Robin Ticciati

Mit Beginn der Saison 2006/07 wurde Robin Ticciati Musikalischer Leiter und Künstlerischer Berater des Gävle Symphony Orchestra (Schweden) und übernahm im Januar 2007 zudem den Posten des Music Director des Glyndebourne on Tour. Seit der Saison 2009/10 ist er Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und wird im Herbst 2010 Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker. Seine Karriere nahm einen rasanten Verlauf, wozu Engagements bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Filarmonica della Scala, dem Royal Liverpool Philharmonic, Orchestra of the Age of Enlightenment und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rome sowie erfolgreiche Opernwiederaufnahmen in Stuttgart und Zürich entscheidend beitrugen. Von allen erwähnten Ensembles wurde er sofort wieder eingeladen.Höhepunkte der Saison 2009/10 umfassten sein Debüt beim London Symphony Orchestra, sein US-Orchester-Debüt beim Los Angeles Philharmonic und zahlreiche Gastengagements, darunter beim Toronto Symphony, Danish National und Swedish Radio Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig und Rotterdam Philharmonic. Die kommende Saison bringt Debüts beim Concertgebouworkest Amsterdam, in Cleveland und Philadelphia.Ticciati halt ein Gleichgewicht zwischen Orchesterengagements und intensiver Opernarbeit. Von 2007-2009 war er Music Director des Glyndebourne on Tour und dirigierte Verdis »Macbeth« sowie »Hänsel und Gretel« beim »Glyndebourne Festival«. Bei den»Salzburger Festspielen« dirigierte er im Sommer 2006 »Il sogno di Scipione« und wurde damit zum jüngsten Dirigenten in der Geschichte des Festivals. Weitere Opernprojekte waren Brittens »Rape of Lucretia« mit Ian Bostridge und Angelika Kirchschlager auf einer Europa-Tournee sowie eine Japan-Tournee mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und der Produktion von »Le nozze di Figaro« der »Salzburger Festspiele«.In den kommenden Spielzeiten wird Ticciati nach Glyndebourne zurück kehren, um »Don Giovanni« zu dirigieren, am Royal Oper House wird er mit »Eugen Onegin« zu hören sein, bei den »Salzburger Festspielen« mit »Le nozze di Figaro«; außerdem gibt er sein Debüt an der Metropolitan Opera mit »Hänsel und Gretel« und am Teatro alla Scala mit »Peter Grimes«.Als ausgebildeter Geiger, Pianist und Perkussionist wandte sich der gebürtige Londoner Ticciati mit 15 Jahren unter der Führung Sir Colin Davis’ und Sir Simon Rattles dem Dirigieren zu, während er noch Mitglied des National Youth Orchestra Großbritanniens war. Während seines Studiums an der St Paul’s School dirigierte er die John Colet Singers in einer Reihe von Konzerten, deren Höhepunkt eine Aufführung des Kyrie in d-moll von Mozart ist.2005 wurde er mit dem »Borletti Buitoni Trust Fellowship« ausgezeichnet.