Camilla Tilling

Die Verbindung ihrer schönen Stimme mit musikalischer Vielseitigkeit spielte eine wichtige Rolle bei der Begründung von Camilla Tillings inzwischen über zwei Dekaden umspannenden Karriere. Sie begann mit einem frühen Debüt an der New York City Opera und hat die Sängerin seitdem an die großen Opernhäuser und Konzertorte der Welt geführt. Gleichzeitig konnte Camilla Tilling eine eindrucksvolle Diskografie aufbauen.

Ihr erfolgreiches Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Sophie (»Der Rosenkavalier«) war der Start einer Zusammenarbeit, die sie auch als Pamina (»Die Zauberflöte«), Dorinda (»Orlando«), Oscar (»Un ballo in maschera«), Arminda (»La finta giardiniera«), Gretel (»Hänsel und Gretel«) und zuletzt als Susanna (»Le nozze di Figaro«) nach London zurückführte. Camilla Tilling trat an der Metropolitan Opera als Zerlina (»Don Giovanni«) und Nannetta (»Falstaff«) auf, an der Opéra national de Paris und am Teatro alla Scala als Ilia (»Idomeneo«), an der Lyric Opera of Chicago, am Moskauer Bolschoi-Theater, Opernhaus La Monnaie in Brüssel und bei den »Münchner Opernfestspielen« als Sophie, an der San Francisco Opera, beim »Festival d’Aix-en-Provence«, an der Bayerischen Staatsoper und der Opéra national de Paris als Susanna sowie am Schlosstheater Drottningholm mit ihrem Rollendebüt als Gräfin Almaviva (»Le nozze di Figaro«). Mit der stimmlichen Flexibilität für ein vielfältiges Repertoire konnte Camilla Tilling außerdem Erfolge feiern als Gouvernante (»The turn of the screw«) beim »Glyndebourne Festival«, Euridice (»Orfeo ed Euridice«) bei der »Mozartwoche« in Salzburg, Donna Clara (»Der Zwerg«) an der Bayerischen Staatsoper, L’Ange (»Saint François d’Assise«) an der Dutch National Opera sowie als Mélisande (»Pelléas et Mélisande«) am Teatro Real in Madrid, der Semperoper Dresden und mit dem Los Angeles Philharmonic.

Als geschätzte Konzertsängerin ist Camilla Tilling regelmäßig zu Gast bei den großen internationalen Orchestern. Zu den Höhepunkten in jüngster Zeit zählen Bachs Matthäus-Passion mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle, Schumanns »Szenen aus Goethes Faust« mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock, Brahms’ »Ein Deutsches Requiem« mit dem New York Philharmonic unter Christoph von Dohnányi und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Bernard Haitink, Dutilleux’ »Correspondances« mit dem Los Angeles Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen, Bachs h-moll-Messe mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan sowie Bergs Sieben frühe Lieder mit dem Sydney Symphony Orchestra unter Christoph von Dohnányi, dem Orchestre National de France unter Daniele Gatti und dem London Symphony Orchestra unter François-Xavier Roth.

Neben Auftritten mit Beethovens Missa solemnis am Teatro alla Scala unter Bernard Haitink und mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Michael Tilson-Thomas bringt die aktuelle Saison für Camilla Tilling »Ein Deutsches Requiem« mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons sowie Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem New York Philharmonic unter Alan Gilbert. Camilla Tillings Diskografie umfasst u. a. Lieder mit Paul Rivinius beim Label BIS, zuletzt 2015 »I Skogen« mit Werken nordischer Komponisten. Sie ist auf einer Aufnahme von »Die Schöpfung« mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink zu hören, in Händels »La resurrezione« mit Le Concert d’Astrée und Emmanuelle Haïm sowie als Ilia (»Idomeneo«) auf einer DVD-Produktion aus dem Teatro alla Scala unter der Leitung von Daniel Harding.