Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Delphine Galou

Delphine Galou wurde in Paris geboren und studierte parallel zu ihrem Studium der Philosophie an der Sorbonne auch Klavier und Gesang. Sie ist Preisträgerin von zahlreichen Gesangswettbewerben in Frankreich und wurde 2004 durch den französischen Verein zur Förderung junger Künstler ADAMI zur »Entdeckung des Jahres« ernannt.

Nachdem sie als Ensemblemitglied bei den »Jeunes Voix du Rhin« (Opéra National du Rhin) mit Partien wie u. a. Hänsel (»Hänsel und Gretel«), Lucretia (»The Rape of Lucretia«) und Mercedes (»Carmen«) ihre Karriere anfing, entschloss sie sich, sich auf Barockmusik zu spezialisieren. Sie arbeitet mit Ensembles wie etwa dem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble (Thomas Hengelbrock), I Barocchisti (Diego Fasolis), der Accademia Bizantina (Ottavio Dantone), dem Collegium 1704 (Václav Luks), dem Venice Baroque Orchestra (Andrea Marcon), Il Complesso Barocco (Alan Curtis), Les Siècles (François-Xavier Roth), Les Arts Florissants (Jonathan Cohen), Le Concert des Nations (Jordi Savall), dem Ensemble Matheus (Jean-Christophe Spinosi), Les Musiciens du Louvre Grenoble (Marc Minkowski) und Les Talens Lyriques (Christophe Rousset) zusammen.

Es folgten Engagements an den Opernhäusern von Rennes, Dijon, Angers-Nantes, Caen, Toulon, Nancy, Luxembourg, Freiburg, Basel, St. Gallen sowie bei den Händelfestspielen in Karlsruhe und bei den »Schwetzinger Festspielen«. Mit Händel-Partien wie etwa Giulio Cesare, Rinaldo, Alessandro, Andronico (»Tamerlano«), Zenobia (»Radamisto«) und Bradamante (»Alcina«) machte sie sich einen Namen.

In den letzten Jahren trat sie u. a. im Théâtre des Champs-Elysées, an der Angers Nantes Opéra, am Royal Opera House London, an der Staatsoper Berlin, bei den Händelfestspielen in Karlsruhe, bei den Schwetzinger Festspielen, am Theater Basel, am Theater St. Gallen und an der Oper von Lausanne, im Theater an der Wien, in den Theatern von Reggio Emilia und Ferrara sowie jüngst beim Maggio Musicale Fiorentino.

Im Konzertfach ist sie ein Stammgast des Festival de Beaune, wo man sie in »Rinaldo« und »Alessandro« von Händel, »Semiramide« von Porpora, »Juditha triumphans« und »Orlando furioso« von Vivaldi und zuletzt mit der Accademia Bizantina in »L’incoronazione di Dario« (wiederum von Vivaldi) erleben konnte. Sie trat zuletzt mit Les Talens Lyriques und Christophe Rousset in einem Soloprogram um das biblische Thema der triumphierenden Judith auf.

Ihre kommenden Pläne umfassen »Orlando furioso« (Titelpartie) an der Oper Frankfurt, »Il trionfo del Tempo e del Disinganno« (Disinganno) an der Staatsoper Berlin (Wiederaufnahme), »Tamerlano«(Andronico) am Théâtre royal de la Monnaie in Brüssel sowie Vivaldis »La Verita in Cimento« an der Oper Zürich. Konzertant wird sie in »Aci, Galatea e Polifemo« (Galatea) mit Le Concert d’Astrée auf Tournee u. a. nach Paris (Théâtre des Champs-Elysées), Wien (Konzerthaus) und New York (Lincoln Center) gehen sowie in Bachs h-moll Messe mit Les Musiciens du Louvre Grenoble zu hören sein. Sie wird außerdem am Palais des Beaux-Arts in Brüssel einen Soloabend mit einem Continuo aus Les Musiciens du Louvre Grenoble anbieten.

Delphine Galou nahm an den CD-Aufnahmen von Porporas »Vespro per la festivita dell’Assunta« unter der Leitung von Martin Gester teil (Live-Aufnahme, 2011 erschienen bei Ambronay), an Vivaldis »Teuzzone« unter der Leitung Jordi Savall (2012 bei Naïve erschienen) und an Vivaldis »Orlando 1714« unter der Leitung von Federico Maria Sardelli (neue Fassung, 2012 ebenfalls bei Naïve). Geplant ist (abermals bei Naïve) eine Aufnahme von »L'incoronazione di Dario« mit Accademia Bizantina und Ottavio Dantone.