Alan Gilbert

Seine Amtszeit als Music Director des New York Philharmonic trat Alan Gilbert im September 2009 an. Der erste gebürtige New Yorker, der diese Position bekleidet, hat sich das Ziel gesetzt, das Orchester zum Aushängeschild für die Stadt New York und die Vereinigten Staaten zu machen.

Maestro Gilbert kombiniert unterschiedliches Repertoire und stellt frische und innovative Programme zusammen. Er bahnte die Zusammenarbeit mit wichtigen Künstlern an, indem er die Position des »Marie-Josée Kravis Composer-in-Residence« und des »Mary and James G. Wallach Artist-in-Residence« schuf. Darüber hinaus rief er ein dreiwöchiges, jährlich stattfindendes Festival sowie »Contact!«, eine Konzertreihe zur Aufführung zeitgenössischer Musik, ins Leben. In der Spielzeit 2012/13 dirigiert er mehrere Uraufführungen, er bringt einen Zyklus mit sämtlichen Sinfonien und Konzerten von Brahms zur Aufführung und setzt das »Nielsen-Projekt« fort, eine Initiative über mehrere Jahre zur Aufführung und Einspielung der Sinfonien und Konzerte des dänischen Komponisten. Alan Gilbert dirigiert Bachs h-moll-Messe sowie ein amerikanisches Programm mit Charles Ives’ Sinfonie Nr. 4 und leitet das Orchester auf einer Europa-Tournee. Die Spielzeit endet mit dem Projekt »Gilbert’s Playlist«: In vier Programmen kann Alan Gilbert die von ihm vorgestellten Themen und Ideen wieder aufgreifen, darunter auch das Saisonfinale, eine Neuinszenierung von Strawinskys Balletten in der Regie von Doug Fitch und mit der Ersten Solotänzerin des New York City Balletts Sara Mearns.

Künstlerische Höhepunkte der vergangenen Saison waren Konzertreisen nach Kalifornien und Europa sowie »Philharmonic 360«, ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt des New York Philharmonic und der Park Avenue Armory Organisation für Raummusik, bei dem auch Stockhausens Orchesterwerk »Gruppen« zur Aufführung gelangte und mit dem das Orchester an die erfolgreichen Produktionen vorheriger Spielzeiten wie Ligetis »Le Grand Macabre« und Janáčeks »Das schlaue Füchslein« anknüpfen konnte, die in den Jahren 2010 und 2011 vom Magazin »New York« jeweils zum »Number One Classical Music Event des Jahres« gekürt wurden.

Alan Gilbert ist Direktor für Dirigieren und Orchesterstudien an der Juilliard School und hat den William Schuman Chair für Musik inne. Er ist Ehrendirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und Erster Gastdirigent des NDR Sinfonieorchesters und dirigiert regelmäßig führende Orchester in der ganzen Welt. Zu seinen Auszeichnungen zählen die Ehrendoktorwürde des Curtis Institute of Music, zwei »Grammy Awards« für sein gefeiertes Debüt an der Metropolitan Opera mit John Adams’ »Doctor Atomic« und für die CD »Poèmes« sowie der »Ditson Conductor’s Award« der Columbia University für sein »außergewöhnliches Engagement, Werke amerikanischer Komponisten sowie zeitgenössische Musik zur Aufführung zu bringen«.