Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Takács Quartet

 

Als eines der weltweit führenden Streichquartette zeichnet sich das Takács Quartet durch seine Fähigkeit aus, vier ausdrucksstarke musikalische Persönlichkeiten zu einem Ensemble zu verschmelzen, das fesselnde, homogene Interpretationen zu gestalten vermag.

Die Spielzeit 2012/13 führte das Takács Quartet unter anderem nach Genf, London – dort ist es Associate Artist der Wigmore Hall –, Chicago, San Francisco, zu einer Residenz in der Carnegie Hall New York, nach Riga, Florenz und Dresden. 2012 wurde das Takács Quartet als bislang einziges Streichquartett in die »Gramophone Hall of Fame« aufgenommen.

Im Jahr 2005 unterschrieb das Takács Quartet einen Vertrag mit Hyperion und veröffentlichte 2006 die erste Aufnahme bei diesem Label: Schuberts Quartette D 804 und D 810. Die nächsten CDs mit Werken von Brahms erschienen jeweils im November 2007 und 2008. Zuvor hatte das Quartett für Decca 16 Aufnahmen vorgelegt, darunter Werke von Beethoven, Bartók, Borodin, Brahms, Chausson, Dvořák, Haydn, Mozart, Schubert und Smetana. Für seine Aufnahme der sechs Bartók-Quartette erhielt das Quartett 1998 den »Gramophone Award« und 1999 eine »Grammy«-Nominierung. Schuberts »Forellenquintett« mit Andreas Haefliger wurde 2000 ebenfalls für den »Grammy« nominiert. Für Decca nahm das Ensemble außerdem Beethovens gesamte Streichquartette auf und erhielt dafür einen »Grammy«, den »Disc of the Year« und den »Chamber Award« des »BBC Music Magazines«, zwei »Gramophone Awards«, drei »Japanese Record Academy Awards« sowie den »Chamber Music of America Award«. 2009 erschien Schumanns Klavierquintett mit Marc-André Hamelin, davor eine CD, die Brahms’ Streichquartett op. 51 Nr. 2 und das Klavierquintett op. 34 (mit Stephen Hough) kombiniert. Haydns »Apponyi-Quartette« wurden im Herbst 2011 veröffentlicht, Schuberts Celloquintett (mit Ralph Kirshbaum) im Herbst 2012.

Das Quartett ist berühmt für seine innovativen Programme. 2007 präsentierten die Musiker in der Carnegie Hall New York das Programm »Everyman« (nach Philip Roths gleichnamigem Roman) mit dem Schauspieler und »Oscar«-Preisträger Philip Seymour Hoffman. Mit dem ungarischen Ensemble Muzsikás verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit, die Werke von Bartók mit den Quellen seiner Musik in der traditionellen Musik Ungarns gegenüberstellt. Mit dem großen amerikanischen Dichter und Essayisten Robert Pinsky haben sie eine US-Tournee mit einem musikalisch-literarischen Programm absolviert. An der Universität von Colorado hat das Takács Quartet maßgeblich an der Entwicklung eines Streicher-Programms mit besonderem Schwerpunkt auf Kammermusik mitgewirkt. In einer kleinen Gemeinschaft können die Studenten in inspirierender Umgebung ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter verfeinern. Die Lehrtätigkeit des Quartetts setzt sich auch in seinen Residenzen bei den Musikfestivals in Aspen und Santa Barbara fort, zudem ist es Visiting Quartet an der Guildhall School of Music and Drama in London. Es ist außerdem Associate Artist am South Bank Centre in London und tritt jedes Jahr mehrfach dort auf. Das Quartett spielt jährlich weltweit etwa neunzig Konzerte unter anderem in Europa, Australien, Neuseeland und Asien.

Das Takács Quartet wurde 1975 von den damaligen Studenten Gabor Takács-Nagy, Károly Schranz, Gabor Ormai und András Fejér an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest gegründet. Erste internationale Aufmerksamkeit erlangten sie 1977 mit dem Ersten Preis und dem Kritikerpreis beim »Internationalen Streichquartett-Wettbewerb« in Evian. Durch weitere Preise bei internationalen Wettbewerben in Budapest, Bratislava und Portsmouth wurde das Ensemble dank seiner außerordentlichen Qualitäten schnell bekannt. 1993 trat Edward Dusinberre dem Quartett bei, 2005 ersetzte Geraldine Walther ihren Vorgänger an der Bratsche, Roger Tapping. Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde den Mitgliedern des Ensembles 2001 das Ritterkreuz für außerordentliche Verdienste im Bereich der Kunst verliehen.