Leonidas Kavakos

Leonidas Kavakos hat sich als Geiger und Künstler von einzigartiger Qualität auf höchstem technischem Niveau und herausragender Musikalität etabliert. Er arbeitet weltweit mit den herausragenden Orchestern und Dirigenten und ist regelmäßiger Gast in den großen Konzerthäusern und bei den bedeutenden Festivals dieser Welt. Leonidas Kavakos ist ein Exklusiv-Künstler bei Sony Classical.

Die drei wichtigen Mentoren seines Lebens waren Stelios Kafantaris, Josef Gingold und Ferenc Rados. Im Alter von nur 21 Jahren hatte Leonidas Kavakos schon drei große Wettbewerbe gewonnen: den »International Jean Sibelius Violin Competition«1985 und den »Paganini«- und »Naumburg-Wettbewerb«1988. Dieser Erfolg führte ihn dazu, die Erstaufnahme der Original-Version von Sibelius’ Violinkonzert (1903/04) einzuspielen, für die er 1991 den »Gramophone Concert Award«erhielt.

In der Saison 2018/19 ist Leonidas Kavakos Artist in Residence des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Teil dieser Residency führt er mit Mariss Jansons am Pult das Violinkonzert Nr. 1 von Schostakowitsch und unter der Leitung von Daniel Harding Alban Bergs Violinkonzert auf. Zudem wird er in der Doppelrolle als Solist und Dirigent Beethovens Violinkonzert spielen sowie dessen Sinfonie Nr. 7 dirigieren. Weitere Gastspiele führen ihn u. a. zum London Symphony Orchestra, den Wiener Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, Israel Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony und auf China-Tour mit Konzerten u. a. bei den Orchestern in Guangzhou, Hangzhou, Peking und Shanghai. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin präsentiert er die deutsche Erstaufführung von Lera Auerbachs Violinkonzert Nr. 4 »Nyx: Fractured Dreams«. Weitere Tourneen führen ihn mit Yo-Yo Ma, Emanuel Ax und Klaviertrios von Johannes Brahms nach Paris, Frankfurt, Wien und London und mit Yuja Wang auf Duo-Tournee nach Europa und in die Carnegie Hall. Mit seinem langjährigen Duo-Partner Enrico Pace führt ihn eine weitere Duo-Tournee durch die USA.

In den letzten Jahren baute sich Leonidas Kavakos ein starkes Profil als Dirigent auf. So dirigierte er schon das London Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, Houston Symphony,Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Gürzenich-Orchester Köln,Maggio Musicale Fiorentino, Filarmonica Teatro La Fenice, Orchestre de la Suisse Romande und das Danish Radio Symphony Orchestra. Diese Saison dirigiert er das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Budapest Festival Orchestrea, die Wiener Symphoniker, das Chamber Orchestra of Europe und das Dallas Symphony Orchestra.

Im Juni 2018 kehrte Leonidas Kavakos zurück zum Sony Classical Label, für das er zuvor schon Mendelssohns Violinkonzert und Violinkonzerte von Mozart in der Doppelrolle als Solist und Dirigent mit der Camerata Salzburg eingespielt hat. Zuletzt erschien bei Sony Classicalim Herbst 2017 die sehr erfolgreiche Einspielung von Brahms-Trios mit Yo-Yo Ma und Emanuel Ax. Leonidas Kavakos‘ nächstes Projekt für Sony wird die Einspielung von Beethovens Violinkonzert als Solist und Dirigent mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks diese Saison sein.

Leonidas Kavakos umfangreiche Diskografie enthält außerdem eine Gesamteinspielung der Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace, Brahms’ Violinkonzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Riccardo Chailly, Brahms-Sonaten mit der Pianistin Yuja Wang und die CD »Virtuoso«mit einer Sammlung von Encores. Leonidas Kavakos war »Gramophone Artist of the Year 2014«. Seine Einspielungen erschienen bei den Labels BIS, ECM und Decca.

Leonidas Kavakos ist der Gewinner des »Léonie Sonning Musikpreises«2017. Dieser prestigeträchtige Preis ist die höchste musikalische Auszeichnung Dänemarks und wird jährlich an international anerkannte Komponisten, Instrumentalisten, Dirigenten oder Sänger verliehen. Frühere Preisträger waren z. B. Leonard Bernstein, Benjamin Britten, Arthur Rubinstein, Yehudi Menuhin, Dmitri Schostakowitsch, Dietrich Fischer-Dieskau, Mstislav Rostropowitsch, Pierre Boulez, György Ligeti, Alfred Brendel, Daniel Barenboim und Sir Simon Rattle.

In Athen in eine Musiker-Familie hineingeboren kuratiert Leonidas Kavakos dort jährlich eine Meisterklasse für Violine und Kammermusik, die Musiker aus der ganzen Welt anzieht und sein großes Verantwortungsbewusstsein für die Weitergabe von musikalischem Wissen und musikalischer Tradition ausdrückt. Zu dieser Tradition gehören auch der Geigen- und Bogenbau, die für Leonidas Kavakos beide ein großes Mysterium und unergründliches Geheimnis bedeuten. Kavakos spielt die »Willemotte«Stradivari von 1734 und besitzt moderne Violinen aus der Werkstatt von Florian Leonhard, Stefan-Peter Greiner, Eero Haahti und David Bagué.