Mariza

Die »Königin des Fado« wurde von der BBC bereits dreimal zum »Best European Artist« im Bereich Weltmusik gekürt und erhielt viermal den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«. Damit ist Mariza bei weitem Portugals attraktivster und erfolgreichster Kulturexport – eine Ikone, die den heutigen Fado repräsentiert wie keine andere.

Schon mit ihrem ersten Album »Fado em min« von 2001 bekam sie vierfach Platin in Portugal und machte auch international auf sich aufmerksam. Auf dem »Quebec Summer Festival« 2002 erhielt sie ihren ersten Award für ihre herausragende Performance. Im gleichen Jahr gab sie Konzerte im Central Park in New York, der legendären Hollywood Bowl sowie beim »Womad Festival«.

Ihre eindrucksvolle Bühnenpräsenz, ihre enorme mimische und gestische Ausdrucksvielfalt sowie die unvergleichliche Intensität ihrer Stimme bis in die leisesten Nuancen sprechen für sich und führten auf ihrer ausführlichen Tournee zu ausverkauften Konzerten in einigen der wichtigsten Veranstaltungsorte weltweit, darunter die Royal Festival Hall London, das Opernhaus Sydney oder die Carnegie Hall New York. Hierzulande glänzte sie mit ausverkauften Spielstätten wie dem Konzerthaus Dortmund und Konzerten in der Alten Oper in Frankfurt und dem Prinzregententheater München. Ihr Album »Transparente« schaffte wie selbstverständlich den Sprung auf Platz Eins der portugiesischen Charts und erreichte Top-10-Platzierungen in Finnland, Island und Holland.

Ihre vielen Auftritte mit klassischen Orchestern gipfelten 2006 in der Live-DVD »Concerto em Lisboa«. Arrangiert von keinem Geringeren als Jaques Morelenbaum, wurden ausgewählte Songs ihrer bisherigen drei Studioalben in stimmungsvollen Orchesterfassungen vor 20.000 begeisterten Menschen präsentiert und live aufgenommen. 

Ihr Album »Terra« stellte für Mariza den Beginn einer völlig neuen kreativen Phase dar und erschien Ende 2008 auf EMI. Dazu beigetragen haben unter anderem Weltklasse-Musiker wie der Gitarrist Dominic Miller (seit zwanzig Jahren Gitarrist von Sting), der spanische Flamenco-Gitarrist Javier Limón, der das Album auch produzierte, sowie die spanische Ausnahmesängerin und Komponistin Concha Buika. Es brachte ihre erneut dreifach Platin und eine Nominierung für den »Latin Grammy«. 

Nach einer Tour zurm Album »Terra«, kehrte sie in der Winter- und Frühjahrsaison 2009/10 mit ihrem bestens eingespielten Ensemble nach Europa zurück, und präsentierte unter anderem in der Münchner Philharmonie und im Konzerthaus Wien, wie moderner Fado zu klingen hat.

Auf ihrem fünften Studioalbum nähert sie sich den Ursprüngen dieses Genres und adaptiert eine Reihe zeitloser Fado-Klassiker, die über Generationen von Sängern weitergereicht wurden. Es heißt, dass erst derjenige ein »echter« Fado-Sänger ist, der sich an jenen Klassikern versucht und sie sich zu Eigen gemacht hat. Dieser Herausforderung stellt sich Mariza auf »Fado Tradicional«, indem sie sich all jener klassischen Melodien annimmt, die von etlichen stilprägenden Fadokünstlern vor ihr interpretiert wurden.