Kristine Opolais

Kristine Opolais, 1979 in Lettland geboren, studierte Gesang an der Lettischen Musikakademie und bei Margreet Honig in Amsterdam. In der Saison 2010/11 gab Kristine Opolais ihr München-Debüt an der Bayerischen Staatsoper in der Titelpartie von »Rusalka«. Sie kehrte in dieser Saison an die Mailänder Scala zurück – als Nedda in einer Neuinszenierung von Roger Leoncavallos Oper »Pagliacci« unter Daniel Harding. Auf der Konzertbühne konnte sie mit dem Tonhalle-Orchester Zürich debütieren. In den nächsten Spielzeiten sind erneute Auftritte mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra sowie ihre Debüts an De Nederlandse Opera und am Opernhaus Zürich vorgesehen.

Kristine Opolais ist regelmäßig zu Gast an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und wird auch in den folgenden Spielzeiten dorthin zurückkehren. Zuletzt sang sie dort in einer Produktion von Prokofiews »Der Spieler« unter Daniel Barenboim. Diese Koproduktion zwischen Berlin und Mailand führte auch zu ihrem Debüt an der Mailänder Scala im Juni 2008. Die auf DVD veröffentlichte Live-Aufnahme wurde von der Presse hoch gelobt. Opolais debütierte im Sommer 2010 beim »Festival d’Aix-en-Provence« in der Rolle der Donna Elvira in »Don Giovanni« unter Louis Langrée. In der Saison 2008/09 debütierte sie an der Wiener Staatsoper in »La Bohème«, an der Opéra de Lyon in Prokofiews »Der Spieler« unter Kazushi Ono sowie am Teatro Regio in Turin in einer Neuinszenierung von »Pique Dame« unter Gianandrea Noseda.

In den vergangenen Spielzeiten umfassten Opolais’ Konzertengagements Auftritte bei den »Salzburger Festspielen« mit Schostakowitschs Sinfonie Nr. 14, mit dem BBC Philharmonic Orchestra unter Gianandrea Noseda, dem Royal Danish Orchestra in Kopenhagen, dem Orquesta Sinfónica de Tenerife und dem Prague Symphony Orchestra. Mit dem Lettischen Nationalsymphonieorchester sang sie in Mahlers 4. Sinfonie.

Kristine Opolais war von 2003 bis 2007 Ensemblemitglied an der Lettischen Nationaloper in Riga, wo sie die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, Mimì und Musetta in »La Bohème«, Liù in »Turandot«, die Titelrollen in »Madama Butterfly« und »Tosca«, Tamara in Rubinsteins »Dämon« sowie in »Eugen Onegin« und in »Pique Dame« sang. In der laufenden Saison wird sie als Tatjana in einer Neuproduktion von »Eugen Onegin« an die Lettische Nationaloper zurückkehren. 2007 debütierte sie dort als Violetta in »La Traviata«. Bei Gastspielen der Lettischen Nationaloper war sie 2006 als Freia in »Das Rheingold«, beim »Bergen Festival« und in Frankreich als Lisa in »Pique Dame« zu hören.

Kristine Opolais ist Preisträgerin des »Paul Sakss Singers’ Award« 2004. 2005 gewann sie den »Lettischen Theaterpreis« als beste Opernkünstlerin sowie den »Lettischen Kulturstiftungspreis«. Sie erhielt den »Großen Lettischen Musikpreis« 2006 und 2007.