Krystian Zimerman

Krystian Zimerman wurde berühmt, als er mit 18 Jahren den Ersten Preis beim »Internationalen Chopin-Wettbewerb« in Warschau gewann. Seither hat er eine Weltkarriere gemacht, tritt mit den führenden Orchestern auf und gibt Recitals in den bedeutendsten Konzertsälen. Er hat mit vielen bedeutenden Musikern zusammengearbeitet, darunter Kammermusikpartner wie Gidon Kremer, Kyung Wha Chung und Yehudi Menuhin sowie Dirigenten wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Pierre Boulez, Zubin Mehta, Bernard Haitink und Sir Simon Rattle.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu Chopins 200. Geburtstag im Jahr 2010 gab Krystian Zimerman das Chopin-Geburtstags-Recital bei der »International Piano Series« in London. 2013 spielte er zum 100. Geburtstag von Witold Lutosławski dessen eigens für ihn komponiertes Klavierkonzert in mehreren Städten der Welt, u. a. in der Londoner Royal Festival Hall mit dem Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen. Auftritte in jüngerer Zeit waren sein China-Debüt beim Shanghai Symphony Orchestra unter Paavo Järvi, Konzerte mit dem Taipei und Bangkok Symphony Orchestra und Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 sowie Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 mit dem London Symphony Orchestra und den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. In der Saison 2017/18 führte er seine Zusammenarbeit mit Rattle und dem LSO mit Aufführungen von »The Age of Anxiety« anlässlich des Bernstein-Jubiläums fort.

Krystian Zimerman nimmt beinahe zu jedem Auftritt sein eigenes Klavier mit, eine Gewohnheit, die beim Publikum verstärkte Aufmerksamkeit für Komplexität und Möglichkeiten des Instruments weckt. Indem er auf seinem vertrauten Instrument spielt und sein Wissen über Klavierbau einbringt (das er in Katowice erworben und durch die enge Zusammenarbeit mit Steinways in Hamburg weiterentwickelt hat), kann er außermusikalische Ablenkungen auf ein Minimum beschränken. Bei Einspielungen verhält es sich ähnlich, auch hier kontrolliert Krystian Zimerman sämtliche

Stufen des Prozesses. Während seiner langen Zusammenarbeit mit der Deutschen

Grammophon erhielt er zahlreiche Preise. Seine zuletzt veröffentlichte Solo-CD mit Sonaten von Franz Schubert wurde in Japan produziert und von der Kritik begeistert aufgenommen.

Das Musikmachen hat in Zimermans Familie Tradition. Er war von klein auf fast täglich von Kammermusik umgeben – eine Erfahrung, die ihm einen natürlichen und vertrauten Zugang zur Musik verschaffte. Er unternahm die ersten Schritte unter Anleitung seines Vaters und erhielt mit sieben Jahren Unterricht bei Andrzej Jasiński, der damals am Konservatorium in Katowice lehrte. 2015 kehrte Krystian Zimerman nach Katowice zurück, um beim Eröffnungskonzert der neu erbauten Konzerthalle zu spielen.