Sergey Khachatryan

Sergey Khachatryan wurde in Eriwan, Armenien geboren. 2000 gewann er den Ersten Preis beim »Internationalen Jean Sibelius Violinwettbewerb« in Helsinki und wurde damit der jüngste Sieger in der Geschichte des Wettbewerbs. 2005 wurde er mit dem Ersten Preis beim »Königin Elisabeth Wettbewerb« in Brüssel ausgezeichnet. Khachatryan trat mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, Orchestre National de France, Orchestre de Paris, London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Philharmonia Orchestra, NHK Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich auf. In den USA gab er Konzerte mit dem Cleveland Orchestra, New York Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, San Francisco Symphony und dem Los Angeles Philharmonic. Er ist darüber hinaus beim »Ravinia Festival«, »Blossom Festival« und »Mostly Mozart« zu Gast.

Mit dem Philharmonia Orchestra spielte er unter den Dirigenten Christoph von Dohnányi, Esa-Pekka Salonen, Rafael Frühbeck de Burgos, Alexander Lazarev, Tugan Sokhiev und Juraj Valcuha. Höhepunkte der Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchestra waren Bachs Doppelkonzert mit Anne-Sophie Mutter, das Sibelius-Konzert unter Jukka-Pekka Saraste sowie das Chatschaturjan-Konzert auf einer großen Nordamerika-Tournee. Im Januar 2011 gab Sergey Khachatryan sein London-Debüt mit dem London Symphony Orchestra und Schostakowitschs Konzert Nr. 2 unter Valery Gergiev. Seit 2002 tritt er regelmäßig mit dem BBC Philharmonic Orchestra auf und gab mit dem Orchester sein Debüt bei den »Proms« unter Vassily Sinaisky. Eine regelmäßige Zusammenarbeit besteht auch mit Valery Gergiev und dem Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg sowie dem finnischen »Mikkeli Festival«.

Die Konzerte der Saison 2012/13 beinhalten Auftritte mit dem Philharmonia Orchestra und Philippe Jordan, dem Gürzenich-Orchester Köln und Jesús López Cobos, dem Swedish Radio Symphony und Juraj Valcuha, den Münchner Philharmonikern und James Gaffigan, dem Spanish National Orchestra und Juanjo Mena, dem National Symphony Orchestra Taiwan und Shao-Chia Lü, dem National Symphony Orchestra Washington und Vasily Petrenko sowie mit dem Seattle Symphony Orchestra und Ludovic Morlot.

Mit seiner Schwester Lusine Khachatryan hat der Geiger Kammermusik in der Wigmore Hall, der Alten Oper Frankfurt, im Théâtre des Champs-Élysées und der Cité de la Musique in Paris, im Auditorio Nacional Madrid, Concertgebouw Amsterdam, Palais des Beaux-Arts Brüssel, der Philharmonie Luxembourg, der New Yorker Carnegie Hall und Alice Tully Hall sowie im Herbst Theater San Francisco gespielt.

Khachatryans Aufnahme des Sibelius-Konzerts ist 2003 bei Naïve Classique erschienen, gefolgt von einer Schostakowitsch-CD mit dem Orchestre National de France unter Kurt Masur, einer Aufnahme mit Sonaten von Schostakowitsch und Franck 2008 sowie zuletzt einer Einspielung der kompletten Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach.

Sergey Khachatryan spielt die »Ysaÿe«-Guarneri von 1740, die ihm freundlicherweise von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.