Christina Pluhar

Christina Pluhar wurde in Graz geboren. Nach ihrem Studium der Konzertgitarre entdeckte sie ihre Liebe zur Renaissance- und Barockmusik und begann ihr Lautenstudium bei Toyohiko Satoh am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Dort erlangte sie 1989 das Solistendiplom für Laute, setzte aber ihre Ausbildung bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis fort und schloss diese 1992 mit dem Diplom für Alte Musik ab. Das Studium der Barockharfe bei Mara Galassi an der Scuolo Civica di Milano sowie der Besuch von zahlreichen Meisterkursen bei Paul O’dette, Jesper Christensen und Andrew-Lawrence King prägten ebenso ihren musikalischen Werdegang.

Sie lebt seit 1992 als freischaffende Musikerin in Paris und hat als Solistin und gefragte Continuistin mit verschiedenen Kammermusikensembles und Barockorchestern wie La Fenice, Hespèrion XXI, Il Giardino Armonico, Accordone, Ricercar Consort, Concerto Soave, Elyma, Les Musiciens du Louvre, Akademia, La Grande Écurie et la Chambre du Roi und Concerto Köln zusammen gearbeitet. Unter der Leitung von u. a. René Jacobs, Ivor Bolton, Alessandro di Marchi, Gabriel Garrido sowie als Begleiterin von Andreas Scholl, Marco Beasley und Dominique Visse war sie bei vielen europäischen Festivals zu hören. Als Assistentin von Ivor Bolton wirkte sie an der Münchner Staatsoper.

2000 gründete sie ihr eigenes Ensemble L’Arpeggiata, mit dem sie bei allen bedeutenden Festivals in Europa und Südamerika auftritt und bei dem französischen Label Alpha aufnimmt. Die CDs »La Villanella«, »Homo fugit velut umbra«, »La Tarantella«, »All’Improvviso«, »Rappresentatione di Anima et di Corpo«, »Teatro d’amore«, »Via crucis« sowie »Marienvesper«  wurden mit den Schallplattenpreisen »10 de Répertoire«, »Diapason d’Or«, »CD der Woche« (BBC), »CD des Monats« (Amadeus, Italien), »Prix Excellentia« (Pizzicato, Luxemburg), »Cannes Classical Awards« (2004), »Edison Preis« Holland (2009/2011), und dem »ECHO Klassik« (2009/2010/2011) ausgezeichnet.

Seit 1999 unterrichtet sie eine Klasse für Barockharfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag.