett mit dem Bewusstsein dafür, dass ein großer Teil dieser Werke seinerzeit keineswegs als »klassisch« galt, sondern als avantgardistische Musik diskutiert wurde. »Jeder Klang, jede Phrase, jede Neugestaltung einer Wiederholung schien entstaubt, befragt und genussreich aufpoliert...« befand die »Frankfurter Allgemeine« – Musik der Vergangenheit als unmittelbar ansprechende Gegenwart. Sein Repertoire beginnt in der Renaissance und dem Barock mit Transkriptionen von Vokalsätzen Orlando di Lassos, John Dowlands bzw. Johann Sebastian Bachs »Kunst der Fuge« und endet in der Gegenwart: Mit György Kurtág und Helmut Lachenmann studierte das Kuss Quartett deren Werke ein, arbeitet mit jungen Komponisten und hält Workshops an der Hamburger Musikhochschule – in der Kompositionsklasse.Vielfältig wie das Repertoire ist auch die Präsentation der Musik. Das Kuss Quartett verbindet Ton mit Wort, sei es in Form moderierter Konzerte, sei es ausführlicher in Gesprächskonzerten, oder bei ihrer »Explica«-Reihe mit Themenkonzerten in der Hamburger Laeiszhalle. Die Zusammenstellung und wechselseitige Beleuchtung von Musik und Literatur sucht das Kuss Quartett in gemeinsamen Programmen mit dem Schauspieler Udo Samel. Raum für ungewöhnliche Projekte mit anderen Kunstformen findet das Quartett seit 2005 durch eine Kooperation mit Radio Berlin Brandenburg in der Reihe »Kuss plus« im Berliner Club »Café Moskau«. Künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit Musikerpersönlichkeiten wie Kim Kashkashian, Thomas Riebl, Pierre-Laurent Aimard, Annette Dasch und Sharon Kam. Das Berliner Kuss Quartett wurde mit ersten Preisen ausgezeichnet, 2002 etwa vom Deutschen Musikrat und beim »Borciani-Wettbewerb«. 2003 wählte die European Concert Hall Organization das Quartett für das Programm »Rising Stars«.CDs mit Werken von Schönberg und Adorno, Mozart und Mendelssohn sowie Haydn wurden auch in der Fachpresse mit viel Lob bedacht: »...souveräne Technik, formidable Transparenz der Stimmführungen, ein intelligent geschulter, im Kern fülliger, in den Details aber stets brillant präsenter Klang und Tonfall…Klang wird Erlebnis.«Exklusiv unter Vertrag bei Sony BMG erschien zuletzt die Aufnahme »Bridges« und gibt mit Werken von Bennett, Dowland, di Lasso sowie Adés, Kurtág und Strawinsky Einblick in die Programme des Kuss Quartetts. Die Werke dieser CD erklingen am 25.10.2007 auch im KONZERTHAUS DORTMUND.      Weitere Informationen unter [a title="Kuss Quartett" href="http://www.kuss-quartett.de/">http://www.kuss-quartett.de/[/a]