Vittorio Grigolo

Mit dem jungen italienischen Tenor Vittorio Grigolo feiert Italien eine phänomenale Rückkehr auf die Opernbühne. Die außergewöhnlichen stimmlichen und dramatischen Fähigkeiten des Künstlers fanden bei der internationalen Presse höchsten Anklang. Vittorio Grigolo wurde im toskanischen Arezzo geboren und wuchs in Rom auf. Er war erst vier Jahre alt, als er seine Leidenschaft für die Musik entdeckte; ein paar Jahre später wurde er Solist im Chor der Sixtinischen Kapelle. Mit dreizehn Jahren debütierte er als Hirte in »Tosca«. Danach begann sein wirklicher Gesangsunterricht. Als 23-Jähriger war er der jüngste Tenor, der je an der Mailänder Scala aufgetreten war. Binnen weniger Jahre sang er in der ganzen Welt unter der Leitung von Riccardo Chailly, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Myung-Whun Chung, Gustavo Dudamel und Antonio Pappano.

Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison gehören sein Debüt an der Opéra Bastille Paris in »Lucia di Lammermoor« im Herbst 2013, Aufführungen an der Mailänder Scala und »La Bohème« in Wien und New York. Ferner wird Sony Classical sein neues Album »Ave Maria« veröffentlichen. Von seinen frühen Jahren im Chor der legendären Sixtinischen Kapelle angeregt, präsentiert Vittorio Grigolo jetzt im Zusammenwirken mit demselben Chor, der seine musikalischen Anfänge prägte, eine ganz persönliche Kollektion erhebender Lieder geistlichen Inhalts.

Grigolos Repertoire enthält rund zwei Dutzend Opern von Mozart, Donizetti, Verdi, Puccini, Gounod, Massenet, Offenbach und Bernstein sowie die geistlichen Werke Rossinis. Als einer der führenden Tenöre seiner Generation tritt er heute an den renommiertesten Opernhäusern der Welt auf, darunter die Mailänder Scala, das Royal Opera House London und die New Yorker Metropolitan Opera. Zu seinen jüngsten Opernverpflichtungen gehörten die Titelpartien in »Faust«, »Roméo et Juliette«, »Manon«, »Don Carlo« und »Les contes d’Hoffmann«. Seine Konzertauftritte sind von derselben Energie erfüllt wie seine Darbietungen auf der Opernbühne. 2008 konnte er in Chicago bei einer Veranstaltung zur Erinnerung an Luciano Pavarotti vor einem mehr als 40 000-köpfigen Publikum singen. 2010 nahm er mit Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv an einer konzertanten Gala-Aufführung des »Rigoletto« teil.

Nachdem sein Debüt-Album bereits Gold und Platin erreichte, die neue Aufnahme der »West Side Story« von Leonard Bernstein für einen »Grammy« nominiert wurde und das bei Sony Classical erschienene Album »The Italian Tenor« den ersten Platz der US Billboard Classical Album Charts belegte, hat sich Vittorio Grigolo als erfolgreicher Studiokünstler etabliert. 2011 brachte Sony Classical das Album »Arrivederci« heraus – eine persönliche Auswahl der beliebtesten italienischen Lieder und Opernarien, die je für Tenor geschrieben wurden. Auch im Fernsehen ist Vittorio Grigolo erfolgreich aufgetreten: Zunächst 2008 als Alfredo in »La traviata«, live übertragen aus dem Züricher Hauptbahnhof, dann 2010 mit einer weltweit live ausgestrahlten Aufführung des »Rigoletto« an der Seite Plácido Domingos.

Vittorio Grigolo wurde bereits mit verschiedenen Auszeichnungen bedacht. Unter anderem erhielt er den »European Border Breakers Award« für sein erstes Solo-Album »In the Hands of Love« (Polydor) sowie den französischen »Diapason« als Entdeckung des Jahres (2010) für sein Album »The Italian Tenor«. Der »ECHO Klassik« würdigte ihn als Nachwuchskünstler des Jahres 2011.