quartet-lab

Mit seiner Experimentierfreude hat sich das quartet-lab von der üblichen Herangehensweise an das Standard-Quartett-Repertoire gelöst. Ihre Programme wurden rund um musikalische Struktur, Kontext und Farbe kreiert und stellen zeitgenössische Werke neben das bekannte Repertoire. Solch ungewöhnliche Programme sind zum Markenzeichen des Quartetts geworden, lassen sie herausstechen und machen sie zu einem der spannendsten Ensembles dieser Zeit.

Die Saison 2014/15 hält für das quartet-lab Debüts am Wiener Konzerthaus, dem Amsterdamer Concertgebouw und der Philharmonie Luxembourg bereit. Im vergangenen Jahr hatte das quartet-lab sich auf Tournee begeben: Ein Auszug aus einem Artikel des »The Independent« fasst die einhellige Meinung der Kritiker der internationalen Kulturpresse zusammen: »Ihre kombinierte Virtuosität raubte einem den Atem.« In der vergangenen Saison trat das Quartett auch bei Thomas Larchers Festival »Musik im Riesen« und den »Schwetzinger Festspielen auf«. Ihre Residenz beim »Helsinki Festival« 2013 gipfelte in einem Fernsehkonzert, woraufhin der Dokumentationsfilm »Birth of a Quartet« folgte, der die Gründungsidee des Ensembles beleuchtet.

Die vier Künstler spielen international auf höchstem Niveau. Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldavien geboren und studierte in Wien und Bern Komposition und Geige. Sie wird als eine der tonangebenden Interpretinnen des zeitgenössischen Repertoires angesehen, und ihre vielfach preisgekrönten Aufnahmen von Konzerten von Bartók, Ligeti, Eötvös, Stravinsky und Prokofiew für Naïve Classique haben einen neuen Standard in diesem Genre bestimmt. Die Royal Philharmonic Society zeichnete sie vor kurzem als »Instrumentalist of the Year 2013« aus.

Der erste Finne, der die »International Jean Sibelius Violin Competition« gewonnen hat, Pekka Kuusisto, kooperiert mit Künstlern aus den verschiedensten Bereichen und arbeitet mit vielen prominenten Komponisten zusammen, so zum Beispiel Sebastian Fagerlund, Nico Muhly, Thomas Adès und Owen Pallett. Er ist der künstlerische Leiter des preisgekrönten »Our Festival« in Sibelius’ Heimatstadt Järvenpää und war 2013 für den »Nordic Council Music Prize« nominiert. Kopatchinskaja und Kuusisto wechseln innerhalb des Quartetts die Positionen ab.

Eine von Skandinaviens begehrtesten Bratschistinnen, Lilli Maijala, ist bekannt für ihre stilistische Bandbreite und ihre Kraft, das Publikum mit ihrem farbenfrohen und expressiven Können zu fesseln. Maijala hat erfolgreich am Wettbewerb »Nordic Viola«, dem Viola-Wettbewerb des »Klassikfestival Ruhr« und am »ARD-Musikwettbewerb München« teilgenommen. Durch ihre Lehrtätigkeit an der Sibelius Academy in Helsinki hilft sie eine neue Generation Bratschisten auszubilden.

Pieter Wispelweys differenzierte musikalische Persönlichkeit gründet sich auf seine Ausbildung, die er bereits in jungen Jahren bei Dicky Boeke und Anner Bylsma in Amsterdam begann und bei Paul Katz in den USA und William Pleeth in Großbritannien fortsetzte. Sein scharfsinniges stilistisches Bewusstsein in Kombination mit wahrhaft unverfälschten Interpretationen und phänomenaler technischer Perfektion haben die Herzen von Kritikern und Zuhörern gleichermaßen gewonnen.