Deutscher Kammerchor

Der in der Regel mit 16 Stimmen musizierende Deutsche Kammerchor verfolgt seit seiner Gründung im Jahr 2001 das Ziel, den großen Erfahrungsschatz seiner ensemblebegeisterten Chorsänger und versierten Gesangssolisten in einem vokalen Klangkörper zu bündeln, um sich gemeinsam der Chorliteratur unterschiedlicher Epochen und Stile zu widmen – sowohl a cappella als auch mit renommierten instrumentalen Partnern. Das Ensemble arbeitet dabei auf freiberuflicher Basis und führt inhaltlich wie organisatorisch selbst Regie.

Bereits im ersten Jahr seines Bestehens war der Deutsche Kammerchor mit der Uraufführung von Christian Josts »Phoenix resurrexit« landesweit im Radio zu hören und trat chorisch wie solistisch in Purcells »Dido und Aeneas« unter Harry Christophers in Bremen auf. Im Jahr darauf debütierte das Ensemble mit Händels »The Messiah« unter der Leitung von Daniel Harding in der Alten Oper Frankfurt sowie im Pariser Theâtre des Champs-Elysées und gastierte zusammen mit Concerto Köln bereits im Concertgebouw Amsterdam.

Auftritte mit dem Ensemble Modern bei den »Berliner Festspielen« und beim »Holland Festival« (Heiner Goebbels »Landschaft mit entfernten Verwandten«) sowie im gleichen Jahr Konzerte mit Kantaten von Johann Sebastian Bach und Motetten von Heinrich Schütz in der Glocke Bremen, im Großen Musikvereinssaal in Wien und in der Kölner Philharmonie dokumentierten rasch die stilistische Breite und Wandlungsfähigkeit des Deutschen Kammerchors sowie das große Interesse an seiner Arbeit auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Auf Einladung des Bundespräsidenten gestaltete der Deutsche Kammerchor ein Adventskonzert in Schloss Bellevue und einen Staatsbesuch in der Türkei.

Weitere Höhepunkte für das Ensemble waren die (solistische) Gestaltung des Zyklus »Dunkle Spiegel« von Heinz Holliger beim »Bachfest Leipzig«, die Aufführung von Händels Oratorium »Athalia« bei den »Händel-Festspielen Halle«, Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie bei den »Salzburger Festspielen« oder die Interpretation von Bachs h-moll-Messe in der Dresdner Frauenkirche.

Die Kritik rühmte in der Vergangenheit die »Leichtigkeit, Flüssigkeit, Differenzierung [und] Transparenz des Vortrags« (»Frankfurter Rundschau«), ein »perfekt zusammengestelltes Puzzle wunderschöner Stimmen« (»Dresdner Neueste Nachrichten«) und lobte mit dem Deutschen Kammerchor ein »Vokalensemble von außerordentlicher Homogenität und Flexibilität« (»Frankfurter Allgemeine Zeitung«).

Partner des Chores waren in der Vergangenheit die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Ensemble Modern oder Concerto Köln; seine Konzerte führten das Ensemble unter anderem in das Festspielhaus Baden Baden, den Prinzregentenbau Bad Kissingen, den Philharmonie Essen, das Leipziger Gewandhaus und das Nationaltheater in Warschau. Im März 2015 wird unter dem Titel »Psalmus« im Label Christophorus eine neue A-cappella-CD des Deutschen Kammerchors erscheinen, auf der unter Leitung von Michael Alber Psalmvertonungen christlicher und jüdischer Komponisten zu hören sein werden.