Vladimir Jurowski

Vladimir Jurowski wurde als Sohn des Dirigenten Mikhail Jurowski in Moskau geboren und studierte zunächst am örtlichen Konservatorium. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland und setzte seine Ausbildung an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin fort, wo er Dirigieren bei Rolf Reuter und Solokorrepetition bei Semjon Skigin studierte. 1995 gab er sein internationales Debüt beim Wexford Festival mit Rimsky-Korsakows »Mainacht«. Im selben Jahr feierte er mit »Nabucco«sein umjubeltes Debüt am Royal Opera House Covent GardenMit der Spielzeit 1996/1997 trat Vladimir Jurowski ein Engagement an der Komischen Oper Berlin an. Schon ein Jahr später wurde er Erster Kapellmeister des Hauses, dem er bis 2001 angehörte. Seit 1997 war Vladimir Jurowski zusätzlich Gastdirigent an mehreren führenden Opernhäusern, unter anderem am Royal Opera House Covent Garden, am Teatro La Fenice in Venedig, an der Opéra Bastille de Paris, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, an der Dresdener Semperoper und am Teatro Comunale in Bologna (wo er von 2000 bis 2003 Erster Gastdirigent war) sowie am Maggio Musicale in Florenz, beim Rossini Opera Festival in Pesaro und beim Edinburgh Festival. 1999 debütierte er mit »Rigoletto«an der Metropolitan Opera New York, wo er seither häufig aufgetreten ist.In den vergangenen Jahren gab Vladimir Jurowski höchst erfolgreiche Debüts beim Los Angeles Philharmonic, bei den Berliner Philharmonikern, beim Oslo Philharmonic und beim Russian National Orchestra sowie beim Pittsburgh Symphony und beim Philadelphia Orchestra.Höhepunkte seiner Opernarbeit waren »Pique Dame an der Metropolitan Opera, »Parsifal« und »Wozzeck« an der Welsh National Opera, »Krieg und Frieden« an der Opéra National de Paris, »Eugen Onegin«an der Mailänder Scala sowie »Die Zauberflöte«, »La Cenerentola« und »Macbeth« an der Glyndebourne Festival Opera. Zu den Orchestern, mit denen Vladimir Jurowski bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat oder mit denen er in naher Zukunft auftreten wird, gehören das London Philharmonic Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Sächsischen Staatskapelle Dresden, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Orchestra of the Age of Enlightenment und das Chamber Orchestra of Europe. Vladimir Jurowskis Diskografie umfasst die allererste Einspielung von Giya Kanchelis Kantate »Exile« für ECM (1994), Meyerbeers »L’Etoile du nord« für Naxos-Marco Polo (1996), Massenets »Werther« für BMG (1999) und die kürzlich erschienenen Live-Aufnahmen mit Werken von Rachmaninow, Mark-Anthony Turnage und Tschaikowsky beim hauseigenen Label des London Philharmonic Orchestra. 2006 erschien bei PentaTone Classics neben der ersten CD einer Reihe mit dem Russian National Orchestra, auf der Tschaikowskys Suite Nr. 3 und das Divertimento aus Strawinskys »Le Baiser de la fée« zu hören sind, auch die preisgekrönte Einspielung von Schostakowitschs 1. und 6. Sinfonie.Im Januar 2001 übernahm Vladimir Jurowski den Posten des Musikdirektors der Glyndebourne Festival Opera. 2003 wurde er darüber hinaus Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra und Mitglied des Dirigentenkollegiums des Russian National Orchestra, wo er seit 2005 als Erster Gastdirigent wirkt. Im vergangenen Jahr wurde er schließlich in den Kreis der »Principal Artists« des Orchestra of the Age of Enlightenment aufgenommen. Im September 2007 gab Vladimir Jurowski sein Debüt als Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra.