Jan Lisiecki

Die »New York Times« bezeichnete den Kanadier Jan Lisiecki als »einen Pianisten, der jeder Note Bedeutung verleiht«. Mit 15 Jahren unterschrieb er einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon. Es folgte sein Debütalbum, Mozarts Klavierkonzerte Nr. 20 und Nr. 21 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (2012). 2013 veröffentlichte er Chopins Etüden op. 10 und op. 25.

Für sein poetisches und reifes Spiel wurde Jan Lisiecki mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Live-Aufführungen der beiden Chopin-Klavierkonzerte wurden 2010 vom Chopin Institut in Warschau veröffentlicht. Die Aufnahme erhielt den »Diapason Découverte«-Preis; das »BBC Music Magazine« feierte seine Aufnahme »als frisch ungehyptes Debüt, das auch aus überfüllten CD Katalogen heraussticht«. Lisiecki erhielt 2013 den »Leonard Bernstein Preis« des »Schleswig-Holstein Musik Festivals« und wurde von »Gramophone« zum »Artist of the Year« ernannt.

Die Höhepunkte der letzten Saisons umfassten Lisieckies Debüt mit dem Orchestra Mozart Bologna unter Claudio Abbado, sein »BBC-Proms«-Debüt mit dem Orchestra dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano in der Royal Albert Hall, sein Debüt mit dem Orchestra Filarmonica della Scala in Mailand, gefolgt unter anderem von Engagements mit dem Orchestre de Paris und mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, sowie sein Debüt in der Wigmore Hall in London.

Im April 2014 spielte Jan Lisiecki zusammen mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin drei Mozart-Konzerte innerhalb einer Woche. Weitere Highlights folgten in dieser Saison, so auch Aufführungen mit dem Philharmonia Orchestra unter Krzysztof Urbański und mit dem NHK Symphony Orchestra in Japan. 2015 gibt er sein Debüt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. 2012 wurde Jan Lisiecki zum »UNICEF-Botschafter« von Kanada ernannt.