Tim Mead

Der Countertenor Tim Mead wird für seinen eleganten und warmen Ton, seine makellose Technik und stilvolle Interpretationen gelobt. Seine virtuosen Auftritte haben international Aufmerksamkeit erregt und ihn als einen der besten Countertenöre bekannt gemacht. Engagements in der Saison 2015 /16 umfassen die Rolle des Oberon in Brittens »A Midsummer Night’s Dream« an der Glyndebourne Festival Opera und der Bergen National Opera, George Benjamins »Written on Skin« am Lincoln Center und auf Tour mit dem Mahler Chamber Orchestra sowie Arsamene in Cavallis »Xerse« mit Le Concert d’Astrée an der Opéra de Lille, am Theater an der Wien und am Théâtre de Caen. Im Mai 2016 singt Tim Mead im Programm »Melancholia« des Theater Basel. Er kehrt für »Messias»-Aufführungen zum New York Philharmonic zurück, macht eine Spanien-Tournee mit dem Gabrieli Consort und singt Bachs h-moll-Messe mit Les Arts Florissants und William Christie in Frankreich und Spanien. Höhepunkte der letzten Saison waren die Uraufführung von Theo Loevendies »Spinoza« am Concertgebouw Amsterdam, Bachs h-moll-Messe mit dem English Concert, »Messias« mit der Handel and Haydn Society und der Academy of Ancient Music, ein Liederabend in Rom, die Titelrolle in Philip Glass’ »Akhnaten« an der Opera Vlaanderen und die Titelrolle in Händels »Riccardo Primo« am Opera Theatre of Saint Louis.

Wichtige Opernengagements waren Händels »Rinaldo« in Glyndebourne, »La Calisto« an der Bayerischen Staatsoper, Deborah Warners Produktion von Brittens »Death in Venice« an der English National Opera und der Nederlandse Opera, George Benjamins »Written on Skin« am Théâtre du Capitole Toulouse und Gulbenkian Lissabon sowie »Julius Caesar in Egypt« an der English National Opera. Konzerte hat Tim Mead u. a. mit dem New York Philharmonic, Orchestra of the Age of Enlightenment, Le Concert d’Astrée, Royal Scottish National Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, Accademia Bizantina und Concerto Köln gegeben. Bachs Weihnachtsoratorium sang er mit Les Arts Florissants, Bachs Magnificat mit Le Concert d’Astree, Bachs Matthäus-Passion beim »London Handel Festival« mit der Nederlandse Bachvereniging, Händels »Theodora« mit The English Concert, Händels »Solomon« mit der Akademie für Alte Musik, Händels »Judas Maccabäus« mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Händels »Saul« mit dem Dresdner Barockorchester, Händels »Joseph und seine Brüder« bei den »Internationalen Händel-Festspielen Göttingen«, Händels »Susanna« mit der Early Opera Company und Dusapins »La Melancholia« mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Mead arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Alan Gilbert, Ivor Bolton, William Christie, Laurence Cummings, Christian Curnyn, Alan Curtis, Ottavio Dantone, Paul Goodwin, Emmanuelle Haïm, Vladimir Jurowski, Nicholas McGegan, Marc Minkowski und Masaaki Suzuki.

Tim Meads Diskografie umfasst Bachs Matthäus-Passion und h-moll-Messe, die Händel-Oratorien »Messias«, »Saul«, »Solomon«, »Israel in Egypt« und »The triumph of time and truth«, die Händel-Opern »Admeto«, »Flavio«, »Riccardo Primo« und »Rinaldo« sowie Monteverdis »L’incoronazione di Poppea«. Aufnahmen hat er u. a. für EMI Classics, Harmonia Mundi, Opus Arte, Chandos und Linn Records gemacht. Mead war Chorknabe am King’s College in Cambridge, bevor er seine Gesangsstudien als Stipendiat am Royal College of Music fortsetzen konnte.