Franz Welser-Möst

Franz Welser-Möst zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Sein Vertrag mit dem Cleveland Orchestra, dem er seit 2002 als Musikdirektor vorsteht, wurde mehrfach bis in das Jahr 2022 verlängert. Das Cleveland Orchestra, das 2018 sein 100-jähriges Bestehen feiern wird, ist unter der Leitung von Franz Welser-Möst zu neuen Höchstleistungen herangereift. So schrieb unlängst die »New York Times«, das Cleveland Orchestra könne die Bezeichnung »bestes amerikanisches Orchester« beanspruchen, in seiner Virtuosität, seiner Eleganz im Klang, seiner Vielfalt der Farben und dem kammermusikalischen Zusammenhalt. Immer wieder wird es für seine innovativen Programme, zahlreichen Uraufführungen, szenischen und halbszenischen Opernproduktionen, wie zum Beispiel Janačeks »Schlaues Füchslein« (für seine computeranimierte Umsetzung) gelobt. Neben regelmäßigen Orchesterresidenzen in den USA und Europa gastierte Welser-Möst mit dem Orchester in den vergangenen Jahren in allen wichtigen Konzerthäusern und bei allen bedeutenden Festivals, wie bei den »Salzburger Festspielen« oder beim »Lucerne Festival«.

Durch wegweisende Projekte mit Studenten und Kooperationen mit Universitäten gewinnt das Cleveland Orchestra kontinuierlich ein neues und junges Publikum. Welser-Möst war Musikdirektor des London Philharmonic Orchestra von 1990 bis 1996 und des Zürcher Opernhauses von 1995 bis 2008. Von 2010 bis 2014 war er Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, eines der größten Repertoirehäuser der Welt, wo er sich neben der Pflege des deutschen, italienischen und slawischen Repertoires – das einen Janácˇek-Schwerpunkt beinhaltete – mit Opern des 20. Jahrhunderts, allen voran mit denen Richard Strauss’, auseinandersetzte. Welser-Möst ist einer der führenden Operndirigenten bei den »Salzburger Festspielen«. Nach triumphalen Erfolgen mit »Rusalka« und dem »Rosenkavalier« leitete er hier 2015 seine 72. Premiere, die Neuproduktion von »Fidelio«; »dessen musikalische Umsetzung hier frenetisch gefeiert wurde« wie die »FAZ« schrieb. 2016 wird er die Neuproduktion von Richard Strauss’ »Die Liebe der Danae« dirigieren. Als Gastdirigent hat Welser-Möst eine besonders enge und produktive Beziehung zu den Wiener Philharmonikern entwickelt. Er stand zweimal am Pult des Neujahrskonzertes und dirigiert das Orchester regelmäßig in Abonnementkonzerten im Musikverein Wien, bei Gastspielen in Luzern, bei den »BBC Proms« und auf Tourneen in den USA, Skandinavien und Japan. Diese besondere Beziehung wurde im Frühjahr 2014 mit dem »Ehrenring der Wiener Philharmoniker« gewürdigt. Welser-Möst ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und hat CD- und DVD-Aufnahmen vorgelegt, die mehrfach internationale Preise erhielten, wie zuletzt seine »Salzburger Festspiele«-Aufnahme des »Rosenkavaliers«, die mit dem »ECHO Klassik« 2015 ausgezeichnet wurde. Bevorstehende Engagements umfassen Konzerte mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam, der Staatskapelle Dresden, der Filarmonica della Scala in Mailand sowie das Nobelpreis-Konzert in Stockholm.