Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun zählt zu den außergewöhnlichsten und weltweit führenden Interpretinnen der zeitgenössischen Musikszene. Ihr Repertoire beinhaltet neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienpartien zurzeit über 800 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter mehr als 300 Uraufführungen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit den verschiedensten Komponisten, darunter Helmut Lachenmann, Heinz Holliger, Georg Friedrich Haas, Salvatore Sciarrino und Bernhard Lang. Der NDR widmete ihr 2012, 2016 und 2018 Porträt-Konzerte.

Sie tritt als Solistin in Konzerthäusern und Festivals wie der Suntory Hall Tokyo, dem Muziekgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, der Tonhalle Zürich, dem Auditorio National Madrid, der Berliner und Kölner Philharmonie, den Biennalen Paris, Venedig und München, dem Arnold Schönberg Center Wien und den Festivals in Witten, Donaueschingen und Herrenhausen auf.

Ihre enorme Wandlungsfähigkeit demonstriert sie auch regelmäßig auf der Musiktheaterbühne. So war sie an den Opernhäusern in Zürich, Basel, Dresden, Frankfurt, München, Düsseldorf, Stuttgart, Mannheim, Leipzig, Straßburg, Luxemburg und Zagreb sowie der Opéra Bastille und Opéra Comique in Paris zu Gast. Ihre eindringliche schauspielerische und musikalische Interpretation beweist sie immer wieder in der Darstellung komplexer Frauenfiguren. Hier sind vor allem die Monodramen »Yes I will Yes« von Dieter Schnebel (Elbphilharmonie Hamburg), »Carlotas Zimmer« von Arturo Fuentes mit dem Klangforum Wien (»Klangspuren Schwaz«) und »Lohengrin« von Salvatore Sciarrino (»Osterfestspiele Salzburg«) hervorzuheben. Für die Rolle der Elsa in »Sciarrinos Monodram« wurde sie von der »Opernwelt« 2017 als »Sängerin des Jahres« nominiert.

Sarah Maria Sun konzertierte mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Peter Rundel, Heinz Holliger sowie u. a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner Philharmonikern, den Sinfonieorchestern des NDR, BR, SWR und WDR, den Dresdner Philharmonikern und dem Tokyo Symphony Orchestra sowie mit Ensembles wie der Musikfabrik Köln, dem Ensemble Modern, Mosaik, Intercontemporain und den Streichquartetten Diotima, Arditti, Minguet und Signum.

Von 2007 bis 2014 war sie die Erste Sopranistin der Neuen Vocalsolisten Stuttgart, einem Kammerensemble aus sieben Sängern, das seit 30 Jahren weltweit zu den wichtigsten Vorreitern für zeitgenössische Musik zählt.

Sarah Maria Suns Diskografie umfasst mehr als 30 CDs, davon wurden einige mit Preisen ausgezeichnet. 2017 wurden vier ihrer sechs Neuveröffentlichungen für den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik« nominiert.

Sarah Maria Sun studierte Gesang in Köln und Stuttgart und wurde anschließend von Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner betreut. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, u. a. an den Hochschulen von Oslo, Harvard, Chicago, Stockholm, Zürich, Rostock, Moskau, Dresden, Hannover und Berlin.

Die Saison 2018/19 führt die Sängerin u. a. zur Semperoper Dresden, zu den »Klangspuren Schwaz« mit dem Klangforum Wien, zum »Resonant Bodies Festival« in New York, zum »Festival Cervantino« in Mexiko, zu »Wien Modern« und zur Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.