Xavier de Maistre

Xavier de Maistre gehört zu jener Elite von Solokünstlern, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen namhafter Zeitgenossen präsentiert er meisterhafte Arrangements: Werke wie Smetanas »Moldau«, die gewöhnlich von einem ganzen Orchester gespielt werden. Dank der Qualität seiner Interpretationen und der Vielfalt seiner Konzertprojekte gilt er als einer der kreativsten und eindrucksvollsten Musiker seiner Generation.

Xavier de Maistre konzertiert weltweit in den bedeutendsten Konzerthäusern. Er tritt mit führenden Orchestern auf und arbeitete mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Lionel Bringuier, Daniele Gatti, Mirga Gražinytė-Tyla, Daniel Harding, Kristjan Järvi, Philippe Jordan, Riccardo Muti, Andrés Orozco-Estrada, André Previn, Sir Simon Rattle und Yuri Temirkanov. Er ist gern gesehener Gast bei internationalen Musikfestivals wie dem »Schleswig-Holstein Musik Festival«, den »Salzburger Festspielen« und »Mostly Mozart« in New York. Solorecitals, Duoabende und Kammermusik mit Musikerkollegen wie Diana Damrau, Baiba Skride und Daniel Müller-Schott komplettieren sein künstlerisches Schaffen.

In der Saison 2018/19 bringt Xavier de Maistre das für ihn geschriebene Konzert »Trans« von Kaija Saariaho in vier Ländern zu Gehör, so beim Malmö Symphony Orchestra unter Marc Soustrot, beim Oslo Philharmonic unter Lionel Bringuier, beim Los Angeles Philharmonic unter Susanna Mälkki und beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Dima Slobodeniouk. Bei den Konzerten in Los Angeles und Wien handelt es sich um nationale Erstaufführungen.

Weitere Höhepunkte der Spielzeit sind Konzerte mit dem Gürzenich-Orchester Köln unter Dmitrij Kitajenko, den Bochumer Symphonikern, dem NHK Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie eine Tournee mit Konzerten in Stuttgart, Freiburg, Zürich und Wien mit der Filarmónica Joven de Colombia unter Andrés Orozco-Estrada.

Recitals mit der spanisch-mexikanischen Flamenco-Legende Lucero Tena führten ihn nach Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, in den Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Trio mit Baiba Skride und Daniel Müller-Schott spielte Xavier de Maistre im Frühjahr 2019 Konzerte in Österreich, Ungarn und Deutschland. Gegen Ende der Saison ist er mit der Sopranistin Diana Damrau außerdem in Baden-Baden, Wien, Oslo und Barcelona zu hören.

Als Exklusivkünstler bei Sony Music nahm Xavier de Maistre seit 2012 zahlreiche CDs auf. Zuletzt erschien im Januar 2018 unter Mitwirkung der Kastagnettenvirtuosin Lucero Tena ein Album mit spanischem Repertoire.

In Toulon (Frankreich) geboren, begann er im Alter von neun Jahren Harfe zu spielen. Zunächst am Konservatorium in Toulon ausgebildet, vervollständigte er später seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. 1998 gewann Xavier de Maistre die „US International Harp Competition“ in Bloomington. Mit nur 24 Jahren und als erster französischer Musiker wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. 2010 verließ er das Orchester wieder, um sich ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen. Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg. Er gibt regelmäßig Meisterkurse an der Juilliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London. Der Künstler spielt eine Harfe von Lyon & Healy.