La Cetra Barockorchester Basel

La Cetra Barockorchester Basel konstituierte sich 1999 in Basel. Der Name des Orchesters wurde bei Antonio Vivaldi entlehnt, der seine 1727 in Amsterdam erschienenen Violinkonzerte op. 9 »La Cetra« betitelte – die Leier (Zither), das Instrument des Orpheus und des Apollo.

Mit La Cetra betrat ein Ensemble die internationale Bühne, von dem sich rasch zeigte, dass es sich unter die Spitzenorchester der historisch orientierten Musikpraxis einreihen konnte. Erfolge bei wichtigen internationalen Festivals, Auftritte in den bedeutendsten Konzertsälen Europas, sowie eine Vielzahl von Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren eindrücklich den dynamischen Aufstieg des jungen Orchesters. Im Frühjahr 2011 feierte La Cetra mit zwei Mozart-Aufnahmen sein Debüt bei der Deutschen Grammophon.

Die hochspezialisierten Musiker sind zumeist Absolventen der Schola Cantorum Basiliensis, der schweizerischen »Kaderschmiede« der Alten Musik. Über diese personelle Verbindung hinaus besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der Schola Cantorum Basiliensis. So wird gewährleistet, dass der kreative musikalische Prozess flankiert und befruchtet wird durch den aktuellen Stand musikwissenschaftlicher Forschung. Das bezeugen Aufführungen und Aufnahmen einer Reihe faszinierender musikalischer »Ausgrabungen« und ein völlig eigenständiger Zugriff auf Werke des bekannten Repertoires.

Der historische Arbeitsbereich von La Cetra nimmt seinen Anfang dort, wo man überhaupt erstmals von »Orchester« reden kann: mit dem Beginn des 17. Jahrhunderts, etwa in den Werken Claudio Monteverdis, und reicht über die vielgestaltige Orchestermusik des Barock bis hin zu den großen sinfonischen Werken des 19. Jahrhunderts. Je nach den Erfordernissen arbeitet das Ensemble dabei mit einer Reihe renommierter Gastdirigenten (darunter z. B. Jordi Savall, René Jacobs, Gustav Leonhardt) oder im direkten kammermusikalischen Zusammenspiel. 2009 konnte Andrea Marcon als Künstlerischer Leiter gewonnen werden. In Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführerin Doritt Härtel konnten der internationalen Ausrichtung des Ensembles neue Impulse verliehen werden.

Ausdrückliches Credo des Ensembles ist, dass wissenschaftliche Hintergrundarbeit, intensive Auseinandersetzung mit historischem Instrumentarium, Aufführungspraxis und dem geschichtlichen Umfeld der gespielten Werke letztlich immer nur einem einzigen Zweck dienen: die Musik von gestern für Menschen von heute hautnah erfahrbar zu machen – in lebendigen, packenden, aktuellen Interpretationen.

Eine Kulturpartnerschaft der Trafina Privatbank AG und der Sophie und Karl Binding Stiftung.