Pekka Kuusisto

Der von »The Globe and Mail« in Toronto als »einzigartig« gepriesene Pekka Kuusisto ist bekannt für die erfrischende Art, in der er sich mit dem Geigenrepertoire auseinandersetzt. Bekannt für sein Fingerspitzengefühl bei der Ensembleleitung von der Geige aus, ist Kuusisto Artistic Partner des Saint Paul Chamber Orchestra und Artistic Director des ACO Collective, einem Streichensemble aus den talentiertesten professionellen jungen Musikern Australiens. 2017 wurde er Artistic Best Friend der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und 2018 Artistic Partner des Mahler Chamber Orchestra. Darüber hinaus leitet er u. a. die Tapiola Sinfonietta, das Scottish Chamber Orchestra und Swedish Chamber Orchestra.

Konzerthöhepunkte der Saison 2018/19 umfassen Debüts beim Rotterdam Philharmonic Orchestra und beim Aurora Orchestra, mit dem er Adès’ Violinkonzert unter der Leitung von Nicholas Collon in Großbritannien und Singapur spielt. Er kehrt zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Scottish Chamber Orchestra, Philharmonia Orchestra und WDR Sinfonieorchester zurück und tritt im Rahmen seiner Residenz in der Wigmore Hall auf.

Der finnische Geiger ist ein leidenschaftlicher Anwalt Neuer Musik und hat vor kurzem Werke von Sauli Zinovjev, Philip Venables und Andrea Tarrodi uraufgeführt. Nachdem er in der letzten Saison Daníel Bjarnasons Violinkonzert mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel uraufgeführt hat, spielt Kuusisto das Werk in dieser Spielzeit mit dem Iceland Symphony Orchestra, Detroit Symphony Orchestra und Finnish Radio Symphony Orchestra. Die österreichische Erstaufführung von Anders Hillborgs »Bach Materia« bestreitet er mit der Camerata Salzburg. Für eine neue TV-Animationsserie von Tove Janssons »Mumins« komponiert, spielt und nimmt er die Musik zusammen mit Samuli Kosminen auf.

Kuusisto ist ein Improvisationstalent und arbeitet regelmäßig mit Partnern verschiedenster künstlerischer Disziplinen zusammen. Er setzt sich über traditionelle Genregrenzen hinweg und ist bekannt für seine innovative Programmgestaltung. So arbeitete er kürzlich mit Hauschka und Samuli Kosminen, dem niederländischen Neurologen Erik Scherder, Elekronische-Musik-Pionier Brian Crabtree, Jazztrompeter Arve Henriksen, Jongleur Jay Gilligan, Akkordeonist Dermot Dunne und Folkmusiker Sam Amidon zusammen.

Zu den Konzerthighlights der letzten Zeit gehören Auftritte mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und Orchestre de Paris sowie eine Europa-Tour mit dem Philharmonia Orchestra. Er hat die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker mit dem Tenor Mark Padmore von der Geige aus geleitet und das Projekt »Reddress« mit der südkoreanischen Künstlerin Aamu Song im Pierre Boulez Saal präsentiert, das die Grenzen zwischen Bühne, Musik und bildender Kunst verschwimmen lässt.

Pekka Kuusisto hat zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht, vor allem für Ondine und BIS. Zuletzt erschienen Erkki-Sven Tüürs »Noesis« bei Ondine und Sebastian Fagerlunds Violinkonzert »Darkness in light« bei BIS, beides aufgenommen mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Hannu Lintu. In dieser Spielzeit nimmt er für BIS Hillborgs »Bach Materia« und Bachs Brandenburgische Konzerte Nr. 3 und 4 mit dem Swedish Chamber Orchestra unter Thomas Dausgaard auf.

Pekka Kuusisto spielt eine kostbare italienische Geige von Francesco Stradivari, gebaut um 1738, die ihm von Peter Biddulph zur Verfügung gestellt wird.