Thomas Hampson

Der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson ist einer der facettenreichsten Künstler unserer Zeit, der durch seine beeindruckenden künstlerischen Fähigkeiten und seine Arbeit in der Kultur und Musikvermittlung internationalen Ruhm erlangte. Er wurde von der Metropolitan Opera Guild zum Met Mastersinger ernannt und sowohl in die American Academy of Arts and Sciences als auch in die Hall of Fame des »Gramophone Magazine« aufgenommen.

Hampsons Opernrepertoire umfasst mehr als 80 Rollen, mit denen er an den weltweit bedeutendsten Opernhäusern gastiert. Als gefragter Konzert- und Liedsänger ist Hampson regelmäßig auf den führenden internationalen Konzertbühnen zu Gast. Mehr als 170 Aufnahmen beweisen seine außergewöhnliche stilistische Spannweite und erhielten renommierte Preise wie den »Grammy Award«, »Edison Award« und den »Grand Prix du Disque«. In der Saison 2018/19 feiert Hampson sein lang ersehntes Debüt an der Canadian Opera in der Titelpartie der Uraufführung von Rufus Wainwrights »Hadrian« und debütiert an der Houston Grand Opera als der berühmte Librettist Lorenzo da Ponte in der Uraufführung von Tarik O’Regans »The Phoenix«. Weitere Opernengagements führen ihn an die Staatsoper Wien, in seiner Paraderolle als Scarpia in der Oper »Tosca«, und zurück an das Teatro alla Scala, wo er als Altair in Strauss’ »Die ägyptische Helena« auf der Bühne steht.

Im Konzertbereich ist Hampson in dieser Saison mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan in Brittens »War Requiem« zu hören und geht mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasily Petrenko auf Tournee mit Werken von Hugo Wolf, Aaron Copland u. a. Des Weiteren ist Hampson beim Chicago Symphony Orchestra mit Dirigent Bramwell Tovey zu Gast und kehrt anschließend mit Klarinettist Daniel Ottensamer und den Wiener Virtuosen zum Musikverein zurück. Wiedereinladungen bringen Hampson in dieser Saison zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons, sowie nach Japan, wo er gemeinsam mit Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester Leipzig Mahler-Lieder singt. Gemeinsam mit renommierten Gesangspartnerinnen ist Hampson bei verschiedenen Galaabenden zu erleben. Mit Angela Gheorghiu gastiert er erneut in Tokio, singt mit Nadine Sierra in Baden-Baden, mit Kristine Opolais in Leipzig und mit Elena Mosuc beim »Ljubljana Festival«. Thomas Hampson kehrt mit Kirill Petrenko zum Sommer Open-Air der Bayerischen Staatsoper »Oper für alle« zurück. Darüber hinaus ist er mit seinem Schwiegersohn, dem Bassbariton Luca Pisaroni, in ihrem Liederabend »No Tenors Allowed« in Boston, Toronto und Santa Fe zu hören.

Liederabende mit seinem langjährigen Klavierbegleiter führen Hampson um die ganze Welt. Höhepunkte in dieser Saison sind die »Schubert-Woche« im Pierre Boulez Saal Berlin sowie Liederabende am Opernhaus Zürich und bei der »Schubertiade« in Österreich. 2018/19 markiert außerdem den Beginn seines Projekts »Song of America: Beyond Liberty«. Während Thomas Hampson sein Publikum durch Jahrhunderte voller Geschichten führt, erzählt er persönliche Anekdoten, rezitiert historische Monologe und liebgewonnene Gedichte, eingebettet in die tiefgreifenden Traditionen des amerikanischen Liedes. Als engagierter Förderer des Kunstlieds gründete der Bariton 2003 die Hampsong Stiftung, um interkulturellen Austausch zu pflegen und voranzutreiben.

Thomas Hampson ist Honorarprofessor an der Universität Heidelberg und erhielt die Ehrendoktorwürde der Manhattan School of Music, des New England Conservatory und des San Francisco Conservatory. Er trägt den Titel Kammersänger der Wiener Staatsoper und wurde in Frankreich zum Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Überdies wurde er mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. 2017 erhielten Thomas Hampson und Wolfram Rieger die »Hugo-Wolf-Medaille« der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie. Hampson ist Künstlerischer Leiter der Lied Akademie Heidelberg und kuratiert die »Schubert-Woche« der Barenboim-Said Akademie.