Hilary Hahn

In den zwei Dekaden seit ihrem Debüt hat die zweimalige »Grammy«-Gewinnerin Hilary Hahn sich mit ihrer Virtuosität, ihren ausdruckstarken Interpretationen und ihrer kreativen Programmauswahl weltweit einen Namen gemacht.

Während ihrer diesjährigen Frühlingstournee führt Hahn die Zusammenarbeit mit Paavo Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Leonard Slatkin und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der Pianistin Natalie Zhu fort; außerdem tritt sie mit dem Barcelona Symphony Orchestra, dem Catalonia National Orchestra und den Göteburger Symphonikern auf und begibt sich auf eine Recital-Tour durch Asien, Europa und die USA. Kürzlich ist ihre neuste CD-Einspielung erschienen: Mozarts fünftes und Vieuxtemps’ Violinkonzert Nr. 4 mit Paavo Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Hahn hat 15 Alben bei der Deutschen Grammophon und Sony aufgenommen, zudem drei DVDs, einen »Oscar«-nominierten Soundtrack, eine Aufnahme für Kinder und diverse Compilations. Diese umfassen ein breites Repertoire von Bach, Strawinsky, Elgar, Beethoven, Mozart über Paganini und Spohr bis Schönberg, Barber, Bernstein und viele weitere. Ihre Aufnahmen haben beinahe alle Kritikerpreise der internationalen Presse gewonnen und hatten ebenso populären Erfolg, welches sich in Top-Ten-Platzierungen der Billboard-Klassik-Charts niederschlug. Ihre CD, auf der sie die Konzerte Schönbergs und Sibelius’ gegenüberstellt, hielt sich 23 Wochen in den Charts und brachte ihr 2009 ihren zweiten »Grammy« ein. Den ersten erhielt sie 2003 für ihr Album mit Violinkonzerten von Brahms und Strawinsky. 2010 veröffentlichte sie Jennifer Higdons Violinkonzert, welches die Komponistin für Hahn geschrieben hatte und das den »Pulitzer Prize« verliehen bekam.

Hahn bekam ihren ersten Geigenunterricht kurz vor ihrem vierten Geburtstag. Mit fünf Jahren kam sie in Kontakt mit Klara Berkovich, bei der sie studierte, bis sie mit zehn Jahren am Curtis Institute of Music angenommen wurde. Als sie dort ihren Abschluss machte, hatte sie bereits ihre Solo-Debüts mit den Baltimore und Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Philadelphia und dem Cleveland Orchestra sowie dem New York Philharmonic gefeiert. Als sie mit 19 Jahren ihren Bachelor machte, war sie bereits Vollzeit-Musikerin und tourte um die Welt.

Hahn ist auch eine eifrige Autorin; sie bloggt regelmäßig und schreibt Artikel für ihre Webseite (hilaryhahn.com). Außerdem hat sie einen You-Tube-Kanal, auf dem sie häufig Gäste interviewt. Ihr Geigenkasten erstattet überdies als Alter Ego Bericht über die vielen Reisen auf Twitter und Instagram unter @violincase. Sie hat zahlreiche Zeitschriftencover der Klassik-Fachpresse geschmückt und in populären Magazinen wie »Vogue«, »Elle« und »Marie Claire« wurde über sie berichtet. 2001 ernannte das »Time Magazine« sie zu »America’s Best Young Classical Musician«. 2010 trat sie als Gaststar in der »Tonight Show with Conan O'Brien« auf und spielte dort Bartók und Brahms. Sie hat auch an einigen nicht-klassischen Musical-Produktionen mitgewirkt, zwei Alben der Alternative-Rock-Band …And You Will Know Us By The Trail of Dead mit eingespielt und war mit dem Singer-Songwriter Josh Ritter auf Tour.