Gerold Huber

Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den »Prix International Pro Musicis« in Paris/New York. 2001 ging er als Preisträger aus dem »Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach Saarbrücken« hervor.

Als Liedbegleiter ist Gerold Huber regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der »Schubertiade Schwarzenberg«, den »Salzburger Festspielen«, den »Münchner Opernfestspielen«, den »Schwetzinger Festspielen« und dem »Rheingau Musik Festival« sowie in den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, dem New Yorker Lincoln Center, Armory und der Carnegie Hall, dem Salzburger Festspielhaus sowie den Konzerthäusern in Essen, Dortmund und Baden-Baden.

Gerold Huber ist ein gefragter Begleiter und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Christiane Karg, Christina Landshamer, Ruth Ziesak, Michael Nagy, Maximilian Schmitt, Martin Mitterrutzner und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel Quartett, mit Reinhold Friedrich und Maximilian Hornung. Gekrönt wurde die Saison 2016/17 von drei Konzerten mit Brahms’ »Die schöne Magelone« in Heidelberg, London und München, bei denen Ulrich Tukur den Erzählerpart übernahm. Im Frühjahr 2017 wurde die CD veröffentlicht, auf der Martin Walser der Sprecher der auf Ludwig Tieck basierenden Texte ist, die er in einer eigenen Fassung für Christian Gerhaher und Gerold Huber behutsam ironisiert hat.

2018 geben Christian Gerhaher und Gerold Huber weitere Liederabende mit Brahms’ »Schöner Magelone« in Bamberg, Frankfurt und Wien. Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken von Bach, Beethoven, Brahms und Schubert. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum »Kultursommer Kassel« und zum »New Zealand Festival« in Wellington.

Neben zwei Solo-CDs mit Werken von Beethoven und Schumann liegen zahlreiche herausragende CD-Einspielungen gemeinsam mit Christian Gerhaher vor, die sämtlich mehrfach preisgekrönt sind. Die Begründungen der Jury heben ausnahmslos die kongeniale und symbiotische Partnerschaft dieses Duos hervor. Zu Hubers umfangreicher Diskografie zählen außerdem Einspielungen mit Günther Groissböck (Schubert bei Decca), Bernarda Fink (Schubert bei Harmonia Mundi), Ruth Ziesak (Liszt bei Berlin Classics, Haydn, Mahler und Zemlinsky bei Capriccio, Mendelssohn bei AVI), Maximilian Schmitt bei Oehms Classics (Clara und Robert Schumann sowie Schuberts »Die schöne Müllerin«), Christina Landshamer (Werke von Robert Schumann und Viktor Ullmann bei Oehms Classics) sowie mit Franz-Josef Selig (Lieder von Schubert, Strauss und Wolf bei AVI).

Gerold Huber ist ein gesuchter Lehrer und gibt ausgewählte Meisterklassen, wie z. B. an der University of Yale, dem »Aldeburgh Festival« sowie bei den »Schwetzinger Festspielen«. Seit 2013 ist Gerold Huber Professor für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg. Gerold Huber ist künstlerischer Leiter der »Pollinger Tage Alter und Neuer Musik«.