Zoltán Kocsis

Zoltán Kocsis ist eine der großen Musikerpersönlichkeiten der Welt: rätselhaft, brilliant und ungemein vielseitig. Er ist Pianist, Dirigent, Kammermusiker, Komponist und Arrangeur: ein wahrer Allround-Musiker.Als Dirigent ist er für seine einfallsreichen Programme bekannt, die oft auf eigene Transkriptionen zurückgreifen, sowie für seine Affinität zur zeitgenössischen Musik. György Kurtág widmete Zoltán Kocsis mehrere Kompositionen, die dieser in ganz Europa aufführte.1983 gründete Zoltán Kocsis gemeinsam mit Iván Fischer das Budapest Festival Orchestra und diente bis 1997 als Künstlerischer Leiter. In diesen 14 Jahren etablierte sich das Orchester auf höchstem Niveau, mit Auftritten im Concertgebouw Amsterdam, dem Barbican, dem Musikverein, dem Théâtre des Champs Élysées und der Carnegie Hall New York. Das Orchester spielte außerdem bei den Festivals in Salzburg und Luzern, den »BBC Proms« in London und dem »Prager Frühling«. Eine Bartók-Reihe zum 50. Todesjahr des Komponisten, feierte 1995 große Erfolge in Brüssel, Frankfurt, Köln, Paris und New York.1998 wurde Kocsis zum Musikalischen Leiter der Ungarischen Nationalphilharmonie ernannt. Unter den aufsehen erregenden Konzerten seiner ersten Saison war die Aufführung von Schönbergs »Gurreliedern«, die zum Höhepunkt des »Budapest Spring Festival« erklärt wurden. In der nächsten Saison tourt er mit dem Orchester ausgiebig, wobei häufig eigene Kompositionen und Transkriptionen auf dem Programm stehen.Als Gastdirigent arbeitete Zoltán Kocsis bereits mit dem Philharmonia Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Orchestra National de Lyon, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Philharmonie Essen und der Tschechischen Philharmonie.Zoltán Kocsis hat seit den späten 70-ern einen Exklusivvertrag mit Philips Classics. Außerdem nahm er für Denon, Hungaroton, Nippon Columbia und Quintana auf. Seine Einspielungen brachten ihm große Anerkennung ein und er wurde mit diversen Preisen geehrt, darunter der »Edison«-Preis und Preise des »Gramophone«. 2005 beendete er eine Gesamtaufnahme der Klaviermusik Bartóks (sowohl solistisch als auch mit Orchester).