Olivier Latry

Als einer der weltweit führenden Botschafter seines Instruments anerkannt, tritt der französische Organist Olivier Latry in den großen Konzertorten, als Gast führender Orchester und unter renommierten Dirigenten auf. Er hat Aufnahmen für große Labels gemacht und eine beeindruckende Zahl von Uraufführungen gespielt. Olivier Latry, im Alter von 23 Jahren zum Titularorganist an Notre-Dame in Paris ernannt und seit 2012 Organist Emeritus des Orchestre National de Montréal, ist ein versierter und experimentierfreudiger Musiker, der alle Bereiche der Orgelmusik erkundet und ein besonderes Talent in der Improvisation zeigt.

Latry tritt regelmäßig in Konzerthäusern auf wie der Philharmonie de Paris, Walt Disney Concert Hall, Davies Hall San Francisco, dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, Musikverein und Konzerthaus Wien, KKL Luzern, der Royal Festival Hall, Royal Albert Hall, Suntory Hall und dem De Doelen Rotterdam mit großen Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Boston Symphony, Philharmonia Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Sydney Symphony, RSO Wien, Hong-Kong Philharmonic, Toronto Symphony, Orchestre Symphonique de Montréal und Orchestre National de France. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Andris Nelsons, Esa-Pekka Salonen, Stéphane Denève, Fabien Gabel, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Edo de Waart und Jukka-Pekka Saraste.

Jüngste Höhepunkte umfassen die Uraufführung von Kaija Saariahos »Maan Varjot« für Orgel und Orchester mit dem Orchestre Symphonique de Montréal, Orchestre National de Lyon und Philharmonia Orchestra 2014 sowie die Uraufführung von Michael Gandolfis Konzert mit dem Boston Symphony Orchestra 2015. Latry spielte die Uraufführung von Benoît Merniers Orgelkonzert zur Einweihung der neuen Orgel im Brüsseler Palais des Beaux-Arts 2017. 2016 machte er Aufnahmen für Warner Music an der Rieger-Orgel der Philharmonie de Paris, die er kurz zuvor eingeweiht hatte. Von 2017 bis 2019 ist er Artist in Residence an der Dresdner Philharmonie.

Seine enge Verbundenheit mit dem französischen Orgelrepertoire schlug sich in der Aufnahme des Orgel-Gesamtwerks Olivier Messiaens für die Deutsche Grammophon nieder, verbunden mit Konzerten in Paris, London und New York. 2005 nahm Olivier Latry ein César-Franck-Album für die Deutsche Grammophon auf. Unter seinen weiteren Einspielungen findet sich auch Saint-Saëns’ Orgelsinfonie mit Christoph Eschenbach und dem Philadelphia Orchestra für Ondine. Seine letzte Aufnahme, erschienen bei Naïve, heißt »Trois Siècles d’Orgue à Notre-Dame de Paris« und umfasst Werke von ehemaligen und derzeitigen Organisten der Kathedrale Notre-Dame.

Der ehemalige Schüler von Gaston Litaize unterrichtet heute selbst am Conservatoire National Supérieur de Paris und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter 2000 der »Prix de la Fondation Cino et Simone Del Duca« (Institut de France der Académie des Beaux-Arts). Er ist Ehrenmitglied der North and Midlands School of Music und des Royal College of Organists. Er wurde 2009 von der American Guild of Organists als »International Performer of the Year« geehrt und erhielt 2010 einen Ehrendoktortitel der McGill University in Montreal.