Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Michael Tilson Thomas

Michael Tilson Thomas leitete das San Francisco Symphony zum ersten Mal im Jahr 1974 und ist seit 1995 Music Director. Geboren in Los Angeles, studierte er bei John Crown und Ingolf Dahl an der University of Southern California, wurde mit 19 Jahren Music Director des Young Musicians Foundation Debut Orchestra und arbeitete mit Strawinsky, Boulez, Stockhausen und Copland bei den berühmten »Monday Evening Concerts«. Er war Pianist und Dirigent bei den Meisterkursen von Piatigorsky und Heifetz sowie, als Student Friedelind Wagners, Assistent in Bayreuth. 1969 gewann Michael Tilson Thomas den »Koussevitzky-Preis« und wurde Assistant Conductor beim Boston Symphony Orchestra. Schon am zehnten Tag in dieser Position erregte er internationale Aufmerksamkeit, als er im Lincoln Center mitten im Konzert für William Steinberg einsprang. Später wurde er beim Boston Symphony Orchestra Erster Gastdirigent. Darüber hinaus war Tilson Thomas Leiter des »Ojai Festivals«, Music Director des Buffalo Philharmonic Orchestra, Erster Gastdirigent des Los Angeles Philharmonic und Principal Conductor beim »Great Woods Festival«. 1988 wurde er Principal Conductor des London Symphony Orchestra, dem er heute als Erster Gastdirigent vorsteht. Er war zehn Jahre lang einer der Künstlerischen Leiter des »Pacific Music Festivals« in Japan, das er mit Leonard Bernstein 1990 ins Leben rief, und er ist weiterhin Leiter der New World Symphony, die der 1988 gründete.

Michael Tilson Thomas’ Aufnahmen haben zahlreiche internationale Preise gewonnen und spiegeln in ihrem Repertoire seine Interessen als Dirigent, Komponist und Pianist. Er war im Fernsehen u. a.  bei den »Young People’s Concerts« des New York Philharmonic sowie im Rahmen des 2004 initiierten Programms »Keeping Score« zu sehen. Zu seinen Kompositionen zählen »From the Diary of Anne Frank«, »Shówa/Shoáh« (anlässlich des 50. Jahrestags der Atombombe auf Hiroshima), »Poems of Emily Dickinson«, »Urban Legend«, »Island Music« und »Notturno«. Er ist Chevalier des Arts et des Lettres, wurde vom Magazin »Gramophone« 2005 zum Künstler des Jahres gewählt und vom U. S. News & World Report als einer von America’s Best Leaders geführt, gehört der American Academy of Arts and Sciences an und erhielt 2010 die National Medal of Arts von Präsident Barack Obama.