Howard Griffiths

Howard Griffiths wurde in England geboren und studierte am Royal College of Music in London. Seit 1981 lebt er in der Schweiz. Howard Griffiths ist seit der Saison 2007/08 neuer Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters. Vorher war er zehn Jahre lang Künstlerischer Leiter des Zürcher Kammerorchesters (ZKO), dessen lange und ausgezeichnete Tradition er in jeder Beziehung erfolgreich weiter geführt hat. Howard Griffiths tritt weltweit als Gastdirigent mit vielen führenden Orchestern auf: dazu gehören das Royal Philharmonic Orchestra London, das Orchestre National de France, das Tschaikowsky Sinfonieorchester des Moskauer Radios, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die London Mozart Players, die Northern Sinfonia, das Orquesta Nacional de España sowie  verschiedene Rundfunkorchester in Deutschland wie die NDR-Radiophilarmonie und das WDR Sinfonieorchester. Howard Griffiths musiziert mit zahlreichen renommierten Künstlerinnen und Künstlern, wie unter anderem mit Maurice André, Kathleen Battle, Joshua Bell, Rudolf Buchbinder, Sir James Galway, Bruno Leonardo Gelber, Evelyn Glennie, Edita Gruberova, Mischa Maisky, Olli Mustonen, Güher und Süher Pekinel, Mikhail Pletnev, Julian Rachlin, Vadim Repin, Maria João Pires, Fazil Say, Gil Shaham und Thomas Zehetmair. Abgesehen von der Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und Orchestern ist Howard Griffiths äusserst engagiert in der Unterstützung und Förderung junger Musikerinnen und Musiker, z. B. als Künstlerischer Leiter der Orpheum Stiftung. Howard Griffiths ist immer wieder für neue, aussergewöhnliche Projekt zu begeistern: so führte er mit dem Sinfonieorchester Basel Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die »Sinfonie der Tausend« mit über tausend Mitwirkenden auf; mit verschiedenen Orchestern zusammen entstanden erfolgreiche Crossover-Projekte und er führte mit dem ZKO die Original-Musik zu Filmen von Charles Chaplin live zur Film-Projektion auf Grossleinwand auf. Über siebzig CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels zeugen von Howard Griffiths’ breitem künstlerischen Spektrum. Sie enthalten zum Beispiel Werke von zeitgenössischen schweizerischen und türkischen Komponisten sowie Ersteinspielungen von wieder entdeckter Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Viele seiner CDs wurden mit international renommierten Preisen ausgezeichnet. Seine Aufnahmen aller acht Sinfonien des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries haben von der Kritik weltweit grosses Lob erhalten. In der jährlichen »New Year’s Honours List«, die Queen Elizabeth II jeweils zum Neujahrstag bekannt gibt, wurde Howard Griffiths 2006 wegen seiner Verdienste um das Musikleben in der Schweiz zum »Member of the British Empire« (MBE) ernannt.