Juliane Banse

Ihr Bühnendebüt als Zwanzigjährige in der Rolle der Pamina in der »Zauberflöten«-Inszenierung von Harry Kupfer an der Komischen Oper Berlin und ihr gefeierter Auftritt als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger in Zürich zehn Jahre später stehen exemplarisch für Juliane Banses herausragende künstlerische Vielseitigkeit. Mittlerweile reicht ihr Opernrepertoire von der »Figaro«-Gräfin, Fiordiligi (»Così fan tutte«), Tatjana (»Eugen Onegin«), Donna Elvira (»Don Giovanni«) über Grete (»Der ferne Klang«) bis hin zu Vitellia (»La clemenza di Tito«). Zuletzt erweiterte sie ihr Repertoire um Leonore (»Fidelio«) unter Nikolaus Harnoncourt im Theater an der Wien. In der aktuellen Spielzeit ist sie als Rosalinde (»Die Fledermaus«) in Chicago zu erleben. Auch im Konzertbereich ist die Künstlerin in einem weit gefächerten Repertoire gefragt. Mit zahlreichen namhaften Dirigenten hat sie zusammengearbeitet, darunter Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst oder Mariss Jansons.

Die aktuelle Saison führt Juliane Banse u. a. erneut zur »Schubertiade Schwarzenberg« und in die Wigmore Hall London sowie zusammen mit Bo Skovhus ins Wiener Konzerthaus. In ihrem Konzertkalender stehen Dvořáks Requiem unter Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchestra im KONZERTHAUS DORTMUND, eine konzertante Aufführung von Hindemiths »Cardillac« mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie eine USA-Tournee mit den Wiener Philharmonikern unter Daniele Gatti mit Mahlers Sinfonie Nr. 4.

Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München.

Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den »ECHO Klassik«: Braunfels’ »Jeanne d’Arc« mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck und Mahlers Sinfonie Nr. 8 mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman. Des Weiteren umfasst ihre Diskografie Opernarien unter dem Titel »Per Amore« mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die Lied-Aufnahme »Tief in der Nacht« mit Aleksandar Madzar sowie den Film »Hunter’s Bride/Der Freischütz« mit Juliane Banse als Agathe und dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding.