Panajotis Iconomou

Panajotis Iconomou trat 1980 dem Tölzer Knabenchor bei. Seine erste Opernrolle war 1983 der Zephyrus in Mozarts »Apollo et Hyacinthus« bei den »Brühler Schlosskonzerten« unter Helmut Müller-Brühl. 1985 übernahm er die Alt-Soli in Bachs Johannes- und Matthäuspassion unter Nikolaus Harnoncourt beim »Styriarte Festival« Graz. 1986 sang er das Altsolo in den »Musikalischen Exequien«von Heinrich Schütz bei der Einweihung der Münchner Philharmonie unter der Leitung von Sergiu Celibidache.
Zu seinen Opernrollen gehörten unter anderem der 3. Knabe in »Die Zauberflöte«, der Hirtenjunge in »Tosca«, Apollo in »Apollo et Hyacinthus« und Seconda Apparizione in »Macbeth«. 1984 trat er bei den »Salzburger Festspielen« als Vierter Edelknabe in »Lohengrin« mit Herbert von Karajan auf. Aufzeichnungen während dieser Zeit beinhalten Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe mit Andrew Parrot für die EMI und verschiedene Kantaten.

Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre erhielt er ein Stipendium von den Friends of Covent Garden und der Alexandros-Onassis-Stiftung für ein Studium am National Opera Studio in London.
In Konzerten sang er Beethovens »Missa Solemnis« (Sir Colin Davis, The Barbican, London) und die Rolle des Moser in »IMasnadieri« (Sir Edward Downes). Er sang das Bass-Solo in John Eliott Gardiners »Bach Cantata Pilgrimage«. Ebenso stand er auf der Bühne mit Jean-Claude Malgoire (»La Grande Ecurie et la Chambre du Roi«), Hans Graf (Orchestra Regionala Toscana), Giovanni Antonini und Il Giardino Armonico, Frans Brüggen sowie Gustav Leonhard.
Seine ersten beruflichen Engagements umfassten den Sarastro in »Die Zauberflöte« (Opera Holland Park, London) und Osmin in »Die Entführung aus dem Serail«(Saarbrücken). Er hat Colline in »La Bohème« (Scottish Opera Glasgow) gesungen, Sparafucile in »Rigoletto« (Welsh National Opera Cardiff), Masetto in »Don Giovanni«. Später kehrte er an die Scottish Opera und die Welsh National Opera zurück, um Sarastro und Collinezusingen. Sein Debüt an der English National Opera (ENO), London, gab er als Tom in »Un Ballo in Maschera«.
Während seines Engagements beim Theater Hagen war Panajotis unter anderem in den Rollen Leporello in »Don Giovanni«, Holzhacker in »Die Königskinder« (Humperdinck), Figaro in »Le Nozze di Figaro« und Mephistophéles in »Faust«(Gounod).

Er gab den Corpo in »Rappresentatione di Anima et di Corpo« von Cavalieri (Oper Köln), war der Sprecher in »Die Zauberflöte«, der Agent der Geheimpolizei in »The Consul« (Gian-Carlo Menotti), Plutone in »L’Orfeo«und Mercurio in »L’incoronazione di Poppea«.

Jüngst sang er Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Combattimento Consort Amsterdam und dem Gewandhaus Orchester, Sarastro beim »Macerata Festival«, die Bassrolle in Bachs Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium und Jesus in Bachs Matthäus-Passion.

Neben solistischen Auftritten in Bachs Weihnachtsoratorium wird Panajotis Iconomou in Bachs Kantate »Himmelskönig, sei willkommen«in der Thomaskirche Leipzig unter Georg Christoph Biller zu hören sein. Außerdem wurde er wieder eingeladen, den Jesus in Bachs Matthäus-Passionmit dem Noord Nederlands Orkest zu singen.